Putins volle Rede beim Weltwirtschaftsforum – Gefahr eines „gewaltigen Zusammenbruchs“

Wladimir Putin hat am Weltwirtschaftsforum in Davos teilgenommen. Seine Rede widmete er sozioökonomischen und soziopolitischen Herausforderungen. Überdies betonte der russische Präsident die immer waschsende Rolle von Digitalriesen und den Verfall des globalen Sicherheitssystems.
Der russische Präsident hat sich am Mittwoch in Nowo-Ogarjowo in der Region Moskau an die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums gewandt, um seine Einschätzung zur aktuellen Weltlage und zu möglichen Szenarien der derzeitigen Krise zu geben. Ihm nach stehe die Welt an einem Abgrund, der in eine dramatische negative Abwärtsspirale führe, wenn nun nicht richtig gehandelt und die gravierenden Probleme angegangen würden.

Unzufriedenheit mit realen Problemen lassen die Menschen aus Protest auf die Straße gehen. Politische Ansichten spielen dabei keine Rolle. Die Illusion, dies außer Acht lassen zu können, sei gefährlich, da in diesem Fall die Gesellschaft politisch und sozial gespalten werde, so Putin beim Weltwirtschaftsforum in Davos. „Es besteht die Möglichkeit eines echten Zusammenbruchs der Weltentwicklung, der zu dem Kampf aller gegen alle führen kann“, sagte der russische Präsident.

Wladimir Putin zufolge sei die Welt mit zwei Kategorien von Herausforderungen konfrontiert, u. a. mit sozioökonomischen und soziopolitischen. Er hob hervor, dass die Entwicklungsländer die Hauptnutznießer des globalen Wachstums seien. Das Ergebnis sei jedoch die Kluft zwischen den Bürgern. Mit Rücksicht darauf sei das wichtigste Ziel die Armutsbekämpfung. Dann würde es auch keine Migrationskrisen geben.

Unterdessen erklärte der russische Staatschef, dass digitale Giganten in der modernen Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle spielen:
„Dies sind nicht mehr nur Wirtschaftsriesen, sie konkurrieren in einigen Bereichen bereits de facto mit dem Staat.“

Zum Schluss forderte Wladimir Putin die europäischen Partner auf, die Phobien der Vergangenheit zu beseitigen, die die Zusammenarbeit mit Russland behindern.

(Quelle)