Medien-Mainstream: Nur noch Wahnsinnige?

"Geschminkte Wahrheit" am Beispiel von ORF Starmoderator Armin Wolf - Foto: Imago

Wohin man auch schaut im Blätterwald: Zumindest im Medien-Mainstream scheinen nur noch Wahnsinnige zu schreiben, die glauben, sie hätten die Aufgabe, das Rad neu zu erfinden. Als gäbe es keine Geschichte und folglich nichts aus ihr zu lernen. Handelt es sich um das Resultat jahrzehntelanger, progressistischer „Bildungsreformen“? Eine allgemeinere Betrachtung.

von Max Erdinger

Was im Medien-Mainstream unter politischen Gesichtspunkten zu Corona, Mutation und staatlichen „Gegenmaßnahmen“ zu lesen ist, drängt einem sehr oft den Eindruck auf, die verantwortlichen Redakteure lebten in dem Bewußtsein, es habe keine Welt gegeben, bevor sie selbst das Licht derselben erblickten. Wundern müßte man sich nicht, wenn es so wäre. Angeblich soll es einen exorbitanten Prozentsatz unter den heutigen Dreißigjährigen geben, die nicht einmal mehr einen blassen Dunst davon haben, was die DDR genau gewesen ist. Wer das nicht weiß, steht natürlich den wohklingenden, dennoch extrem realitätswidrigen, weil utopistischen Phrasen von der Gleichheit und der internationalen Solidarität geistig unbewaffnet gegenüber. Er meint es halt gut. Genau dieses „Gutmeinen“ und das Tun in der Folge – die Geschichte beweist es dutzendfach – ist aber die Garantie für die Herbeiführung der zivilisatorischen Katastrophe. Soll keiner sagen, Sozialisten und Kommunisten hätten nicht ursprünglich die philanthropischsten Absichten gehabt. Geschaffen haben sie dann zuverlässig den Zivilisationsbruch. Jedes Mal. Ein aus kompletter Ignoranz geborenes, weiteres Mal, steht unmittelbar bevor.

Schier fassungslos liest der Geschichtsbewußte die folgende Einlassung des ORF:

Hygienepolitik – Macht und Ohnmacht im Pandemiestaat“ – unabhängig von den Umständen, unter denen der Staat eben der Staat ist, bleibt er immer das, was er ist: Der Staat. Zu Zeiten, als Apfelkorn, Apfelshampoo und überhaupt die Duftnote „Apfel“ groß in Mode gewesen sind, wäre auch niemand auf die Idee gekommen, vom „Apfelstaat“ zu reden. „Pandemiestaat“ – die Neunschwänzige, schnell! Zumal diese „Pandemie“ eine ist, die lediglich an einer Neudefinition des Begriffs hängt (WHO 2009). Dieselbe Erscheinung, die heute als „Pandemie“ bezeichnet wird, hätte vor zwanzig Jahren noch keinen Hund hinter dem Ofen hervorgelockt, geschweige denn irgendeinen Politiker dazu ermächtigt, sich aufzuführen wie Kaiser Nero im alten Rom. Diese „Pandemie“ ist, verglichen mit vergangenen Epidemien (z.B. Hongkong-Grippe 1969/1970), ein laues Lüftchen. Getan wird aber so, als stünde die Menschheit erstmals vor der Konfrontation mit Viren. Deshalb haben wir allerweil einen „Pandemiestaat“ – und, einhergehend mit demselben, eine Selbstermächtigung der politischen Klasse, in deren Angesicht sogar pensionierten Ex-Vorsitzenden des Bundesverfassungsgerichts speiübel wird. Zum ersten Mal erleben wir etwas ganz anderes: Daß das politische Marodantentum weit größere, sowohl materielle wie immaterielle Schäden hervorruft, als es die „Pandemie per Definition“ je vermocht hätte. Man muß sich aber nicht wundern angesichts der Verwüstung in linken Krachschädeln. Dort hausen neben dem „Pandemiestaat“ als einer von vielen (aus)denkbaren Linksvarianten von „Staat“ nämlich auch die „Gerechtigkeiten“ („Rassengerechtigkeit“ bei gleichzeitiger Negierung der Existenz von „Rasse“, „Geschlechtergerechtgkeit“, „soziale Gerechtigkeit“ usw.usf.), die „Freiheiten“ und die „Wahrheiten“. Nach jahrzehntelangen, progressistischen „Bildungsreformen“ ist die Masse inzwischen so weit, daß sie hinter der Pluralisierung von nicht Pluralisierungsfähigem wie „Gerechtigkeit“, „Wahrheit“ und „Freiheit“ die Agenda nicht mehr erkennen kann, der diese Pluralisierungen folgen. Es geht um die Deutungshoheit der Linken darüber, was die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Freiheit in bestimmten, konkreten Zusamenhängen jeweils sein sollen. Nicht generell, sondern jeweils! Sprache formt das Denken. Dämliche Sprache verformt das Denken. Franz Josef Strauß: „Der Kampf um die Sprache ist wesentlich für die geistige Selbstbehauptung.“ Sich widerstandslos die Sprache der heutigen Mainstream-Medien und der heutigen politischen Klasse bieten zu lassen, nur, weil kaum jemand die eminente Wichtigkeit von Sprache für das Denken realisiert, bedeutet, sich einem „Krieg gegen den eigenen Verstand“ auszusetzen, ohne überhaupt zu bemerken, daß dieser Krieg gegen einen geführt wird. Welches Wort gibt es dafür? – Infantilität? Dekadenz? Unterbelichtung?

Der ORF: „Dass eine Pandemie die Eingriffsmacht des Staates ausweitet wie in Zeiten fundamentalster Not, wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als Zumutung empfunden.“ – Zumutung? Still erträgt das dumme Schaf die Zumutung? Nein, das ist keine Zumutung, sondern ein veritabler Angriff! Daß man diesen Angriff dem Volk als bloße „Zumutung“ andienen zu dürfen glaubt, hängt mit der sehr realistischen Einschätzung dessen zusammen, wozu das vormalige Bildungsvolk inzwischen degeneriert ist. Wie macht das Schaf? – „Mäh!“ macht das Schaf. Und was ist der heutige „Volksvertreter“? – Ein Mähdrescher.

Der ORF weiter: „Wer die Proteste gegen die „Corona-Maßnahmen“ betrachtet, sei es auf der Straße, sei es in Foren in Sozialen Netzwerken, wird immer auf ein sehr uneinheitliches Bild stoßen, aber klare Stoßrichtungen gegen den Staat und seine „Systemmedien“ finden. Der Staat dürfe gerade zu viel, lautet der oft gehörte Vorwurf. Der „Hygienestaat“, wie er auch oft genannt wird, beruft sich seinerseits wiederum auf den Auftrag, Leben zu sichern – wofür ihm ja die Bürger den Auftrag gegeben hätten.“ – na, wer sagte es denn? Beim ORF kennt man neben dem eigenen „Pandemiestaat“, den man so nennen darf, den „Hygienestaat“, welchem ein gewisses „Gerüchlein“ anhängt, weil er nicht von einem selbst, sondern von Anderen so bezeichnet wird. Möglicherweise von solchen, die in den läßlichen „Zumutungen des Pandemiestaats“ einen superfiesen „Angriff des Hygienestaats“ erkennen. Und dann diese abgrundtiefe Verlogenheit vom Staat, dessen Aufgabe es sei, „Leben zu sichern“. Obwohl der diese vermeintliche Aufgabe evident sehr selektiv wahrnimmt. Genau derselbe Staat, der angeblich die Aufgabe hat, „Leben zu sichern“, gefällt sich mit seinen „liberalen Abtreibungsgesetzen“ darin, recht liberal Leben zu vernichten. Will der ORF behaupten, es sei Aufgabe des Staates, gleichermaßen „Leben zu sichern“ wie Leben zu vernichten? Der Staat: Herr über Leben und Tod, oder was? Garant von „Freiheiten“, „Gerechtigkeiten“ und „Wahrheiten“, oder wie? Im Übrigen hat der Staat nicht die Aufgabe übertragen bekomen, Leben zu sichern, sondern allenfalls die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß keiner einem anderen das Leben nimmt. Das bezieht sich auf Personen, nicht auf Viren. Das Leben als solches ist eines mit Viren.

Der Staat hat darüber hinaus die Verhältnismäßigkeit seiner Maßnahmen zu beachten. Angesichts einer Letalitätsrate von weniger als einem Prozent der Infizierten, einer sich im normalen Schwankungsbereich befindenden, allgemeinen Mortalitätsrate und einem Durchschnittsalter der an oder mit Covid Verstorbenen, welches exakt der statistischen Lebenserwartung in „pandemie“-freien Zeiten entspricht, sprechen die staatlichen „Lebensschutzmaßnahmen“ jeder Verhältnismäßigkeit Hohn!

Aus der Geschichte lernen

Den Staat gibt es durchaus auch als einen sogenannten Unrechtsstaat. Gerade, wer vom „Pandemiestaat“ und vom „Hygienestaat“ spricht, kann nicht einfach den „Unrechtsstaat“ auslassen. Im Unrechtsstaat gibt es Gesetze, Verordnungen und Gerichte genauso wie in jedem Staat. Staat ist immer Staat. So, wie sich der als existent unterstellte „Pandemiestaat“ aufführt, wäre er ein klassischer Unrechtsstaat. Selbst unterstellt, er würde im Augenblick „Leben sichern“, wäre das äußerst ungenau. Er sichert nämlich kein Leben, sondern allenfalls ein rein physisches Überleben, ein Dahinvegetieren im Käfig mehr, bis zum garantierten Tod aus irgendwelchen anderen Sekundärgründen, deren gemeinsamer Urgrund das Leben an sich ist. Jede Geburt führt zwangsläufig zum Tod. Was der Staat im Augenblick tut, ist Leben zu verhindern, um einem ohnehin hoffnungslosen Unterfangen zu dienen: Eine lebensfeindliche Käfighaltung der „die Menschen“ bis zu ihrem ohnehin unvermeidlichen Tod. Und das ist noch die für den Staat günstigste Unterstellung. Es gäbe nämlich auch die, daß er das alles unter Mißachtung jeder Verhältnismäßigkeit tut, weil die „Pandemie“ sowieso lediglich per definitionem als eine solche zu gelten hat, nicht der eigentlichen Sache nach, und daß es sich deshalb weniger um eine Viren- als um eine Einbildungs-„pandemie“ handelt, die sich wegen ihrer tatsächlichen, relativen Ungefährlichkeit bestens als Instrument eignet, eine gänzlich andere Agenda zu verfolgen, als ausgerechnet die von der „Sicherung des Lebens“.

Wie hieß noch einmal das von Prof. Schwab verfasste Machwerk, erschienen im Juli 2020? – „Covid 19: The Great Reset“. Wie meinte die Kanzlerin noch einmal beim Weltwirtschaftsgipfel im vergangenen Jahr (sinngemäß)? – „In den kommenden 30 Jahren werden wir unsere gesamte Art zu leben verlassen.“ Von wem hätte sie ein Mandat für eine solche Ankündigung erhalten? Vom Wähler? – Wohl kaum. Wenn überhaupt, dann hätte sie das Mandat dafür von einem Virus erhalten, der als „Pandemie“ lediglich in der Vorstellung der Massen existiert, in die Hirne hinein verpflanzt von Medien, die längst keine „vierte Gewalt“ mehr darstellen, in einem „Pandemiestaat“, in dem sich aus den Reihen von Merkels eigenen Parteifreunden sowohl der Chef des Verfassungsschutzes als auch der Vorsitzende Richter des Bundesverfassungsgerichts rekrutieren, während sie selbst wie eine gläubige Marionette an den Lippen diverser „Weltphilanthropen“ hängt und – typisch „Meinmädchenkohl“ – das exekutiert, was ihr von diesen Leuten in den schönsten „Farben der globalen Menschlichkeit“ als erstrebenswert angedient wird.

Dabei ist es in diesem Zusammenhang egal, ob man Angela Merkel ins Visier nimmt oder Sebastian Kurz. „Their master´s voice“ ist ein- und dieselbe. Deshalb ist auch der Pandemieschnack von ORF und ARD ein- und derselbe. Es geht um die Erschaffung einer globalen Schafsherde.  Daß das wiederum „unbemerkt“ geblieben ist bisher, hängt mit der Vermischung von Lüge und Wahrheit zur je individuellen Meinung im Rahmen der „Meinungsfreiheit“ zusammen. Dieselbe Schafsherde, die an die Existenz eines „Pandemiestaats“ und an die Existenz einer Vielzahl von Gerechtigkeiten, Wahrheiten und Freiheiten glaubt, glaubt nämlich auch, daß sich die Welt um ihre je eigene Meinung drehe, mithin also um die Vielzahl ihrer Schafsnasenspitzen.

„Aus der Geschichte lernen“ – wenn es nicht so todtraurig wäre, müsste man angesichts jenes „aus der Geschichte lernen“ in schallendes Hohngelächter ausbrechen. Es scheint leider die absolute Lernresistenz zu sein, die eine maßgebliche Konstante der Menscheitsgeschichte darstellt. Es ist niederschmetternd.

Ceterum censeo: „Epstein didn´t kill himself“ – und der gewählte US-Präsident heißt Donald Trump.