Bosnien-Herzegowina: 10.000 Menschen aus Pakistan, Afghanistan, Irak, Syrien oder Bangladesch wollen in die EU

Dörfer und Städte im Kanton Una-Sana im Nordwesten von Bosnien-Herzegowina – wie etwa Bihać oder Velika Kladuša, die unmittelbar an der Grenze zu Kroatien und damit zur EU liegen – sind seit Jahren mit anhaltendem Zustrom von Migranten konfrontiert. Rund 10.000 Menschen aus Ländern wie Pakistan, Afghanistan, Irak, Syrien oder Bangladesch sollen derzeit in dem kleinen Westbalkan-Staat leben. Fast 3.000 außerhalb der offiziellen Migrantenlager. Die große Mehrheit davon im Nordwesten des Landes. Nach Kroatien und damit in die EU kommen sie nicht durch. Die Grenze wird streng bewacht. Wegen des tiefen Schnees in den umliegenden Bergen gelangen sie derzeit auch nicht über die natürliche Grenze.
Die Krise ist in den vergangenen Wochen eskaliert, als Migranten ihr Camp „Lipa“ nahe Bihać selbst anzündeten, um ihre Weiterreise in die EU zu erzwingen.

(Quelle)