Unsere mutigen Nachbarn: Polen und Tschechen lehnen sich gegen den Lockdown-Irrsinn auf

Die polnische Variante von „Wir machen auf“ findet in Polen massiven Zuspruch. Fitnessstudios und Restaurants widersetzen sich dem Corona-Maßnahmen-Terror ihrer Regierung. Auch in Tschechien stemmen sich immer mehr Wirte gegen die mehr als fragwürdigen Corona-Bestimmungen und öffnen ihre Kneipen und Restaurants. In Deutschland indes war der angekündigte Protest ein kurzes Aufflammen. Die Merkel-Administration im Schulterschluss mit den Mainstreammedien schafften es einmal mehr, den Protest im Keim zu ersticken. 

In Tschechien haben Wochenende landesweit hunderte Kneipen und Restaurants aus Protest gegen die Lockdown-Bestimmungen der Regierung geöffnet. Die Besitzer folgten einem Aufruf der Bewegung „Hund ist tot“ (Chcipl pes), deren Name eine Verballhornung der amtlichen Corona-Anweisungen ist. „Chcipl pes“ machte bereits mehrfach von sich reden. So etwa mit einer kilometerlangen Schlange von Biergläsern in der Altstadt von Prag aufgestellt wurden.

Inzwischen verstehe sich die Organisation als politische Bewegung und stelle die Räumlichkeiten in ihren Kneipen für Debattierstunden zur Verfügung, berichten hierzu die Stuttgarter Nachrichten. Der Vorteil dieses neuen Verständnisses liege darin, dass die Anhänger der Bewegung sich „ebenso wie unsere Politiker in der Kantine des Parlaments“ treffen könnten, so ein Gründern von Chcipl pes. Offensichtlich gebaren sich Polens verantwortliche Politiker ebenso schamlos, wie die Polit-Elite in Merkels Corona-Deutschland, für die andere Regeln gelten.

„Wir sind seit langer Zeit enttäuscht von der Regierung“, so einer der Aktivisten der Bewegung. Die Regierung habe „den falschen Weg“ eingeschlagen. Die Minister sollten darüber nachdenken, ob sie ihre Posten aufgeben, so Jiri Janecek von der Maly-Janek-Brauerei und Mitbegründer der Bewegung „Hund ist tot“, die in den vergangenen Wochen massiv an Zulauf gewann.

In Tschechien sind seit Oktober – wie in Deutschland auch – Restaurants, Kneipen, Kinos, Theater, Zoos, Sporthallen und die meisten Geschäfte geschlossen. Nur um die Weihnachtstage gab es leichte Lockerungen.

In Polen hat eine „Wir machen auf“-Kampagne zunehmend Erfolg

Auch in Polen wollen Gastwirte, Hoteliers und Fitnessstudios nicht mehr widerstandslos die erst verlängerten Corona-Beschränkungen hinnehmen und öffnen wieder ihre Betriebe. In der Region Tatra, einer polnischen Bergregion, regt sich massiver Protest. Mehrere hundert Unternehmer dort wollen den angeordneten Schließungen nicht mehr folgen und wieder aufmachen. Ihre Bewegung nennt sich „OtwieramMY“ („Wir öffnen“). Ihr Sprecher, Sebastian Piton sieht darin die „letzte Chance“, um gegen die Regierungspolitik vorzugehen. Er wolle den „Wahnsinn“ stoppen, „der die Mittelschicht, kleine und mittlere Unternehmen zerstört“. Ein weiterer Initiator der Bewegung macht klar: „Die Leute müssen irgendwie funktionieren, Raten und Mieten zahlen. Und die Einschränkungen sind illegal. Ich bin froh, dass die Menschen endlich zur Vernunft gekommen sind. Dies ist eine Maschine, die nichts aufhalten kann“.

In Warschau hat das „Burrito and Burger“-Restaurant, die „PiwPaw Parkingowa“-Bar oder die Pizzeria „Molto Bene“ wieder eröffnet, obwohl die Corona-Maßnahmen bis 31. Januar gelten.

Anders als in Merkel-Deutschland erhält der bürgerliche Widerstand juristischen Rückenwind: Das Verwaltungsgericht Oppeln gab einem Friseur recht, der während des ersten Lockdowns keine Maske bei der Arbeit trug und unerlaubt Kunden empfing – ein verhängtes Bußgeld wurde vom Gericht annulliert. Die Richter berufen sich dabei darauf, dass die Regierung nicht den Katastrophenfall ausgerufen habe, weswegen solche weitreichenden Einschränkungen der Bürgerrechte nicht verfassungsgemäß seien, berichtet hierzu die Welt. Sie seien einzig durch eine Regierungsverordnung eingeführt, ohne Gesetzesbeschluss des Parlaments. Aus Sicht des Gerichts reiche das ebenfalls nicht aus. Das gibt vielen Unternehmern Hoffnung: Sie wollen es auf mögliche Bußgelder ankommen lassen und gegebenenfalls dagegen klagen.

In Deutschland sind die Lockdown-Maßnahmen dagegen vom durchgepeitschen Infektionsschutzgesetz „gedeckt“.

„Wir machen doch nicht auf“

Im Gegensatz zu den polnischen und tschechischen Nachbarn war der Protest unter dem Hashtag „Wir machen auf“ – ursprünglich geplant für den 11. Januar ein mageres Strohfeuer. Obwohl zehntausende von zwei Lockdowns plus Verlängerung an den Rand des Ruins getriebene Selbstständige der Gruppe beigetreten waren, schaffte es die Merkel-Regierung samt angeschlossener Systemmedien, den Protest im Keim zu ersticken. Einige Gratis-Mutige kündigten an, ihre Geschäfte aufsperren zu wollen, zelebrierten dann jedoch ebenso medienwirksam einen Rückzieher, weil ihnen angeblich der Applaus von „rechts“ unangenehm gewesen sei. (SB)