Experten als Scharfmacher: Merkels Hof-Wissenschaftler empfehlen „Nordkorea-Lockdown“

Bald wieder Lockdown und kein Ende? (Foto:Imago)

Die pervertiert-antidemokratische Hinterzimmer-Politik der Bundesregierung, seit dem Ermächtigungsgesetz vom November im scheinlegalen Rahmen, wird uns heute die nächsten Zumutungen bislang unbekannter Härte bescheren. Strikte Ausgangssperren, weitere Wirtschaftsschließungen, FFP2-Maskenzwang – es sind nie dagewesene Zumutungen, für deren Sinnhaftigkeit nicht nur die wissenschaftliche Evidenz fehlt, sondern die auch zu einem Zeitpunkt getroffen werden, da sich – und zwar sogar nach den behördlichen Willkür-Kriterien – bereits wieder eine moderate Entspannung einsetzt. Federführend sind hier wieder einmal die falschen Berater.

Jene Experten nämlich, die sich hier anmaßen, in das Leben von über 83 Millionen Bundesbürgern einzugreifen, sind durch nichts legitimiert und bilden keinen repräsentativen, keinen interdisziplinären und schon gar keinen demokratischen Querschnitt der Bevölkerung ab. Nicht einmal der Wissenschaftsgemeinde. Es sind von der Bundeskanzlerin und ihren servilen Ministerpräsidenten-Scharfmachern handverlesene Schreibtischtäter, die im Tunnelblick ihrer Modellierungen und Statistiken, von der Warte ihrer akademischen Elfenbeintürme heraus bizarr unverhältnismäßige Grundrechtseingriffe „empfehlen“ – ohne Rücksicht auf Verluste oder noch so riesige Kollateralschäden.

Ausgewählt wurden von dieser Kanzlerin seit jeher nur solche falschen Berater, die das raten, was die Bundesregierung hören will. Auf gut Deutsch: Speichellecker- und Arschkriechertum sind hier die Kardinaltugenden – keine wissenschaftliche Unabhängigkeit oder gar Objektivität. Im Dezember war es ein dürftiges Kommuniqué der Nationalakademie Viadrina, ein Quasi-Dreizeiler, der Merkel als Feigenblatt ihres „Knallhart-Lockdown“ diente. Diesmal sind es wieder die üblichen Verdächtigen – wir kennen sie aus Talkshow-Runden, wo sie sich in bedenkträgerischer Attitüde seit Monaten als fürsorgliche pandemische Lebensretter aufspielen -, die der Corona-Junta aus Merkel und ihren Ministerpräsidenten den härteren Lockdown „dringend nahelegen„. Was auch sonst. Kritische Stimmen oder Fachleute mit Alternativkonzepten, etwa der Virologe Hendrick Streeck oder Epidemiologe Klaus Stöhr (der für eine „differenzierte Strategie“ plädiert), werden von Merkel abgelehnt oder ausgeladen.

Auch wenn weder in Frankreich, Spanien noch Italien, erst recht nicht in Irland (wo die Auswirkungen der zur neuesten Verschärfungs-Ausrede aufgebauschten „Mutation“ eigentlich ganz andere Ursache haben), die jetzt auch uns drohende „Hardcore“-Lockdownvariante so gut wie nichts brachte: Die Alibi-Ratgeber halten „schärfere Lockdown-Maßnahmen zur Senkung der Zahl der Neuinfektionen“ wieder einmal für „alternativlos“. Selbst das, was eigentlich die ersten optimistisch stimmenden Positiveffekte der bisherigen Anstrengungen sein müssten, reden sie klein: In der gestrigen Beratung „warnten“ sie davor sogar ausdrücklich davor, den derzeit positiven Trend sinkender Zahlen „zu überschätzen„, laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland

Experten ohne jede politische Legitimation

Egal was wir Deutschen tun, wieviele Opfer wir bringen: Sie finden jedes Mal einen neuen Vorwand, den Selbstzweck Ausnahmezustand künstlich zu verlängern. Im Dezember waren es die angeblich vorlaufenden Intensivstationen, angeblich knappe Beatmungsgeräte, angeblich bevorstehende Triagen, angeblich zu Weihnachten drohende „Bergamo-Verhältnisse“ (so Virologe Alexander Kekulé Anfang Dezember). NICHTS davon trat ein; die Kliniken dümpeln seit über drei Wochen bei plus/minus 5.000 belegten Covid-Intensivpatienten hin. Jetzt ist es neuerdings die Mutation, dieses Virus im Virus, die die große Katastrophe bereithält. Merkels Hofwissenschaftler beschrieben „eindrücklich„, so „dts Nachrichtenagentur“, die „drohende Gefahr“ durch das mutierte Virus, das sich „in hoher Geschwindigkeit ausbreiten“ könne – nach Großbritannien jetzt auch in Deutschland. Deshalb sei, als „einzige Konsequenz„, die weitere Reduzierung der Kontakte und Einschränkung der Mobilität nötig.

Dass diese zweite Runde aus Virologen, Epidemiologen, Immunologen, Psychologen und „Verkehrsexperten“, die die Politik hier vor der heutigen MPK „berät“, völlig unrealistische Zielvorgaben verfolgt, die einer Quadratur des Kreises gleichkommen, scheint – zumindest noch – die meisten Deutschen nicht zu bekümmern. Vielleicht setzt ja ein Umdenken ein, wenn die ersten merken, was es heißt, nicht mehr vor die Tür zu dürfen. Das abstrakte Irrsinnsziel, Infektionen „auf null“ zu senken (so wörtliche Zitate der durchgesickerten gestrigen Empfehlungen), „virusfreie Zonen“ zu schaffen sowie „Neuausbrüche rigoros zu bekämpfen“ – die sogenannte „No-Covid-Strategie“ – zeugt von einem Wahn. Es ist, als wolle man den Wind verbieten.

So soll die Zahl der Neuinfektionen durch den neuen Mega-Lockdown zuerst auf zehn pro 100.000 Einwohner und Woche gesenkt werden, danach auf null. Regionen, die dieses Ziel erreichen, sollen zu sogenannten grünen Zonen werden, die schrittweise zur Normalität zurückkehren können. Außerhalb dieser Zonen sollen strenge Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen sowie Quarantäneregeln gelten, unterstützt durch eine effiziente Teststrategie. Wo, bitte, hat dies jemals funktioniert in den letzten 10 Monaten? Nicht einmal in Wuhan, wo Menschen eingemauert wurden! Doch so etwas empfehlen vermeintliche Experten – als sei Deutschland ein Experimentierlabor, als hätte nicht die Wirkungslosigkeit der bisherigen Maßnahmen die Machbarkeitsillusionen entzaubert und der Politik ihre Grenzen aufgezeigt. Der Backlash des Zorns ob dieses Wahnsinns könnte für Merkel, Söder und ihre Mitmachen schneller kommen, als ihnen lieb ist. (DM)