Sinkende Zahlen auch in Schweden – ganz ohne Lockdown und Maskenzwang

Schwedische Corona-Lockerheit: Anderswo unvorstellbare Freiheiten in der Pandemie (Foto:Imago/TT)

Während Deutschland weiter stur an seinem Einmaleins der Erfassungs- und Bewertungswillkür aus „Fallzahlen“ und „7-Tages-Inzidenzen“ festhält und so den Lockdown von Verlängerung zu Verlängerung jagt, zeigt Schweden, dass es zum phantasie- und seelenlosen Kurs der Merkelregierung sehr wohl eine Alternative gibt – trotz der Horrorpropaganda zu Virus-Mutanten. Auch wenn dort schärfere Vorsichtsmaßnahmen als noch vor einem halben Jahr gelten – Schweden ist von einem Lockdown weit entfernt und fährt gut damit.

Die inzwischen dann fünfte Verlängerung des unverhältnismäßigen, sinnlosen, schädlichen und von den Ansteckungsrisiken in den stillgelegten Branchen her schlichtweg logisch nicht begründbaren Lockdowns steht in Deutschland unmittelbar bevor. Dass es über den 14. Februar weitergeht – und das trotz weiter zurückgehender Zahlen Positivgetesteter (fälschlich als „Neuinfektionen“ bezeichnet) und Intensivstation-Belegungen – war nüchternen Realisten schon längst klar; doch spätestens seit Angela Merkels gestrigem schönfärberischen ARD-PR-Interview besteht kein Zweifel mehr daran, dass der Irrweg bis zum bitteren Ende weitergeführt wird.

In keiner Weise mit diesem autoritären Würgegriff vergleichbar ist die Lebenswirklichkeit der Bürger in Schweden – und das trotz des dort seit 10. Januar geltenden neuen Pandemiegesetzes. Dieses setzt statt auf starre Verbote auf Empfehlungen – und schafft, so „n-tv„, lediglich die formale Möglichkeit des Staates, in einem befristeten Rahmen unter anderem Geschäfte, Restaurants, Einkaufszentren, Fitnessstudios oder andere Einrichtungen zu schließen. Auch, Versammlungen und Ansammlungen größerer Gruppen können untersagt werden. Regierung und Behörden zeichnen sich jedoch durch einen besonnenen, gerade nicht restriktiven Kurs aus – und setzen die möglichen allenfalls punktuell bis gar nicht um. Und siehe da: Die Katastrophe bleibt trotzdem aus.

Auch wenn in Restaurants und Bars eingeschränkte Alkoholausschankzeiten gelten (bis 20 Uhr) und nur Gruppen von vier Personen einkehren dürfen: Sie bleiben weiterhin geöffnet. Ebenso wie die Geschäfte, bei denen die Kundenzahl auf einen pro zehn Quadratmeter beschränkt ist (wie bei uns vor dem „Knallhart-Lockdown), sowie vor allem „körpernahe Dienstleistungen“, etwa Friseure, Massage- und Schönheitssalons, und auch Fitnessstudios.

Trotz „Verschärfungen“ noch lockerer als bei uns im letzten Sommer 

Am wichtigsten jedoch: In Schweden gilt weiterhin keine Maskenpflicht; deren Verhängung ist Sache der jeweiligen Geschäftsinhaber per Hausordnung. Selbst im ÖPNV ist der Gesichtslappen keine Pflicht – und schon gar nicht im für den breiten Masseneinsatz gar nicht vorgesehenen, potentiell gefährlichen FFP2-Standard. Auch die weiterhin geöffneten Schulen kennen keine Maskenpflicht.

Nicht genug damit, dass Schweden seinen Bürgern somit ein freies und lebenswertes Leben weiterhin ermöglicht: Dass auch dort, ebenso wie in den „Lockdown-Staaten“, die registrierten neuen Fälle in den vergangenen Wochen deutlich zurückgehen, zeigt, dass die moderaten schwedischen Maßnahmen völlig ausreichen (und mindestens so „effektiv“ sind wie die Komplettstillegung des öffentlichen Lebens anderswo). Der Rückgang auch in Schweden – der übrigens schon vor Inkrafttreten des Pandemiegesetzes am 10. Januar einsetzte – beweist vor allem, dass die Lockdowns überhaupt nicht ursächlich sein können für die sinkenden Zahlen auch bei uns, und die Maßnahmen somit gar keinen Einfluss auf das Virusgeschehen haben. (DM)