532 Jahre alte mittelfränkischer Brauerei hat die Pest überstanden, aber nicht Söder

Ein echt uriger Witzbold, der Markus! (Foto:Imago/Minkoff)

Die mittelfränkische Brauerei Hauff hat vieles überstanden. Zwei Weltkriege, Napoleon, den Dreißigjährigen Krieg und die Pest. Doch nun macht ihr Markus Söder samt seinen fanatischen Anhängern den Garaus. Die Traditionsbrauerei muss nun nach 532 Jahren ihre Tore schließen. Ob Söder in Tateinheit mit Merkel stolz darauf ist, ein traditionelles Unternehmen nach dem anderen zu zerstören? Langsam scheint sich Widerstand gegen Söders wahnwitzige Corona-Politik zu regen.

Dass Markus Söders Heimat in Franken liegt, dafür kann Franken nichts. Dass Franken die Heimat des Bieres ist, dass dieses Region mit der höchsten Brauereidichte Europas aufwarten konnte und rund 300 Brauereien in Mittel-, Ober- und Unterfranken diese einzigartige Biervielfalt erschaffen haben, das ist den Familienunternehmen mit einer jahrhundertenlangen Tradition zu verdanken. Bis Markus Söder seinen Corona-Vernichtungsfeldzug startete.

„Ende März gehen bei Hauff-Bräu die Lichter aus“, berichtet ebenso empathielos wie unkritisch das Magazin nordbayern.de. Tucher Bräu, eine der größten Brauereien Nordbayerns, habe den Vertriebsvertrag mit der 1489 gegründeten mittelfränkischen Brauerei gekündigt. Mit dem seit über 255 Jahren in Familienbesitz betriebenen Unternehmen stirbt ein Stück Brauereivielfalt in Franken, bejammert der Lichtenauer SPD-Bürgermeister Markus Nehmer die Schließung, ohne auch nur ein Wort über die Hauptverantwortlichen für dieses Drama zu benennen.

Der Sprecher der Großbrauerei Tucher gibt die Schuld der „Corona-Krise“ per se. „Seit Monaten gibt es keine Festveranstaltungen mehr, die Wirte mussten erneut zusperren – ohne Öffnungsperspektive – und damit fließt auch so gut wie kein Hauff-Bier mehr. Ein Großteil der Umsätze brach weg – ohne Aussicht auf Besserung.“ Aufgrund der wirtschaftlichen Situation in der Corona-Krise sind aber keine Mittel für dringende Investitionen vorhanden, so der Tucher-Sprecher.

Thorsten Brückner, Autor bei der Jungen Freiheit, wird indes deutlich und schreibt auf Twitter:

Und nicht nur Stephan Protschka (MdB), agrarpolitischer Sprecher der AfD Fraktion sowie Bezirksvorsitzender in Niederbayern fragt sich:

Corona-Knall in Bayern?

Von Söders wahnsinnigen Corona-Politik scheinen nun auch die eigenen Parteimitglieder genug zu haben. Heftige Kritik bis hin zu offenem Widerstand gegen Söders irrwitzige „Pandemie-Politik“, bei der es weniger um das Wohl der bayerischen Bürger geht, sondern um sein persönliches Ziel „Kanzlersessel“, formiert sich laut dem Münchner Merkur im Landkreis Erding.

Der stellvertretende Landrat und Bezirksrat Franz Hofstetter fragt in der Facebookgruppe „Corona-Virus Landkreis Erding“, die das Landratsamt betreibt: „Die Öffnung (der Schulen und Kitas, Anmerkung der Redaktion) ist längst überfällig. Wie kann unser Ministerpräsident unsere Kinder so verachten?“ Auch die Landesvorsitzende der Frauen Union, Ulrike Scharf, hat sich vom Hardcore-Kurs Söders offen distanziert und fordert die rasche Wiederöffnung von Schulen und Kitas. Zudem hätte es in letzter Zeit einige Parteiaustritte gegeben, die als Grund explizit den Corona-Maßnahmen-Wahnsinn des Möchte-gern-Kanzlers Söder angeführt haben. Die Junge Union beklagt, dass Söder gänzlich alleine entscheide und keinerlei Rat von der Basis annehme.

Martin Bayerstorfer, Landrat und CSU-Kreisvorsitzender, vertritt seit Wochen bereits eine Anti-Söder-Position. Im Herbst hob Bayerstorfer zunächst die Maskenpflicht an Grundschulen auf. Seine Begründung: Es sei kaum ein Infektionsgeschehen unter Kindern nachweisbar. Nach den Weihnachtsferien sprach sich der CSU-Mann für Wechselunterrichts statt Homeschooling aus.

Wie in Söder mit Kritikern umspringt oder von seinen Getreuen behandeln lässt, dass musste Anfang November des vergangenen Jahres sowohl Dr. Friedrich Pürner, ehemaliger  Leiter eines bayerischen Gesundheitsamtes, wie auch die oberste Hygienikerin des Passauer Klinikums, Frau Prof. Dr. Ines Kappstein, erfahren. Der Epidemiologe Pürner hatte die maßlose Corona-Politik von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert. Pürner er tat kund, dass er nichts von Masken an Grundschulen halte, da diese nicht wirksam seien, die Schutzwirkung sei „nicht nachgewiesen“. Ebenfalls kritisierte er die willkürlich festgelegten Inzidenzwerte. Daraufhin wurde Pürner binnen kurzer Zeit seines Postens enthoben und unter unzumutbaren Bedingungen einer neue Tätigkeit zugewiesen. Danach hatten sich über 100 bayerische Ärzte in einem Offenen Brief an die bayerische Staatsregierung gewand und die sofortige Rücknahme der Versetzung gefordert. Erfolg: Null. Kollegin Kappstein hatte es gewagt, sich in einem Fachartikel kritisch zu Maskenpflicht zu äußern. Ihr Arbeitgeber, das Klinikum Passau, trennte sich daraufhin mit einer mehr als dünnen Begründung von der Krankenhaushygienikerin. (SB)