Nein zur Impfung als Weg aus dem Maskenwahn? Danke für den Tipp, Herr Spahn!

Masken-Mann Jens Spahn (Foto:Imago/Schicke)

Seit fast 10 Monaten ächzt Deutschland wie viele seiner Nachbarländer unter einem widersinnigen, unwissenschaftlichen und in seinem Nutzen mehr als fragwürdigen Masken-Voodoo, der zum sichtbaren Zeichen der Unfreiheit, des neuen Untertanentums und des künstlich aufrechterhaltenen Ausnahmezustands geworden ist. Jetzt weist ausgerechnet der Gesundheitsminister den Ausweg aus der Maskerade.

Dies natürlich unfreiwillig – denn so, wie es verstanden wurde, hat es Spahn natürlich nicht gemeint; an die Adresse der verfemten „Impfverweigerer“ gewandt (zu denen heute, pauschal und undifferenziert, „klassische“ ideologische Impfgegner ebenso gezählt werden wie umsichtige Bürger, die angesichts noch weitgehend unerprobter Covid-Vakzine eine gesunde Zurückhaltung an den Tag legen) sagte der Minister: „Wer keine Impfung will, kann nicht erwarten, dass andere Schutzmasken tragen.“

Was als Drohung gedacht war (Nichtgeimpfte dürften dann nicht mehr damit rechnen, dass sie durch die Masken anderer vor deren Viren geschützt werden) ist wohl eher eine Verheißung: Denn erstens ist die Wirksamkeit der Masken gegen Coronaviren weder bei OP-Masken noch bei den seit kurzem verpflichtenden FFP2-Masken wirklich sicher belegt (und neue Erkenntnisse nähren sogar seitens der EU bei den Partikelfiltermasken Zweifel). Und zweitens erfolgt die Entscheidung, sich nicht gegen Corona impfen zu lassen, in gründlicher Abwägung von Risiken – und die sind, verglichen mit unzähligen seit einem Jahr völlig aus dem Blick geratenen, immer schon dagewesenen potentiellen Erregern und Gesundheitsgefahren, nicht ungewöhnlich hoch. Die Hysterie, mit der Corona nach wie vor als eine Art Ebola behandelt wird, hat sich soweit verselbständigt, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis inzwischen einer totalen Fehlwahrnehmung unterliegt.

Ohnehin keine Frage der Solidarität mehr

Im übrigen scheint Spahn entgangen zu sein, dass das Solidarprinzip der Maske („sie schützt nicht mich, sondern den anderen“) durch die FFP2- und N95-Pflicht umgekehrt wurde: Hier steht nämlich vor allem der Eigenschutz des Trägers im Vordergrund, vor allem bei den zahlreichen Modellen, die über keinen Ausatemfilter verfügen, also nur die eingeatmete Luft filtrieren. Die Erwartung, durch die Maske anderer geschützt zu sein, kann ohnehin niemand mehr haben.

Da die Maskenpflicht außerhalb medizinischer Einrichtungen und Pflegeheimen – in Fußgängerzonen, Verkehrsmitteln, Schulen, Büro und neuerdings sogar im Auto – eine einzige Schikane ohne adäquaten und evidenzbasierten Nutzen darstellt, kann Spahns „Appell“ nur als Fingerzeig verstanden werden: Lasst uns die Impfungen „verweigern“ – und die Gesichtslappen und Starrmasken sind bald verschwunden! (DM)