Selten so gelacht: CSU-Generalsekretär fordert Rücktritt von „Candy Crash“-Ramelow

Foto: Bodo Ramelow (über dts Nachrichtenagentur)

München/Erfurt – Man weiß ja Gott sei Dank nicht, mit was und mit wem Politiker so alles herumspielen, wenn sie sich zu irgendwelchen Konferenzen treffen, in der Digitalisierung unserer Gesellschaft ist dabei natürlich noch viel mehr möglich, als wenn man sich tatsächlich in realer Umgebung trifft. Jetzt hat es einen linksradikalen Schnösel erwischt und die Konkurrenz wittert Morgenluft:

CSU-Generalsekretär Markus Blume schlägt Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) vor, angesichts seiner Handy-Spielerei bei den Corona-Gipfeln zwischen Bund und Ländern sein Amt niederzulegen. „Wenn er uns damit sagen will, dass er amtsmüde ist, dann soll er einfach zurücktreten, dann hat er viel Zeit zum Spielen“, sagte Blume der „Bild“ (Dienstagausgabe). „Es gibt einen Weg, dass man noch mehr Zeit mit Handyspielen verbringen kann, das ist: sein Amt niederlegen.“

Ramelow hatte bei der Livediskussion in einer Audiochat-App zugegeben, während der Schaltkonferenzen mit der Kanzlerin und den anderen Ministerpräsidenten das Handyspiel „Candy Crush“ zu spielen. Es handelt sich um ein Puzzle-Computerspiel, das wegen seiner grell-bunten Farben und einfachen Graphik auch bei Kindern und Kleinkindern beliebt ist, es hat eine USK-Altersfreigabe ab null Jahren. Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak äußerte Kritik.

Ramelow sei „offensichtlich nicht geeignet“, um an den Krisengipfeln von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder teilzunehmen, sagte Ziemiak der „Bild“. „Mir fehlen die Worte. Das ist völlig inakzeptabel“, sagte er.

Das Verhalten Ramelows führe zu mehr Misstrauen gegen Politiker. „Thüringen ist bei den Zahlen ganz oben und bei dem Niveau der Mitarbeit offenbar ganz unten, und das ist auch ein großer Skandal“, sagte Ziemiak.

Die CDU/CSU macht sich lächerlich. Es gibt auch Politiker, die bei solchen Treffen mit dem Leben der Bürger spielen und die werden nicht kritisiert. (Mit Material von dts)