Lieferschwierigkeiten auch bei Astrazeneca, doch Spahn sorgt sich nicht

Foto: Corona-Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Der Sommer könnte tatsächlich ins Wasser fallen: Nach Pfizer hat angeblich auch der Hersteller Astrazeneca Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff gegen das Coronavirus.

Die „Bild“ schreibt in ihrer Samstagausgabe unter Berufung auf „mit den Vorgängen vertraute Personen“, das Unternehmen habe die EU-Kommission informiert, dass man nach der für Ende Januar erwarteten Zulassung für die EU deutlich weniger liefern könne als zunächst geplant. Ein Grund sei, dass der Impfstoff nach den Mutationen in einigen Ländern daraufhin angepasst werden müsse.

Bereits auf Halde produzierte Impfstoffmengen könnten deshalb womöglich nicht ausgeliefert werden, schreibt die Zeitung weiter, ebenfalls „unter Berufung auf Aussagen von Insidern“. Zudem seien die Auswirkungen auf die Produktion nach einem Brand in einem Firmenwerk in Indien noch nicht klar.

Es wird weitere Mutationen geben, das liegt in der Natur eines jeden Virus. Die ganze Impferei ist also für die Katz.

Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hängt sich weiterhin aus dem Fenster raus und verspricht, dass trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers AstraZeneca schon im Februar maßgebliche Mengen dieses Impfstoffs verimpft werden können. Man werde „in einer Woche die Zulassung von AstraZeneca haben“ und es werde „dann auch im Februar Lieferungen geben von AstraZeneca und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu wenn wir AstraZeneca nicht hätten“, sagte er am Freitag den ARD-Tagesthemen. Das Impfangebot werde „Zug um Zug, Tag um Tag, Woche um Woche verlässlicher und besser“, da sei er „weiterhin optimistisch“.

Gleichzeitig stecke man jetzt in einer Phase, die „nochmal besonders schwer ist“, fügte der Minister hinzu. Angesprochen auf die besonders ansteckenden Mutationen sagte der CDU-Politiker, diese zeigten, dass „dieses Virus sehr trickreich ist, sehr dynamisch ist“. Neue Erkenntnisse aus Großbritannien, wonach die Mutation auch tödlicher sein könnte, werde man nun „auswerten und schauen, welche Schlüsse wir daraus ziehen“.

Grundsätzlich gelte aber: „Wir müssen es diesem Virus, auch dem mutierten Virus, so schwer wie möglich machen, sich zu verbreiten.“

Ein trickreiches Virus. Das ist ungefähr so, als ob man den lieben Gott mit weißem Bart zeichnen würde.

Die Politiker haben offensichtlich den Verstand verloren oder bei denen hat eine ganz besondere Mutation des Virus angedockt. (Mit Material von dts)