Totalversagen 5897: Grippe-Impfstoff- Erst Engpass, jetzt Vernichtung weil Ladenhüter

Jens Spahn, der Mann der Stunde (Foto: Imago)

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor ein paar Monaten noch laut beworbene Grippe-Impfkampagne 2020/21 führte erst zu einem Engpass. Nach erfolgter Massenbestellung stapelt sich das Zeug nun aber in den Regalen von Apotheken und muss demnächst vernichtet werden. Die in Vorleistung gegangenen Apotheker bleiben auf den Kosten sitzen. Die gefährlichen, die tödlichen Parallelen zu 2009 und der damals ausgerufenen Schweinegrippe-Pandemie werden einmal mehr wach.

Was Bankkaufmann Jens Spahn kann: Superteure Luxusvillen für sich und seinen Ehemann einkaufen, an Lobbyagenturen und Steuer-Start-Ups finanziell beteiligt sein und alten Freunden Top-Jobs besorgen. Was er nicht kann: Bundesgesundheitsminister. Jens Spahn ist das Abbild der heutigen Politikerkaste. Eine Fehlentscheidung nach der anderen reiht sich – für ihn konsequenzlos – an sein politisches Tun. Das dilettantische Hantieren im Umgang mit der sogenannten „Corona-Krise“ ist der folgenschwerste Beweis dafür, dass der CDU-Mann längst schon in die Wüste geschickt gehört hätte oder besser nie auf diesen Posten gelandet wäre. Von dem von ihm mit verursachten Corona-Desaster überdeckt: Die Folgen seiner im Herbst 2020 gestarteten Grippe-Impfkampagne.

Da die Risikogruppen für schwere Covid-19-Erkrankungen und schwere Influenza-­Verläufe angeblich deutliche Parallelen zeigen, sollte auch hier eine möglichst hohe Impfquote erreicht werden. So zumindest verkaufte Spahn der Bevölkerung im Herbst seine Grippe-Impfkampagne, ließ sich öffentlichkeitswirksam vor laufenden Kameras eine Spritze verpassen und bestellte 26 Millionen Dosen, da angeblich ein richtiggehender Run auf den Grippeimpfstoff ins Haus stand. Ein Vierteljahr später zeigt sich: Das Zeug stapelt sich – wegen Versorgungsengpässen, nicht eingehaltenen Impferterminen – zu Millionenwerten in den Regalen der Apotheker, da die Impfbereitschaft bei der Bevölkerung aufgrund von erneutem Totalversagen rapide gesunken war. Demnächst müssen die vom Verfall bedrohten Dosen vernichtet werden.

Laut des Apothekerverbandes, so berichtet die Welt, gibt es davon bundesweit ein Überschuss von rund einer Million Dosen im Wert von mehr als 10 Millionen Euro. Einige Apothekerverbände werfen dem Bundesgesundheitsministerium unter dem Bankkaufmann Spahn nun Planungsfehler vor und wollen entschädigt werden. Denn ihre Apotheker waren in finanzielle Vorleistung gegangen – der Bund hatte die Honorare der Apotheker bei der Impfstoffversorgung extrem niedrig angesetzt, und zwar mit einem Euro pro Dosis.

Schweinegrippe – Corona: Ein identisches, tödliches Spiel

Ein kleiner Rückblick: Vor 10 Jahren mussten rund 16 Millionen übriggebliebene Impfdosen gegen die Schweinegrippe verbrannt werden. Nachdem ein gewisser Christian Drosten in Tateinheit mit dem RKI den Untergang der Menschheit aufgrund des Schweingrippevirus prognostizierte, wurden 2009 von der Bundesregierung 34 Millionen Dosen des damals bereits hochumstrittenen Impfstoffs Pandemrix vom Pharmakonzern Glaxosmithkline abgenommen und dafür circa 280 Millionen Euro bezahlt. Am Ende ließen sich während der bis dato größten Impfaktion aber erheblich weniger Menschen immunisieren als angenommen. 2009 wurde – wie nun in Corona-Zeiten – der Impfstoff in Windeseile auf den Markt geschmissen, der Standard zur Zulassung wurden heruntergesetzt, obwohl schon früh brisante Informationen zu Nebenwirkungen des in Europa eingesetzten Impfstoffs Pandemrix bekannt waren.

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Einige Jahre später war klar: Die Schweinegrippeimpfung war ein „Großexperiment mit einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff“. Laut einem Bericht des „British Medical Journal“ summierte sich die Zahl der gemeldeten schweren Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pandemrix bis Ende 2018 auf mehr als 5000. Schätzungen gehen davon aus, dass nur rund zehn Prozent der Nebenwirkungen von Arzneimitteln dokumentiert werden. Eine der Nebenwirkungen des Impfpräperats: Schwere Narkolepsie – einer unheilbaren Schlafkrankheit. Unter den etwa 30 Millionen geimpften Europäern kam es zu rund 1300 Fällen von Narkolepsie, die mit dem Mittel in Verbindung stehen sollen. Betroffen waren und sind vor allem Kinder und Jugendliche.

Zwölf Jahre später: Die Parallelen der zur Pandemie ausgerufenen Covid-19-Erkrankung sind mehr als frappierend. Unter der Merkel-Regierung und ihren Handlangern wie Jens Spahn gilt wie 2009: Ein Impfstoff musste her, in kürzester Zeit, für Millionen Menschen. Und dann muss das, was man eingekauft hat, auch unter die Haut des hochverängstigten Impfvolks gebracht werden. (SB)