Das fröhliche Reiten auf den Coronawellen

Foto: Corona-Hinweis (über dts Nachrichtenagentur)

Bonn – Jetzt, wo sich die Lage mal wieder etwas entspannt, muss alles dafür getan werden, den Lockdown so lange aufrecht zu erhalten, wie politisch sinnvoll. Und genau deshalb wird nun schon wieder von einer neuen Welle gefaselt:

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, hat eine dritte Corona-Infektionswelle selbst nach einem Impfen breiter Bevölkerungsteile nicht ausgeschlossen. Noch in diesem Jahr könnten in Deutschland alle Menschen geimpft sein, die das wollten, sagte Schuster der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“ (Freitagausgaben). „Aber wir sollten die Gefahr einer dritten Welle nicht unterschätzen. Selbst wenn wir sehr gut impfen, könnte daraus zu früh ein gewisser Leichtsinn entstehen.“ Das BBK habe in einer Risikoanalyse „mit der Möglichkeit einer echten dritten Welle und nicht nur einer verstärkten zweiten Welle gerechnet“. Es brauche also unabhängig vom Impferfolg weiterhin Disziplin und Vertrauen.

Weitgehend Normalität im öffentlichen Leben erwartet der BBK-Präsident nächstes Jahr. „Vorher sehe ich das nicht. Vielleicht ist es im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres geschafft, dass alle geimpft sind, die das wollen.“

Der BBK-Präsident warnte jedoch vor Panikmache im Zusammenhang mit Berichten über mögliche Corona-Triagen in Deutschland. „Es gibt entgegen manchen Medienberichten keine Triagen in einem deutschen Krankenhaus“, sagte Schuster den Zeitungen. Sein Amt mit Sitz in Bonn habe einen Überblick über die Lage in deutschen Krankenhäusern und bekomme „täglich den aktuellen Stand über die freien Kapazitäten an Intensivbetten und Beatmungsgeräten bundesweit“.

Schuster sagte: „Und ich versichere Ihnen: Es wird nicht triagiert. Und wenn wir die erweiterten AHA-Regeln beherzigen, wird das auch weiter nicht notwendig sein.“ Der BBK-Präsident sieht auch nicht die Gefahr einer Triage in Deutschland, also die bewusste medizinische Auswahl von Patienten, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden während andere Patienten unversorgt blieben. Auf die Frage, ob er eine solche Lage befürchte, sagte Schuster: „Definitiv nein. Wir sollten alles im Kampf gegen die Pandemie tun, nur eines nicht: kopflos werden.“

Es stellt sich also immer mehr heraus, dass Corona nicht viel gefährlicher ist als eine ganz normale Grippe. Dennoch gibt es die Menschenrechte nur noch in Papierform. Weil es den Mächtigen so gefällt und weil die Ohnmächtigen es zulassen. (Mit Material von dts)