Pandemie-Chaos: Europa revoltiert, nur die Deutschen folgen brav ihrer Führerin

Symbolfoto: Von Gorb Andrii/Shutterstock

EU-Kommissarin und Merkel-Vertraute Van der Leyen stellt einmal mehr ihr Nichtskönnen unter Beweis und in vielen europäischen Ländern werden die Bürger angesichts des EU-Impfversagens immer wütender. Ausschreitungen und Proteste bahnen sich nicht nur in den Niederlanden ihren Weg – in Kopenhagen brennt sogar das Bildnis der sozialdemokratischen Premierministerin Mette Frederiksen. Auch in Polen und Lettland haben die Menschen die Nase voll und fordern ihr normales Leben zurück. Nur die Deutschen verharren angsterstarrt in ihrem Lockdown und folgen unterwürfig ihrer Führerin.

Hier eine Übersicht, was in den anderen Ländern zur Zeit los ist und warum die EU mal wieder als Totalversager dasteht.

Unruhe in Polen

In Polen zeigen sich die Bürger selbstbestimmt und kreativ: Bereits 20.000 Geschäfte wurden wiedereröffnet. Einige Fitnessstudios ließen sich sogar als Kirchen registrieren, um die Türen wieder aufmachen zu können. Nur 1,1 Millionen von 38 Millionen Einwohnern sind laut MailOnline bisher in den „Genuss“ einer Impfung gekommen, die als Voraussetzung für die Rückkehr ins normale Leben gilt. Lange Warteschlangen vor medizinischen Zentren führten zu Demonstrationen. In Warschau protestierten Senioren vor dem Regierungssitz des anwesenden Premierministers Mateusz Morawiecki.

Bilderverbrennung in Dänemark

In Kopenhagen brennt das Bildnis der Sozialdemokratin und Premierministerin  Mette Frederiksen – samt einem Schild mit der Aufschrift „Sie muss getötet werden“. Nur drei Prozent der Bevölkerung seien bis jetzt geimpft worden, so die MailOnline. Die Termine für die Beschäftigten im Gesundheitswesen wurden verschoben.

Bevorteilung in Irland

In Irland wächst die Wut über die Ungleichverteilung der Impfdosen, denn in Nordirland ist die Impfrate bis zu fünfmal höher als im Rest der Republik. Nur 161.500 der 4,7 Millionen Einwohner wurden bisher geimpft. Die Impfungen für das  Gesundheitspersonal wurden verschoben. Dafür ist die Polizei jetzt berechtigt, vor Ort Geldstrafen wegen Lockdown-Verstößen verhängen.

Korruption in Litauen

Keine Aussicht auf Massenimpfung bis Juli – bisher wurden nur 91.794 Menschen der 2,8 Millionen Einwohnern geimpft. Die ersten Impfungen in Pflegeheimen begannen erst vergangene Woche. Mit allen Mitteln versucht der ein oder andere an die Spritze zu kommen. Versuche, mit vorhandenen Verbindungen die öffentliche Position oder einflußreiche Freund und Verwandte auszunutzen erinnern Präsident Gitanas Nauseda an „sowjetische Zeiten“. Der Oxford-Impfstoff von AstraZeneca wird in Litauen keinem über 55 Jahre verabreicht. Die Impfskepsis ist groß: Umfragen zufolge könnten bis zu 40 Prozent der Bevölkerung die Impfung verweigern.

Chaos in Lettland

Der größte der drei ehemaligen sowjetischen baltischen Staaten der EU gibt zu, dass die Massenimpfung seiner zwei Millionen Menschen nicht vor April beginnen wird. Am Donnerstag wurden nur 30 Erstdosen verabreicht, während 738 Personen die zweite Impfung erhielten. Die Gesamtzahl der Impfungen beträgt bisher 23.091. Dem Land seien 800.000 Pfizer/BioNTech-Impfdosen angeboten worden, doch  Premierminister Arturs Krisjanis Karins erklärte, er sei „verwirrt“ und behauptet, jemand „in unserem System“ habe heimlich beschlossen, nur 97.500 zu ordern.

Estland steht brav zur EU

Nur 7.600 von 1,3 Millionen Einwohnern haben zwei Injektionen erhalten. 34.019 hatten die erste. Der abtretende russische Generalkonsul Juri Gribkow erhielt nur zwei Tage vor Beendigung seines Einsatzes seine zweite Dosis des Pfizer/BioNtech-Impfung. Trotz des großen öffentlichen Drucks, den russischen Impfstoff Sputnik V zuzulassen, planen die Behörden in der Hauptstadt Tallinn, sich loyal an den EU-Pakt zu halten.

Gastronomen-Proteste in Bulgarien

Nur 40.000 Dosen und eine der angeblich höchsten Sterblichkeitsraten bei sieben Millionen Einwohnern und die Regierung nennt keinen Zeitplan sondern lediglich ein „optimistisches“ Ziel, bis Ende August 1,5 bis 2 Millionen Menschen zu impfen. Da die Schuld der EU zugeschrieben wird, werde die Regierung voraussichtlich die Vereinbarungen brechen und auch russische und chinesische Impfstoffe genehmigen. In der Hauptstadt Sofia wurden von Gastronomen Proteste organisiert, die die Wiedereröffnung ihrer Restaurants fordern.

Impfstoffmangel auch in Rumänien

Am Freitag kündigte die Regierung Verzögerungen bei Impfungen für Risikogruppen und andere „Systemrelevante“ an. Mehr als 65.000 Menschen müssen ihre Termine aufgrund von Pfizer-Impfstoffmangel auf Mitte Februar verschieben, und die Bestände von Moderna werden um 20 Prozent gekürzt. Mit 647.000 Geimpften belegt das Land immerhin den sechsten Platz in der EU-Rangliste.

Ungarn bricht mit Brüssel

Ungarn ist der erste EU-Staat, der sich den EU-Führern widersetzte und Russlands Sputnik V-Impfstoff genehmigte. Am Freitag trafen zusätzlich 500.000 Dosen des chinesischer Sinopharm-Impfstoff ein. In Ungarn ist man empört darüber, daß olympischen Athleten der Vorzug bei der Impfung gegeben wurde.

Griechenland und Zypern erwarten Hilfe aus Israel

Man hoffe, daß bis Juni ein „großer Prozentsatz“ der Bevölkerung geimpft sein wird und habe Israel um Zusammenarbeit gebeten.  Griechenland und Zypern verzeichnet „nur“ 5.302 bzw. 197 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Trotzdem gibt es vor allem in Athen immer wieder Protest seitens der Bevölkerung gegen verhängte Lockdown-Maßnahmen.

Italien hinter dem Zeitplan

Domenico Arcuri, ein italienischer Manager, von Premierminister Giuseppe Conte für die Umsetzung von Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie eingesetzt, erklärte, daß die Lieferungen weiterhin hinter den Erwartungen zurückbleiben. „Es ist sehr schwierig, eine Massenimpfkampagne zu starten, wenn Sie keine Impfstoffe haben“, findet der 57-Jährige. Nur 1,8 Millionen von 60 Millionen Einwohnern kamen bisher eine Impfung. Giuseppe Conte warnt vor rechtlichen Schritten gegen Hersteller. Unterdessen protestierten Geschäftsinhaber in Rom gegen Covid-Beschränkungen.

Spanien rechnet mit Impfkampagne bis 2023

Madrids stellvertretende Ministerpräsidentin in Madrid befürchtet, daß es bis 2023 dauern könnte, bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Die schwindenden Impfbestände haben dazu geführt, dass fast alle Impfungen für zwei Wochen eingestellt wurden. Die Gesundheitschefs von Katalonien befürchten, dass die Impfstoffkühlschränke der Region innerhalb weniger Tage „leer“ sein werden. Nur die Hälfte der wöchentlichen Lieferung von 350.000 Pfizer-Dosen in Spanien ist vergangene Woche eingetroffen.

Pasteur-Institut in Frankreich versagt

Nationale Demütigung: Das renommierte Pasteur-Institut musste nach fehlgeschlagenen Versuchen die Entwicklung eines Impfstoffs einstellen. Die Wut der Anti-Corona-Maßnahmen-Demonstranten in Lyon und anderen französischen Städten richtet sich direkt gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Von den 67 Millionen Bürgern sind bisher nur 1,4 Millionen geimpft worden. Das Ziel von vier Millionen Impfungen bis Ende Februar wurde mittlerweile auf 2,4 Millionen gesenkt.

Krawalle in den Niederlanden

In Amsterdam, Eindhoven, Den Haag und anderen Städten kam es zu hässlichen Szenen bei den Protesten gegen die Ausgangssperren. Gewaltbereite Mobs von Linken und Migranten zeigten, was sie so draufhaben: Autos anstecken sowie Steine ​​und Feuerwerkskörper gegen die Polizei einzusetzen. In den Niederlanden wurden bisher nur 215.000 von 17,3 Millionen Einwohnern geimpft. Der frühere Direktor für öffentliche Gesundheit, Roel Coutinho, bezeichnet die Impfstrategie der niederländischen Regierung als „beschämend“. (MS)