Zum Abschuss freigegeben: Wirtschaftsethiker prangert „Lockdown-Irrsinn“ an – Feige Kollegen rücken von ihm ab

Abschuss (Bild: shutterstock.com)
Abschuss (Bild: shutterstock.com)

Christoph Lütge, Ökonom und Inhaber des Peter-Löscher-Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsethik, hat das, was dem Großteil seiner Kollegen abgeht: Rückgrat -weil er seit Monaten die Corona-Politik der Merkel-Regierung und den „Lockdown-Irrsinn“ anprangert. Das Statement seiner feigen Kollegen aus den Reihen des bayerischen Ethikrats und der Staatskanzlei: „Seine Einzelmeinung provoziert häufig den Beifall von ausgewiesenen Corona-Leugnern“.

Wegen seiner heftigen und beständigen Kritik an den Corona-Maßnahmen der Merkel-Administration und des Corona-Wahnsinnigen Markus Söder ist Prof. Christoph Lütge, Wirtschaftsethiker und Mitglied des Bayerischen Ethikrates, nun zum Abschuss freigegeben. Von Christoph Lütge, 51, Inhaber des Peter-Löscher-Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München (TUM) und Leiter des durch finanzielle Unterstützung durch Facebook gegründete Institut für Ethik in der Künstlichen Intelligenz rücken die feinen Kollegen nun scharenweise ab.

Insbesondere fällt ihm Söders Truppe, die bayerische Staatsregierung, wegen eines Mitte Januar gehaltenen Streitgespräches in den Rücken. Lüthge diskutierte bei der Deutschen Welle mit dem „Zero Covid“-Aktivisten Dr. Marc Hanefeld, der zu jener links-grünen Gruppierung gehört, die Europa in einen absoluten Lockdown schicken wollen, bis die Infektionsrate auf Null gesunken ist.

Auf die nur noch als blanker Wahnsinn zu bezeichnenden Forderungen der linken „Zero-Covid“-Truppe begegnete Lütge unter anderem mit den Aussagen, dass der „mittelalterliche Lockdown“ sofort zu beenden sei oder dass die Intensivkapazitäten der deutschen Krankenhäuser „im Vergleich zu anderen Jahren nicht über Gebühr belastet“ seien. Die Gefahr durch den Mutanten aus Großbritannien bezeichnete der Professor im Radiogespräch als „reine Spekulation“.

Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), Söders Wadenbeißer und Ausputzer, bezeichnete Lütges Äußerungen als“verstörend“. Gegenüber der SZ brabbelte er von Debatten- und Meinungsvielfalt, machte dann aber klar, was Leute wie Söder und er tatsächlich darunter verstehen: Mit seinen „fragwürdigen Beiträgen“ überschreite Herr Professor Lütge allerdings die Grenze eines durchaus kontroversen und fachlich fundierten Diskurses. „Seine Einzelmeinung provoziert häufig den Beifall von ausgewiesenen Corona-Leugnern und schadet somit dem Ansehen des Bayerischen Ethikrates.“

Zu den totalitären Forderungen der „Zero Covid“- Bewegung schwieg sich Herrmann indes aus.

Auch die staatliche TUM konnte sich gar nicht schnell genug von von Lütge in dieser Angelegenheit distanzieren. Man respektiere das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, so das gewohnte Sprechblase. Die Universität lebe einen „offenen, reflektierten und wissenschaftsbasierten Diskurs“. In diesem vertrete Lütge mit seiner Wortwahl aber nicht die Ansicht der Universitätsleitung, heißt es aus der staatlichen Bildungsanstalt weiter.

Inzwischen seien auch einzelne Mitglieder des im Oktober gegründeten Bayerischen Ethikrats von Lütge abgerückt. Susanne Breit-Keßler, ehemalige Regionalbischöfin und Vorsitzende des Gremiums, erklärt ganz im Stil der Evangelischen Kirche, die sich immer schon den Machthabern angedient hat, sie wolle sich als solche „nicht zu Einzelmeinungen“ äußern.

Armin Nassehi, Soziologe an der Ludwig-Maximilians-Universität und Mitglied des Ethikrats, ist ebenfalls von der Distanzerietis befallen: er könne sich von Lütges Äußerungen „nur distanzieren“. Dass Lütge mit der Autorität des Ethikrates in der Öffentlichkeit spreche, sei „ein Etikettenschwindel.“ Nassehi stößt sich sehr daran, dass Lütge behauptet, auch er, Nassehi, bezweifle den Sinn der Lockdown-Maßnahmen. Er sei im Gegenteil seit Monaten für „eine eher strenge Strategie eingetreten“.

Auf Twitter machte Lütge seine Position Ende Januar – bevor er sich nun – aus purer Erschöpfung – aus dem Diskurs zurückzog – klar: