Bestatter als neue Zeugen Coronas: Nach Intensivstationen jetzt Krematorien „am Limit“

(Symbolfoto: Von Exposure Visuals/Shutterstock)

Vor einigen Tagen überschlugen sich wieder einmal die Berichte über die angeblich desaströse Situation in Sachsens Krematorien. Vor allem in Meißen und Umgebung wurden von der deutschen Corona-Staatspresse als regelrechte „Killing Fields“ der Pandemie ausgemacht. Wie es tatsächlich aussieht, ist den freien Medien und teilweise auch der Lokalpresse vor Ort durchaus zu entnehmen – doch für ins politisch-mediale Panikorchester passen sie nicht, das bei der Aufrechterhaltung und Endlos-Verlängerung des Lockdowns auf wirksames Framing angewiesen ist. 

Corona-Leugner können gerne helfen“ („Frankfurter Allgemeine Zeitung“) „Corona-Tote in Meißen: Im Krematorium stapeln sich die Särge“ („t-online“ und „Spiegel“) oder „Eine unwahrscheinliche Sterblichkeit – Corona ist irre!“ („Welt“), so lauteten nur im Privatbereich einige der clickbait-trächtigen Schlagzeilen. Was der gemeine, mainstreamberieselte Deutsche freilich nicht zu hören und sehen bekam, waren bzw. differenzierte Berichte und unaufgeregtere Stellungnahmen sachkundiger Personen, die mit der angeblichen Krisensituation von Berufs wegen zu tun haben – aber dank Zensurschere und Filter entweder gar nicht oder nur irreführend verkürzt zu Wort kommen.

Im Dezember waren es die am Limit arbeitenden und zusammenbrechenden Pfleger und Ärzte, die als „Zeugen Coronas“ ihre nie zuvor dagewesene Stresssituation, die historisch angeblich einzigartige Überlastung der Intensivstationen in „Tagebüchern“ oder schockierenden Interviews ausmalten. Ketzerische Beobachter waren damals schon stutzig geworden, wie sich zur selben Zeit komplette Stationsbelegschaften vieler deutscher Krankenhäuser an der „Jerusalema Dance Challenge“ und ähnlichen scheinspontan-„flashmobesken“ Hypes im Netz beteiligten konnten – und in leergefegten Klinikfluren zuvor zeitraubend-aufwändig einstudierte Tanzchoreographien vollführten, um so die Öffentlichkeit auf ihren pandemischen Beitrag aufmerksam zu machen.

Alles am Anschlag, ob Intensivstation oder Krematorium

Nachdem sich dann in Deutschlands Redaktionsstuben herumsprach, dass in Anbetracht der seit Wochen gleichbleibenden Zahl von rund 5.000 Intensivpatienten die Mär vom akut bevorstehenden Zusammenbruch der Kliniken nicht länger aufrechtzuerhalten war, und sich im selben Maße das Sterbegeschehen in die Alten- und Pflegeheime verlagerte, musste für die Medien ein neuer Kulminationspunkt des Horrors her. Sie fanden ihn in den Krematorien; fortan waren es die Bestatter, die „rund um die Uhr, bis zum Anschlag“ rackerten, um dem Ansturm Herr zu werden. Sie stiegen zu neuen Kronzeugen auf. Dumm nur, dass die Wirklichkeit hier noch weniger zu den vorgefassten Storys passt als zuvor bei bei den Intensivstationen.

Deshalb muss eben bei den „Zeugenvernehmungen“ nachgeholfen werden. Wie dies abläuft, zeigt der Fall eines Bestatters aus dem Landkreis Meißen, der in eben dem dortigen Krematorium tätig ist – und in einem für RTL geführten Interview Klartext redete,indem er die zahllosen Horrormeldungen über angeblich überfüllte oder „am Anschlag laufende“ Krematorien relativierte. In der Folge wurde das Interview von RTL später so geschnitten, dass beim Zuschauer der Eindruck haften bleiben musste, derzeit seien praktisch alle deutschen Krematorien wegen Corona kurz vor dem Kollaps.

Was in dem Interview wirklich gesagt wurde und wie hier vom Sender fingiert wurde, ist – zumindest derzeit noch – in Beiträgen auf YouTube anzuschauen und -hören (hier und hier). Generell seien „ein bis zwei Drittel keine Corona-Toten„, sondern sonstige Sterbefälle, die bei ihm im Meißener Krematorium landeten, erklärt der Bestatter. Die Zahlen variierten: „In der einen Woche ein bisschen mehr Corona, in der anderen ein bisschen weniger„, beschreibt der Mann die Situation, und erklärt: „Nicht überall, wo auf dem Totenschein Corona drauf steht, ist auch Corona drin.“ Zu denken gibt dem Bestatter, dass er auch schon jüngere, bei Verkehrsunfällen zu Tode gekommene Menschen, die (auch erst postum) positiv auf Corona getestet wurden, einäschern musste; diese tauchen in der Statistik bekanntlich ebenfalls als „Covid-Tote“ auf (und erhöhen dort die Gruppe der „auch ganz jungen, ohne jede Vorerkrankung Verstorbenen“).

„Es wird Schindluder getrieben“ 

Verstörend ist vor allem folgende Aussage des Krematoriummitarbeiters: Er habe er von Pflegern in sächsischen Altersheimen erfahren, dass mittlerweile sogar verstorbene Heiminsassen, die lediglich in Kontakt mit positiv an Corona getesteten Menschen gestanden hätten, aber selbst gar kein Corona haben, in die Statistik der Corona-Toten einfließen. „Da kann irgendetwas nicht stimmen. Aber das macht mich schon ein bisschen sauer, denn wir kriegen es mit, dass Schindluder getrieben wird„, so der Mann.

Statt solchen Hinweisen nachzugehen oder sie zumindest zu senden, schalten deutsche Leitmedien und öffentlich-rechtliche Format – auch der örtlich zuständige Mitteldeutsche Rundfunk – derartige dem erwünschten Stimmungsbild zuwiderlaufende Aussagen stumm, beklagt auch das Portal Reitschuster.de, das ebenfalls über die manipulative Berichterstattung zu Meißen schrieb und zu dem Schluss gelangte: „Unisono verbreiten Massenmedien im ganzen Land dieses düstere Bild des angeblichen Massensterbens durch Corona. Weil es dafür faktisch keine Anhaltspunkte gibt, bedient man sich anderer Methoden, um die Panik aufrechtzuerhalten“ – im Fall Meißen etwa mit melodramatischer Musik untermalte Dramatisierungen („Bis zu 250 Särge müssen sie dort lagern, wo sonst die Trauerfeiern stattfinden„), oder der wissenschaftlich grob falsche angebliche Direktzusammenhang zwischen einer 400-Inzidenz pro Woche im Kreis und dem Sterbegeschehen.

Mit welchen Tricks deutsche Journalisten bei der Corona Horror Picture Show vorgehen, war letzte Woche auch einem Artikel aus dem „Vogtland-Anzeiger“ zu entnehmen. Darin wurde der Leiter des Plauener Krematoriums, Stefan Fröbisch, mit den Worten zitiert: „Ich werde zur Zeit mit Presse-Anfragen geradezu bombardiert. Man will am besten Fotos von Leichenbergen„. Er entgegne dann: „Machen Sie bitte keinen Skandal draus!“, und kläre auf, dass über die Feiertage einfach ein Rückstand entstanden sei – weil vier Arbeitstage an Weihnachten und Silvester/Neujahr entfielen. Zudem sei die Umgebung Plauens die älteste Region Sachsens, und aus Kostengründen würden Feuerbestattungen immer weiter zunehmen; auf dem Hauptfriedhof machte ihr Anteil mittlerweile 97 Prozent aus. Solche aufschlussreichen Hintergründe passen natürlich nicht zu den lockdown-dauerbegründenden Durchhalteparolen. Vermutlich ist das auch der Grund, warum der betreffende Zeitungsartikel mittlerweile im Netz nicht mehr online verfügbar ist… (DM)