Bundeswehr (Symbolbild: shutterstock.com/Von Filmbildfabrik)

Corona-Impfpflicht für Bundeswehrsoldaten dürfte beschlossene Sache sein

Soldaten der Bundeswehr – in der Mehrheit handelt es sich hier um junge Menschen, weit außerhalb der Corona-Risikogruppe – unterliegen einer besonderen Impfpflicht. Das hat das Bundesverwaltungsgericht mit einem am Montag veröffentlichten Beschluss bestätigt. Tübingens grüner OB Boris Palmer stellt für Jüngere fest: Corona ist für diese Altersgruppe so gefährlich wie Autofahren.

Nachdem ein Hauptfeldwebel eine Basisimpfung verweigert hat, stellte der 2. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts am Montag fest, dass die Teilnahme an der militärischen Basisimpfung gegen klassische Krankheitserreger wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten für alle Soldaten verpflichtend ist. Der Soldat war der Ansicht, sein Asthma und seine Neurodermitis gingen auf eine frühere Impfung zurück, weshalb er schwere Gesundheitsschäden befürchtete. Die behandelnden Truppenärzte hielten das für unbegründet. Daher befahl der Einheitsführer die Teilnahme an der Impfung und verhängte nach wiederholter Befehlsverweigerung acht Tage Disziplinarrest. Nach Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens billigte auch das zuständige Truppendienstgericht die Disziplinarmaßnahme,  berichtet hierzu die FAZ. Die Impfung sei zumutbar, da Soldaten Gesundheitsgefahren von Berufs wegen hinnehmen müssten. Auf die subjektive Einschätzung des betroffenen Soldaten komme es dafür aber nicht an.

Es ist somit davon auszugehen, dass die benannten, angeblichen Grundsätze auch für die neuen Corona-Impfstoffe gelten und Soldaten, die aufgrund ihres Alters nicht zur Corona-Risikogruppe zählen, sich mit einem unausgereiften mRNA-Impfstoff zwangsweise impfen lassen müssen – mit bislang nicht absehbaren gesundheitlichen Risiken.

Tübingens grüner OB Boris Palmer stellt in Bezug auf die benannte Altersgruppe und die immer irrer werdenden Corona-Maßnahmen in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung hinter der Bezahlschranke fest: „Nur der Gesundheitsnotstand ist als Argument stark genug für die vielen Freiheitsbeschränkungen. Rauchen, Trinken, Autofahren ist erlaubt, aber für Menschen unter 60 in etwa so gefährlich wie Covid-19.“ Palmer sprach sich im Interview für die Wiedereröffnung von Schulen und Kitas aus, „weil von dort so gut wie keine akute Belastung für die Intensivstationen droht“. (SB)

 

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