Risikogruppe muss warten, aber 31-jähriger SPD-Bürgermeister schon geimpft!

Junger SPD-Bürgermeister first! (Bild: shutterstock.com/Pressebild Stadt Hannef)
Junger SPD-Bürgermeister first! (Bild: shutterstock.com/Pressebild Stadt Hannef)

Wenn Sozialisten eins wissen, wie es geht, dann, wie man sich auf Kosten anderer Vorteile verschafft. Dieses Muster scheint auch in Corona-Zeiten zu gelten. So schaffte es ein 31-jähriger Bürgermeister aus NRW, an den knappen Impfstoff zu gelangen und ist nun – trotz seines jungen Alters – gegen den „Killervirus“ beimpft.

Der Sozialdemokrat Mario Dahm ist erst 31 Jahre alt. So hat er es trotz seines jungen Alters nicht nur geschafft, vor kurzem Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Hennef zu werden, sondern auch, eine Dose des äußerst raren Corona-Impfstoffes zu ergattern. Nach dem bekannt wurde, dass nicht nur der junge SPD-Hüpfer Dahm geimpft wurde, sondern noch weitere Personen aus der Hennefer Stadtverwaltung – während Angehörige der tatsächlichen Risikogruppen, sprich Menschen in Altersheimen aufgrund des Merkel´schen Totalversagens auf eine Impfung warten müssen – fegte einer dieser „Shitstürme“ über den SPD-Funktionär hinweg.

Der Impfegoist zählt sich – da er schon nicht zur Gruppe der Corona-gefährdeten Personen zählt –  zumindest zu den sogenannten „systemkritischen“ – sprich oberwichtigen Personen, die – nach seinen Worten „im Ernstfall entscheidend für die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Verwaltung und für die Sicherstellung einer geregelten Entscheidungsfindung“ sind. Deren Impfung ist laut dem Pandemieplan der Stadt, der genau aufdröselt, welche wichtige Person an welcher Stelle in der Impfreihenfolge steht, festgelegt. Und laut nach diesem wäre weder der SPDler noch seine ebenfalls nun geimpften Beigeordneten dran gewesen, berichtet hierzu das Portal Kommunal.

Die Impfung von Mr. Wichtig und seiner Entourage sei deshalb möglich gewesen, weil die Stadt von der Kassenärztlichen Vereinigung sehr kurzfristig das Angebot bekommen habe, „für einen kleinen Anteil der übrig bleibenden Dosen zu impfende Personen entsprechend des Pandemieplans zu benennen“. Und da schnellte mutmaßlich das SPD-Fingerchen von Dahm in die Höhe.

Auf Facebook versucht Dahm aktuell die Corona-Wellen zu glätten und erklärt sich – wie nachfolgend nachzulesen – in episch langer Form. Um es kurz zu machen: Er hat sich rein gar nichts zu schulden kommen lassen. Er habe ja auch FFP2-Masken, als diese ebenfalls knapp waren, vorrangig bekommen. Er habe – ganz im SPD-Sprech – „niemandem etwas weggenommen“. Und im Merkel´schen Verständnis: Er kann jetzt auch nichts mehr ändern, er ist halt jetzt geimpft. Fehlen darf natürlich auch nicht die – in ihrer Sinnfreiheit kaum zu übertreffende – Ansage: Es wäre ein falsche Signal, die Impfung entgegen der verwaltungsinternen Priorisierung abzulehnen und „das Zeichen auszusenden, dass der Bürgermeister sich nicht impfen lassen will. Den Impfgegnern wollte ich nicht das Wort reden“. Ein wahrer Held!

Wen es interessiert, hier das Sozen-Geseiere in voller Länge:

Das weniger wichtige Corona-Volk erlaubt sich im Facebook-Kommentarbereich des Herrn Dahm trotzdem die eine oder andere Nachfrage:

„Nur mal so eine Frage : alle die , die Impfung des BM als Richtig empfinden … Was wäre wenn sich die Merkel so „vorgedrängelt“ hätte ? Hmmmm …..“

„Das war purer Egoismus der zeigt, dass Sie nicht reif für ein Amt sind. Es gibt keine Pläne kurzfristig andere Altenheime, Ärzte etc zu impfen? 21 Dosen für die Stadt und 7 für Rettungsdienste. Also sterben evtl 28 ältere Menschen, oder Menschen aus den Risiko-Gruppen. Ich hoffe, Sie und ihr Hofstaat kann damit leben. Es bleibt ja nicht bei diesen 28 Dosen. Jetzt müssen ja in 3 Wochen wieder 28 Dosen übrig bleiben. Ein guter Chef hätte einen Plan, Bedürftige kurzfristig zur Impfung einzuladen. Treten Sie zurück. Sie sind unfähig, Entscheidungen zu treffen für uns Menschen. Sie sehen sich als die wichtigste Person. Es sind noch nicht alle Minister geimpft, aber der wichtige Bürgermeister aus Hennef. Schämen Sie sich für ihren Egotrip!“

„einmal aufgelöst, ist die Lösung mehrere Stunden haltbar! Mit 31 ist der Bürgermeister sicherlich nicht der richtige Kandidat!“