Per Corona zur Weltregierung: „Multilateralismus“ als Blendwerk für den Great Reset

Multilateral und in den Händen weniger: Die neue Ordnung (Foto: Von Who is Danny/Shutterstock)

Dass vieles von dem, was gestern noch Verschwörungstheorie war, heute schon Realität und gar zur Staatsräson erhoben wird, daran haben wir uns in Corona-Zeiten hinreichend gewöhnt. Gerade erst gaben die Positionserklärungen der politischen und ökonomischen Weltelite auf dem digital abgehaltenen Davoser Weltwirtschaftsforum in weiten Teilen jenen Recht, die diese sogenannte Pandemie seit ihren ersten Tagen als eine Blaupause für weitreichende global-zentralistische Systemumwälzungen begriffen hatten (und dafür lächerlich gemacht wurden).

So leugneten dann Ursula von der Leyen und Angela Merkel beim WEF 2021 bezeichnenderweise schon überhaupt nicht mehr, dass etwa die monströsen (zu einem großen Teil von Deutschlands Steuerzahlern zu schulternden) EU-Coronahilfen an „ökologische“ und klimapolitische Strukturreformen geknüpft sein werden und somit wesentliches Element des lange vor Corona bereits skizzierten „Green Deal“-Planwirtschaftsprojektes sind. Und die „straffen Befehlsketten“ im seit fast einem Jahr dauererprobten weltweiten Ausnahmezustand dienen immer offensichtlicher dem Zweck, vor allem in dem westlichen Demokratien die Bürger schrittweise an künftige weitere „Notstände“ zu gewöhnen und ihren Widerstand ebenso wie ihren Freiheitsdrang zu brechen. Wer den zweiten, spätestens dritten Lockdown wirtschaftlich überhaupt überlebt haben wird, der ist gebrochen und steht als formbarer Fellache zur Verfügung für die neue Weltordnung; „Weltordnung“ übrigens nicht als die mythisch-paranoid beschworene „NWO“, sondern in dem von der deutschen Bundeskanzlerin höchstpersönlich, bereits 2019 –  aufschlussreicherweise  ebenfalls auf dem WEF – ganz freimütig bekannten Wortsinne.

Damit es jeder versteht hat, wohin die Reise geht, legten die globalen Führer gestern noch einmal nach. In einem als „Aufruf“ titulierten gemeinsamen Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) deklamieren Merkel, von der Leyen, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, UN-Generalsekretär António Guterres, EU-Ratspräsident Charles Michel und – als Alibi-Afrikaner mit im Boot – der senegalesische Präsident Macky Sall vorgestern, dass die Krise eine Chance (und Mittel zum Zweck) sei; in verräterischen Euphemismen ist da die Rede davon, die Krise könne eine Gelegenheit sein, „durch effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen – eine Ordnung, die auf Multilateralismus und Rechtsstaatlichkeit beruht„. Internationale Rechtsstaatlichkeit – das ist zwar alleine schon ein Widerspruch in sich, doch was hier eigentlich camoufliert werden soll, ist eine elitäre Machtkonzentration im planetaren Maßstab.

Camouflage der planetaren neuen Machtkonzentration

Bemerkenswert ist hier der Missbrauch des Begriffs „Multilateralismus“: Dieser steht auf politischer Ebene für ein Nebeneinander von gleichberechtigten Staaten, die ihre Eigenständigkeit – und damit Souveränität – nicht verlieren. Was die von den Globalisten angestrebt neuen Strukturen vorsehen, ist das genaue Gegenteil – und bei seinem Besuch im Deutschen Bundestag ließ UN-Chef Guterres im Dezember daran keinen Zweifel: Verlagerung von immer mehr nationalstaatlichen Kompetenzen an demokratisch nicht legitimierte Gremien, die von Regierungsvertretern, Stiftungen, NGO’s und Milliardären finanziert und kontrolliert werden – und dann durch „Klima-Abkommen“, „Migrations-Pakte“ oder jurisdiktionelle Hoheit weltweite Entscheidungen dekretieren. Die im stillen Kämmerlein erfolgte Ausrufung einer „Pandemie“ durch die WHO, die dann auf Staatsebene zur Aushebelung von Grundrechten und demokratischen Prozeduren führt, kann als Testlauf für diese Tendenz gesehen werden.

Die Instrumentalisierung „weltweiter Katastrophen“ für dieses faktische Weltregime, das ganz unverhohlen von den Visionären des „Great Reset“ wie Klaus Schwab und auch Vertretern des Biden/Harris-Lagers in Washington angestrebt wird, ist bereits in vollem Gang und wird mit Corona nicht enden, sondern erst ihren Anfang genommen haben. In dem FAZ-Gastbeitrag verbrämen die federführenden Politiker die künstlich beschworene Not quasi zum einigenden Gewitter „Nicht nur diese Pandemie“ erfordere „eine starke und international koordinierte Antwort„, heißt es da. Man beachte hier vor allem den Satzbeginn: „nicht nur“. Weiter heißt es da, man müsse aus der gegenwärtigen Situation auch Lehren für mögliche künftige Krisen ziehen. Zudem könnten auch Probleme wie der Klimawandel nur global gelöst werden. „Alle Regierungen, Unternehmen, Städte und Finanzinstitutionen sollten jetzt der globalen Koalition zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf Netto-Null, wie sie das Pariser Klimaabkommen vorsieht, beitreten – und konkrete Pläne und Maßnahmen entwickeln.

Wo doch angeblich millionenfaches Sterben und kollabierende Gesundheitssysteme durch ein Virus zu überwinden sind und dafür gerade ganze Volkswirtschaften umgelegt werden, sind die Weltlenker also schon beim nächsten Thema: Statt sich mit aller Kraft der Beendigung der aktuellen Krise zu widmen, basteln sie schon an der nächsten. Während (angeblich) das Haus in Flammen steht, denkt die Einsatzleitung der Feuerwehr daran, wieviele Katzen sie morgen von den Bäumen holen wird, statt sich auf die Löschung des aktuellen Brandes zu fokussieren. Deutlicher ließe sich gar nicht zur Geltung bringen, dass Corona nichts als eine Generalprobe ist. Wieviel daran inszeniert und wieviel improvisiert war, werden wir womöglich nie erfahren. (DM)