Je mehr Geimpfte, desto mehr Infizierte? Corona wird zum Perpetuum Mobile

Symbolfoto:Von Studio Romantic/shutterstock

Zwar sinken die Zahlen moderat, doch dass sie nicht viel schneller zurückgehen, könnte auf einen bislang kaum beachteten Rückkoppelungseffekt zurückgehen, der ausgerechnet mit den Impfungen zusammenhängt: Weil die PCR-Tests bekanntlich auch auf Sars-CoV2-Virentrümmer und Antikörper anspringen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Geimpfte, die kurz nach der Erstdosis auf Corona getestet werden, positiv sind. So führt ausgerechnet die Impfkampagne dazu, dass die Inzidenzzahlen – ganz im Sinne der Pandemiepolitik – auf (zu) hohem Niveau bleiben.

Auf diese Weise erklärt sich denn auch plausibel, wieso in vielen Pflegeheimen ausgerechnet unter den geimpften Heimbewohnern so häufig Ausbrüche auftraten: Entweder führte die Impfung selbst zur Infektion, oder sie führte zu (im Prinzip falsch-) positiven Tests. Beides wäre für sich betrachtet skandalös. Im einen Fall wäre die Impfung dann nämlich identisch mit (bzw. mindestens ebenso gefährlich) wie das Virus selbst, wovor sie doch eigentlich schützen sollte; die diversen Todesfälle in zeitlicher Folge der Impfungen müssten dann zwingend untersucht werden, statt dass in solchen Fällen nur Vorerkrankungen und Nebenwirkungen als ursächlich genannt werden.

Im anderen, wahrscheinlicheren Fall würden ausgerechnet die Impfstoffe den Schlüssel zur Aufrechterhaltung konstant hoher Fallzahlen bergen – womit die Pandemie sich solange ewig selbsterhält, wie weiter geimpft wird. Aus dem Lockdown kämen wir im letzteren Fall dann nie mehr heraus und genau darum scheint es auch zu gehen. Die Politik beruft sich seit Wochen auf „Mutanten“, um die Angst zu steigern und die (zwar sinkenden, aber immer noch für Lockerungen angeblich zu hohen) Fallzahlen zu begründen. Von Pflegern und medizinischen Angestellten, die anonym bleiben wollen, erfuhr Jouwatch, dass diese Scheininfektionen als folge der Impfung in ihren Kliniken ein bewusst in Kauf genommener Nebeneffekt ist, den die Gesundheitsbehörden und das RKI zumindest billigend in Kauf nehmen.

Wie sonst ließe sich erklären, dass etwa Patienten mit einer überstandenen und ausgeheilten Covid-Erkrankung von ärztlicher Seite nach der Infektion von einem PCR-Test abgeraten wird, da dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch-positiv ausfallen würde, infolge der durch den Test vom Virus nicht unterscheidbaren Virustrümmer und Antikörper in der Probe? Dem Autor dieses Beitrages wurde von drei Ärzten genau mit dieser Begründung der Test verweigert; ihm wurde empfohlen, er solle stattdessen zum Nachweis der überstandenen Infektionen einen Bluttest auf Antikörper durchführen lassen.

Scheininfektionen zur „Stabilisierung“ der Fallzahlen?

Wenn also Genesenen aus solchen durchaus nachvollziehbaren Gründen vom PCR-Test abgeraten wird – wieso werden dann bei Geimpften in den Heimen direkt nach der Impfung (und somit dem Vorliegen testverfälschender Antikörper) reihenweise ebendiese Tests durchgeführt – unter wissentlicher Inkaufnahme der möglichen Falschresultate? Und so wird dann übrigens ein Schuh aus dem scheinbaren Widerspruch infektiöser Mutanten und sinkenden R-Wertes: die (künstlichen) Ausbrüche in geschlossenen Heimen begrenzen die Infektionsketten und damit die Weiterverbreitung – doch die Kombination aus Impfung und anschließendem PCR-Test sorgt für hohe Fallzahlen.

Offenbar ist alles willkommen, was den Lockdown verlängert. SPD-Corona-Paranoiker Karl Lauterbach läuft sich gerade schon warm: In diversen Medienauftritten trommelt er bereits, wie jedesmal, für die dann nun schon fünfte weitere Lockdown-Verlängerung über den 14. Februar hinaus – mit dem Verweis auf die „Mutanten“, versteht sich, sowie auf die aktuelle Überlastungssituation in Portugal (die zwar überhaupt nicht vergleichbar ist mit Deutschland, was allerdings die Alarmisten hierzulande nicht juckt). Und auch die Kliniken, die vom medizinischen Ausnahmezustand wirtschaftlich profitieren, berufen sich dankbar auf die Fallzahlen, um die weitere Verlängerung zu fordern.

So verlangt der neue Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, im Namen der deutschen Intensivmediziner eine Verlängerung der harten Anti-Corona-Maßnahmen um mindestens zwei Wochen. „Ich plädiere nicht für eine unendliche Verlängerung des Lockdowns. Aber es ist zwingend erforderlich, dass wir die geltenden Maßnahmen mindestens um zwei Wochen verlängern„, sagte Marx laut „dts Nachrichtenagentur“. Und das, wohlgemerkt, trotz deutlich gesunkener Intensivbettenzahlen. Noch zwei Wochen, noch zwei Wochen, noch zwei Wochen. Solange die Zahlen herbei- und zurechtgetestet werden, geht dieses Spiel endlos weiter. (DM)