Aerosole im öffentlichen Nahverkehr: Wird uns bald der Mund zugenäht?

Foto: Mann mit Schutzmaske in einer U-Bahn (über dts Nachrichtenagentur)

Als soziales Wesen ist der Mensch darauf angewiesen, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Am einfachsten geht das, wenn man mit einander redet. Deshalb gibt es auch so was wie Sprachen, Wörter und Sätze.

In letzter Zeit tippt man dabei aber lieber mit den Fingern auf kleinen Tasten herum. Ist zwar nicht so elegant und fantasievoll, aber in der Not funktioniert auch das.Die Pandemie-Profiteure und durchgeknallten Politiker, die rote Morgenluft wittern, wollen uns nun das alles verbieten. Doch noch gibt es zaghaften Widerstand gegen diese Art der Folter:

Die kommunalen Spitzenverbände haben sich gegen Überlegungen ausgesprochen, Fahrgästen in Bussen und Bahnen während der Corona-Pandemie das Telefonieren oder sogar das Reden mit Sitznachbarn zu verbieten, um die Verbreitung von Aerosolen einzuschränken. „Dass Fahrgäste teilweise während der Fahrt über ihr Smartphone Musik hören oder gelegentlich auch telefonieren, stellt aus unserer Sicht bei Einhaltung der Maskenpflicht keine besonders große Gefahr dar“, sagte der Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Ein gelegentlicher Austausch, zum Beispiel wenn Freunde gemeinsam in der Bahn sitzen, ist kein Vorgang, den man in diesen ohnehin schweren Zeiten auch noch verbieten sollte“, so Landsberg.

Zudem sei die Durchsetzung eines „Schweigegelübdes“ im Nahverkehr realistisch weder umsetzbar noch kontrollierbar. „Hier gilt wie bei allen Maßnahmen: Erfolgreich werden sie nur sein, wenn die Menschen sie einsehen und akzeptieren“, sagte er. Auch der Deutsche Städtetag lehnt die Empfehlung ab, bei Fahrten mit Bus und Bahn zu schweigen.

Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte dem RND: „Ich halte es für lebensfremd, wenn Menschen in Bussen und Bahnen schweigen sollen.“ Die Maskenpflicht im ÖPNV sei wichtig und helfe, vor Corona zu schützen. „Das heißt natürlich, dass beim Sprechen und Telefonieren die Maske nicht abgenommen wird, wie man es gelegentlich sieht. Dabei sollten wir es aber dann auch bewenden lassen.“ Der Schutz vor Infektionen werde durch das Tragen von medizinischen Masken im ÖPNV und in Geschäften gerade verbessert. „Sich mit Maske zu unterhalten, ist dann völlig in Ordnung.“

Mag sein, aber dann werden sie uns in einem halben Jahr wieder sagen: Sorry, die Masken bringen doch nichts. Alles schon erlebt.

Auch der Fahrgastverband „Pro Bahn“ bewertet die Idee kritisch. „Man kann Fahrgästen das Wort nicht verbieten“, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann dem RND. „Entschuldigung, dürfte ich bitte durch – dieser Satz muss doch erlaubt sein“, so Naumann. Fahrgäste müssten auch die Möglichkeit haben, nach der Uhrzeit oder dem nächsten Anschlusszug zu fragen. „Viel problematischer als das Reden durch eine Maske sind überfüllte Waggons, weil andere Züge ausfallen“, fügte der Fahrgastvertreter hinzu. Der Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft, Ingo Wortmann, hatte sich im Deutschlandfunk für die Dauer der Pandemie für eine Schweigegebot im ÖPNV nach spanischem Vorbild ausgesprochen. Wortmann, der auch Vorsitzender des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen ist, sagte, dass auch ein Telefonierverbot ein wenig dabei helfen könne, die Ausbreitung infektiöser Aerosole zu begrenzen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft will ihre Fahrgäste nun mit Aufklebern bitten, möglichst nicht zu reden. Auch auf der Balearen-Insel Mallorca sind Fahrgäste in Bussen und Bahnen aufgerufen, entweder gar nichts zu sagen oder sich nur leise zu unterhalten.

Dem Merkel-Regime geht es um etwas ganz anderes: Sie wollen verhindern, dass die Pandemie-Opfer sich austauschen, denn das könnte zu gemeinsamen Protesten führen. So einfach ist das.

Und hier die „passenden“ Fakten zu diesem neuerlichen Wahnsinn:

Die Zahlen bewegen sich weiter im die richtige Richtung: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen 16.417 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 12,1 Prozent oder 2.261 Fälle weniger als am Samstagmorgen vor einer Woche, als 18.678 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Insgesamt geht das Institut derzeit von rund 275.800 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 40.000 weniger als vor einer Woche.

Die Dunkelziffer ist unbekannt, nach Meinung unterschiedlicher Experten könnte sie doppelt oder bis zu sieben Mal so hoch sein. Außerdem meldete das RKI nun 879 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 5.547 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 792 Todesfällen pro Tag.

Am Vortag lag dieser Wert bei durchschnittlich 807 Corona-Toten innerhalb der letzten sieben Tage. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Samstagmorgen 4.754 Covid-19-Patienten intensiv behandelt. Am Freitagmittag waren es 4.768. Mit einer kurzen Unterbrechung sinkt dieser Wert nunmehr seit fast drei Wochen kontinuierlich.

(Mit Material von dts)