Was wohl „Black Lives Matter“ dazu sagt? Schwarzer tritt auf Schwerbehinderten ein

(Fahndungsfoto:Bundespolizei/NRW)

Die Deutschen Behörden sind wieder mal schwer auf Zack: Mitte November kam es zu einer brutalen Attacke auf einen Schwerbehinderten im Düsseldorfer Hauptbahnhof – und schon zweieinhalb Monate später leitet die Bundespolizei die Öffentlichkeitsfahndung ein! Interessanter an diesem „beachtlichen“ Ermittlungstempo sind jedoch die veröffentlichten Täterfotos (siehe Foto oben) aus Überwachungskameras: Sie zeigen einen farbigen Vertreter des vielfältigen, diversen, lebenswerten und weltoffenen Deutschlands. Ein wahres Dilemma für Bessermenschen.

Vielleicht erklärt sich so dann auch die Zurückhaltung der Behörden bei der Veröffentlichung der Täterbilder: Normalerweise tauchen Fotos von „People of Colour“ im positiv-rassistischen medialen Alltag nämlich fast ausschließlich auf, wenn es darum geht, das identitätspolitisch erwünschte Zerrbild der neuen deutschen Durchschnittsfamilie zu zeichnen – etwa in der Werbung von Deutscher Bahn, von Sportartikelherstellern, von Versicherungen. Und wo immer sich entgegen des ungeschriebenen Zeitgeistdiktats „white supremacy“ manifestiert, etwa in der unparitätischen Besetzung von Talkenden oder Berufsgruppen, wird der Ruf nach „mehr Farbe“ zur Dauersirene.

Dort jedoch, wo die Diversitätsquote auch ohne staatliche proaktive Maßnahmen längst übererfüllt ist, in der Kriminalitätsstatistik oder eben auch auf öffentlichen Fahndungsfotos, wird sie verschwiegen bis kleingeredet – und ihrerseits zum Beweis für „Rassismus“ durch „ethnisches Profiling“ umgedeutet. Im vorliegenden Fall geraten „woke“ Mindsetter schnell in die Aporie, es ist eine Art Gutmenschen-Patt: Täter Schwarzer, Opfer Schwerbehinderter – was sagt „Black Lives Matter“ dazu? Wenn Vertreter der einen Schutzklientel die der anderen tyrannisieren, schaltet die Wahrnehmung der meisten migrantophilen Aktivisten und Bedenkenträger um auf Störung/Testbild.

Verschämte Zurückhaltung der Behörden

Mit außerordentlicher Brutalität hatte der Angreifer den 32-jährigen Schwerbehinderten am helllichten Tag mehrfach getreten, nachdem er ihm ohne erkennbaren Grund gefolgt war – verstörenderweise, während er ein Kind auf dem Arm hielt. Das Opfer stürzte schreiend zu Boden, es erlitt mehrere Knochenbrüche. Als Umstehende auf die Attacke aufmerksam wurden, ließ der Schwarze ab und flüchtete.

Weshalb der unfassbare Vorgang jetzt erst seinen Weg in die Medien fand, bleibt das Geheimnis der Bundespolizei. Mussten sich die Beamten erst absichern, dass sie mit der Fahndung nicht gegen Antidiskriminierungsgesetze verstoßen, oder die Zustimmung der Amadeo-Antonio-Stiftung sowie der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland einholen? Mussten kultursensible NRW-Polizisten (wie letzten Sommer bei BLM-Demos) zuerst noch die Gelegenheit erhalten, vor den Fahndungsfotos niederzuknien, ehe sie veröffentlich wurden? Oder sollte dem Täter in Würdigung der Tatsache, dass er vorschriftsmäßig Maske trug, ein „Vorsprung“ verschafft werden?

Sicher ist nur eines: Wäre umgekehrt der Schwarze von einem Deutschen – ob schwerbehindert oder nicht – niedergetreten worden, wäre dies noch am selben Tag DIE Meldung schlechthin gewesen – als neuerlichen Beweis für menschenverachtende Gewalt gegen Schwarze, für gewohnheitsmäßige Verbrechen in der Tradition jahrhundertealter Ressentiments von Sklaverei über Kolonialismus und Apartheid bis zu „tief verwurzeltem strukturellem Rassismus“. (DM)