Wo Reiseverbote keine Rolle spielen: „Ocean Viking“-Fluchthelfer nehmen 374 Afrikaner auf

Flüchtlinge mit Reiseziel Deutschland (Foto:Von AlejandroCarnicero/shutterstock)

Kaum sind die Temperaturen wieder etwas milder und der Seegang ruhiger, nimmt das Schlepper-Unwesen wieder Fahrt auf: Die Menschenfischer der „Seenotrettung“ an Bord der „Ocean Viking“ machten wieder satt Beute – und nahmen 374 Migranten auf, die jetzt einen „sicheren Hafen“ suchen. Und dank zahlloser deutscher Kommunen, die zwar hoffnungslos überschuldet und durch die Auswirkungen der Pandemie zusätzlich gebeutelt sind, finden sich sicher dankbare Abnehmer – sobald Italien und Malta weichgeklopft sind und sich dem nächsten moralischen Erpressungsversuch beugen.

Wieder einmal wird das Seerecht überstrapaziert: „Mit 374 Überlebenden an Bord und einer zunehmend schlechten Wetterlage müssen wir die geretteten Menschen so schnell wie möglich an dem nächstgelegenen sicheren Hafen von Bord bringen, wie es das Seerecht vorschreibt„, zitiert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Verena Papke, die Geschäftsführerin von SOS Méditerranée Deutschland.

Denn, logisch: „Ein sicherer Hafen kann nur ein europäischer sein!“ Bei der aktuellen Menschenfracht handelt es sich übrigens um Geflüchtete aus eher exotischen Herkunftsländern: Vor allem aus Guinea, Mali, Kamerun, die Elfenbeinküste, Sudan und Sierra Leone stammen die überwiegend männlichen „Geretteten“. Ihre Reise begann an der nordlibyschen Küste.

Überwiegend zentralafrikanische Migranten

Es ist immer dasselbe Spiel: Noch kann die „Ocean Viking“ nirgendwo anlanden, die Betreiberorganisation SOS Méditerranée „bittet“ Italien und Malta zur Aufnahme und wird hierzu verstärkt ihre politischen Lobbyisten in Stellung bringen – und am Ende landen dann die planmäßig aufgefischten Afrikaner am Sehnsuchtsort, in den meisten Fällen also Deutschland. Dafür haben die meisten von ihnen ihren Schleppern reichlich Geld bezahlt, zu deren nützlichen Erfüllungsgehilfen sich die Seenot-NGO’s bereitwillig auch im Corona-Jahr 2 machen.

Und während die Deutschen arbeitslos, pleite und depressiv in ihrem heillos überschuldeten Land festsitzen, nicht reisen und mancherorts nicht einmal vor die Haustür dürfen, gilt für afrikanische Mittelmeer-Migranten anscheinend der 15.000-Kilometer-Radius, der auch an Corona-bedingt geschlossenen Grenzen nicht haltmacht. Die Lockdown-Politik der Bundesregierung stellt wenigstens sicher, dass immer mehr Einheimische aus demselben Sozialhaushalt alimentiert werden müssen wie die hergeschipperten Migranten. Wir sind pleite, aber wir haben Platz. (DM)