„Putin-Palast“: Gute Zusammenarbeit zwischen Correctiv-„Faktenschindern“ und Nawalny

Steckt hinter dem Nawalny-Video über den „Putin-Palast“ das „Recherche-Zentrum“ Correctiv, das unter anderem von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie führenden deutschen Mainstream-Medien und der Open Society Foundation von George Soros unterstützt wird? Und steckt hinter den Pro-Nawalny Protesten in Russland die Moskauer US-Botschaft?

Nur zwei Tage nach der Rückkehr von Alexei Navalny nach Russland und seiner Verhaftung veröffentlichte sein Team ein Video mit dem Titel „Ein Palast für Putin“. Es geht um einen angeblich superteuren Geheimpalast, der im Besitz des russischen Präsidenten sein soll. Ein Königreich für mehr als eine Milliarde Euro, das keine Wünsche offen läßt, habe Putin sich erschaffen, behauptet der 44-Jährige „Oppositionelle“. „Ein neues Versailles, eine echte Zarenresidenz“, heißt es weiter.

In dem Video und der knapp 70 Seiten umfassende Recherche auf Russisch und Deutsch geht es auch um das Leben Putins als einfacher sowjetischer Offizier in Dresden, im Dienste des KGB. Schon damals soll Putin damit begonnen haben, sein Netzwerk in Politik, Geheimdienst und Wirtschaft zu spinnen. Das habe ihn an die Macht gebracht und halte ihn bis heute dort. Für den in deutschen Kreisen als „Putin-Kritiker“ bejubelten russischen Rechtsanwalt und politischen Blogger ist sein Präsident nicht weniger als der „korrupteste Herrscher in der Geschichte Russlands“.

Das Machwerk in seiner ganzen Schönheit soll in Zusammenarbeit mit den Correctiv-„Faktenschindern“ entstanden sein, berichtet die Sächsische Zeitung. Neben der Inhaftierung Nawalnys sei das Video ebenfalls einer der Auslöser der Massendemonstrationen am vergangenen Wochenende gewesen.

Man recherchiere „seit längerer Zeit unter anderem über die frühen Jahre Putins in Dresden und das System Putin.“ Da habe es nahegelegen, mit Nawalny zusammenzuarbeiten, den er gut kenne, bestätigt auf SZ-Nachfrage der Correctiv-Gründer David Schraven. Geld sei aber seitens Nawalny nicht geflossen, betont der 51-jährige Journalist.

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Die Correctiv-„Faktenschinder“, die auch immer wieder versuchen, jouwatch per schlechter Recherche-Arbeit zu diskreditieren und in die Knie zu zwingen, werden laut Free West Media unter anderem von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie führenden deutschen Mainstream-Medien und der Open Society Foundation von George Soros unterstützt.

In Russland habe George Soros mit seiner OSF ein ganzes Netzwerk linker NGOs unterstützt, bis sie 2015 verboten wurden. Laut Enthüllungen von SorosLeaks arbeitet Nawalny, der in westlichen Medien als „Oppositionsführer“ umworben wird, seit 2011 mit der OSF zusammen, um „Akteure und Allianzen der Zivilgesellschaft zusammenzubringen“. Das gehe aus einem durchgesickerten OSF-Dokument hervor, berichtet Free West Media.

Nawalny arbeite eng mit dem im Exil lebenden russischen Oligarchen Michail Chodorkovsky zusammen, der seit mindestens 2003 mit Soros befreundet sei und seine „Open Russia Foundation“ nach dem Vorbild des Soros-Netzwerks aufgebaut habe. Von London aus betreibt Chordorkovsky das Dossier Center „Investigative Portal“, die einzige Quelle für die Spiegel-Titelgeschichte „Putins Puppen“ über die angeblichen Kreml-Verbindungen der AfD. Sowohl der öffentlich-rechtliche Sender ARD als auch der Spiegel veröffentlichten in Zusammenarbeit mit den Soros-Medienlobbyisten Bellingcat und dem voreingenommenen Dossier Center die „Forschungsergebnisse“ aus Russland.

Ruft die US-Botschaft indirekt zu Protesten auf?

Weiterhin stellt Free West Media die Frage, ob die US-Botschaft in Moskau die Russen ermutigt habe, an von der Regierung verbotenen Pro-Nawalny-Protesten teilzunehmen.  Dies sei laut dem russischen Außenministerium tatsächlich der Fall.

Am Samstag, dem 23. Januar, habe das russische Außenministerium eine „schamlose Einmischung“ festgestellt, berichtete die französische Website 20 minutes. Auf ihrer Botschaftsseite hatten die Amerikaner Zeiten und Orte der in mehreren Städten geplanten Demonstrationen veröffentlicht – offenbar unter dem Vorwand, ihre Staatsbürger vor ihnen zu warnen.

„Worum ging es, Einfluss zu nehmen oder Anweisungen zu geben?“, fragte die Sprecherin des Außenministeriums Maria Zakharova auf Facebook. Die Veröffentlichung sei eindeutig dazu gedacht gewesen, Demonstranten zu ermuntern, glaubt sie, und fordert von den amerikanischen Kollegen eine Erklärung. Seitens der US-Botschaft herrsche zu den Anschuldigungen Schweigen, so Free West Media.

Trotz fehlender Genehmigungen und offener Warnungen der russischen Sicherheitsbehörden rufen die Nawalny-Unterstützer weiter zu Demonstrationen auf. Aus ihren Kreisen ist die Rede von „Hunderttausenden“, die sich landesweit für Nawalny auf den Straßen ins Zeug legen würden. Es habe mehr als 2500 Festnahmen gegeben.

Der inhaftierte „Kreml-Kritiker“ labt sich derweil am Erfolg seines mit den Correctiv-„Wahrheitsfindern“ fabrizierten Videos. Als ihm seine Anwältin bei ihrem vergangenen Besuch davon erzählt habe, daß „Putin-Palast“ bereits mehr als 44 Millionen mal aufgerufen worden sei, sei er überrascht und sehr glücklich darüber gewesen, so Olga Michajlowa in einem Interview.

Der russische Präsident Putin bestreitet derweil, daß der Palast ihm oder seinen engsten Verwandten gehöre. Den Namen des Besitzers werde man aber trotzdem nicht veröffentlichen: „Der Kreml hat kein Recht, die Namen dieser Eigentümer bekanntzugeben, und wir haben auch nicht vor, das zu tun, das ist einfach nicht korrekt“, so Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax. (MS)