Abgesang auf die Zukunft: Warum Corona nie enden wird

Vom Coronahype verfolgt (Foto: Von AarenGoldin/Shutterstock)

Ein Kommentar von Daniel Matissek

Der von mir hochgeschätzten Moderatorin Alina Merkau entfuhr es diese Woche im SAT1-Frühstücksfernsehen, nach einem Einspieler über unter Kita-Schließungen und Freundesentzug leidenden Kinder: „Boah, bin ich froh, wenn das alles bald vorbei ist„. Viele hört man dieser Tage so reden, mit zunehmender Fortdauer des Lockdowns und in einer Mischung aus enervierter Ungeduld und Hoffnung: Es dauert noch eine Weile, doch dann haben wir es überstanden.

Und manche glauben sogar daran, je mehr wir uns jetzt beschränkten, desto schneller wäre alles wieder beim Alten – ganz nach der paraphrasierten Sportpalast-Devise: Härtester Lockdown – kürzester Lockdown! Wollt Ihr den totalen Lockdown?

Sie alle haben nicht begriffen: Es wird kein Zurück mehr geben. Weder wird es irgendwann wieder so sein wie vor Corona, noch wird eine veränderte Zukunft uns die Freiheiten und Lebensqualitäten zurückbringen, die uns vor dieser Zäsur vertraut waren. Die erpresserische Verknüpfung gigantischer EU-Hilfspakete mit ökologische Investitionen und Transformationen gibt einen Hinweis, dass diese Pandemie direkt in den „Green Deal“ überleitet – und eine ganze Kaskade weiterer Zukunftsprogramme. Überleben dürfen (und werden) diese Krise neben den Finanzstärksten nur jene, die sich den ideologischen Diktaten der Zeit unterwerfen: woke, divers, quotengerecht, klimaneutral. Survival of the correctest.

Nur die Ideologiefesten überleben

Mit Verschwörungstheorien hat all das nichts im Geringsten zu tun, im Gegenteil: Die Realität ist längst paranoider als der spitzeste Aluhut. Wer an dieser Dystopie zweifelt, muss nur Klaus Schwabs Ausführungen zur Post-Corona-Welt lesen. Die Zukunft, die auf dem World Economy Forum von den „three witches“ Merkel, von der Leyen und Greta Thunberg in unterschiedlich schrillen Nuancen ganz unverblümt zu hören ist, ist eine radikal antidemokratische, global-zentralistische, elitistische und gesinnungstotalitäre. Die wohlklingenden Agendaparolen, mit denen eine Oligarchie supranationaler Machtzirkel eine neue Ära der Sklaverei einleitet, lauten „Vierte Industrielle Revolution“ und „Klimagerechtigkeit“; in Wahrheit lassen sie kein Stein aufeinander, um einen postpluralistischen Alptraum auferstehen zu lassen.

Corona ist hochwillkommenes Mittel zum Zweck. Der kontrollierte Zusammenbruch von Real- und Finanzwirtschaft eliminiert störende Hürden; Mittelstand und Privatwirtschaft werden ruiniert, übrig bleiben die „systemrelevanten“ Big Player: IT-Monopolisten und Staatskonzerne, die für eine Konzentration von Ressourcen, Daten und Produktionsmitteln in einem Ausmaß stehen, das selbst marktradikalste, manchester-kapitalistischen Auswüchse in den Schatten stellt. Und natürlich die Heerscharen kontrollier- und steuerbare Konsumenten, bei Laune gehalten von gleichgeschalteten (sozialen) Medien und aller individuellen Potentiale beraubt.

Deshalb wird es eben gerade nicht so sein, dass irgendwann „nach Corona“ – ob 2021, 2022 oder viel später –  das Konsumieren, das Reisen, das Feiern und der wirtschaftliche Aufschwung nachgeholt werden. Schon in diesem Gedanken des Nachholens steckt ja bereits wieder die Überzeugung, es wäre ab einem bestimmten Punkt wieder alles normal und ginge anschließend anschließend ergebnisoffen an den Wiederaufbau – so wie damals bei der „Stunde Null“ – und es würde dann einfach in die Hände gespuckt und losgelegt. Von wegen. Corona ist kein Sturm, der irgendwann abgezogen ist und dann scheint wieder die Sonne.

Irreversible Folgen

Diese Pandemie wird aus den genannten Gründen bereits heute schon, noch in progresso also, für derart viele politische und systemische Neujustierungen und verkappten Revolutionen von oben missbraucht, dass die Folgen gänzlich irreversibel sein werden. Hinzu kommen die zahllosen Konditionierungen und Verhaltensänderungen der Menschen – vor allem der fehlabgerichteten Kinder und Jugendlichen – von Maske über freiwillig befolgte Kontaktsperren und Dauerdistanz bis Hygienewahn. Diese Effekte sind bereits jetzt bedrohlich, und werden es von Monat zu Monat mehr. Was hier verbrochen wird, bekommen die Menschen niemals mehr aus den Köpfen.

Die einstige Unbefangenheit, sich nicht um menschliche Nähe oder auch mal dichtes Gedränge zu bekümmern – ob es nun in Discos, im Urlaub, auf Volksfesten oder beim Einkaufen sei -, oder auch die Fähigkeit, den Zwangsgedanken an Viren und überall lauernde Gesundheitsgefahren verdrängen zu können, um befreit zu leben (zB nicht in Hysterie zu verfallen wenn einmal jemand in Bus oder Büro niest): All dies ist auf lange Zeit verloren. Vor allem, weil diese Panik selbsterhaltend geworden ist: Nach Corona werden höchstwahrscheinlich immer weitere Viren und Pandemien folgen. Die großen politischen Umformer und Krisenprofiteure müssen dazu gar nichts aktiv tun; die bereits erfolgte Übersensibilisierung wird uns auch in Zukunft geradezu besessen danach Ausschau halten lassen.

Keine Heilung mehr

Und selbst wenn es einen „Tag X“ gäbe, an dem Corona plötzlich in all seinen „Mutanten“ – zumindest aus medizinischer Sicht –  verschwunden und überwunden wäre: Die öffentliche Verschuldung ist bereits jetzt so riesig, dass alle Produktivkräfte auf Jahrzehnte hinaus vom Staat geschröpft und ihre Erträge abgeschöpft werden. Ganz zu schweigen von politisch verordneten Mehrbelastungen durch CO2-Preis oder ideologiegetriebenen Gängelungen beim Auto (EU-Abgasnorm 7 lässt grüßen!), Konsum, Reisen und Wohnen und so fort.

Nein, ich glaube nicht, dass all in absehbarer Zeit noch einmal „heilen“ wird. Und zwar völlig gleich, ob es sich am Ende um einen verbrecherischen Coup von oben handelte – womit ich keine Weltverschwörung meine, sondern das planvolle Vorgehen im millionenfachen Konsens einer gleichtickenden globalen Elite -, oder ob Corona nur eiskalt instrumentalisiert wurde. Gewöhnt euch besser an den Zustand. Auch wenn Lokale und Geschäfte (bzw. das, was dann noch von ihnen übrig ist) wieder geöffnet haben: Verglichen mit „früher“ wird alles, was folgt, nichts anderes als ein endloser Lockdown sein.