Kritik am Lockdown: Manipulativ und infam

In einem vielbeachteten Video regte die SAT-1 Moderatorin Marlene Lufen dazu an, sich ein paar kluge und überaus berechtigte Fragen zu den Segnungen des Lockdowns zu stellen, nicht ohne den unterstellten Segensreichtum zugleich auch in Abrede zu stellen. Dies wiederum veranlaßte einen Panikwächter vom „stern“ dazu, Marlene Lufer die übelsten Motive anzudichten. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Wer hierzulande zum Zwecke des eigenen Broterwerbs auf das Wohlwollen mainstreamiger Vorgesetzter angewiesen ist, muß dann, wenn er Kritik an allgemein akzeptierten Zuständen üben will, besonders vorsichtig formulieren, um nicht anderntags arbeitslos zu sein. Wer auf eine Beförderung scharf ist, sollte nur das kritisieren, was regierungsamtlich und medial ohnehin schon zum Abschuß freigegeben worden ist. Die AfD zum Beispiel. Oder Donald Trump. Bolsonaro, Putin und Orban gehen auch. Wer hingegen die überaus fürsorglichen Corona-„Schutzmaßnahmen“ und den „Lockdown“ kritisiert, begibt sich auf sehr dünnes Eis. Deswegen hätte Marlene Lufer selbst dann, wenn sie der Ansicht wäre, die „Pandemie“ sei gar keine, niemals sagen dürfen, daß es keine gibt. Obwohl das, was „uns“ hierzulande als „Pandemie“ aufs Auge und ins Hirn gedrückt wird, nur deswegen als Pandemie durchgeht, weil die WHO im Jahr 2009 die Definition für „Pandemie“ geändert hat. Seither ist Pandemie nicht mehr, was pandemisch ist, sondern das, was die WHO für pandemisch erklärt hat. Außerdem gilt die Pflicht, den eigenen Verstand bei der Weltgesundheitsorganisation abzugeben. Oder bei der Bundesregierung. Unstrittig ist, daß die Ursache für die derzeitige Panik und die ganze Hysterie vor zwanzig Jahren noch keinen Hund hinter dem Ofen hervorgelockt hätte.

Der Corona-Katechismus

Obwohl Marlene Laufer die grundlegenden Gewißheiten der „Pandemie“ überhaupt nicht in Abrede stellte, also brav mitbehauptete, daß es die Pandemie gebe, daß das Virus schlimm – und die Virusmutanten noch viel schlimmer seien und alles das, und lediglich den behaupteten Nutzen des Lockdowns als Mittel zur Bekämpfung von „Pandemie“ in Frage stellte, hatte sie damit den Corona-Katechsimus schon verlassen, wurde zur Ketzerin, und mußte gemaßregelt werden. Dazu berufen fühlte sich Carsten Heidböhmer vom „stern„. Der rechnet nun wahrscheinlich nicht nur damit, trotz des dramatischen Auflagenverlustes der Mainstream-Printmedien seinen Arbeitsplatz zu behalten, sondern sogar damit, zum Oberheidböhmer ernannt zu werden.

Sich anschleichen

Wie schleicht man sich als Oberheidböhmer in spe an sein Opfer heran, ohne daß jeder gleich die Vernichtungsabsicht erkennt? – Mit Lob & Leckerli. Selbstverständlich sei nicht ganz falsch, was Marlene Laufer in jenem Video behauptet hatte, welches bereits 10 Millionen Mal gesehen worden ist. Nach Heidböhmers Ansicht sind aber 10 Millionen „die Menschen“ nicht dazu in der Lage, sich ein zutreffendes Bild von den Segnungen des Lockdowns zu machen, wenn er sie nicht noch „oberheidböhmt“, was ein deutsches Wort für „updaten“ ist. Was nicht ganz falsch sei an Marlene Laufers Video, werde dadurch ganz falsch, daß Marlene Laufer einer Agenda folge, heißt es im „Stern“. Nur der bislang noch unbeförderte Heidböhmer folgt mit seiner Kritik natürlich keiner. Denn frei von Agenda und voll der reinen Lauterkeit ist das Herz des wahren Sterndeuters. Wenn es nicht gelogen ist. Einmal nah genug an sein Opfer herangeschlichen, schlägt der Oberheidböhmer in spe nämlich gnadenlos zu. Mögen andere gelegentlich einen „inneren Reichsparteitag“ verspüren, bei Heidböhmer ist es wahrscheinlich ein „innerer Volksgerichtshof“.

„Sie schäbige Lump:in!“

Heidböhmer: „Doch leider rahmt sie ihren Fakten-Teil ein und gibt dem ganzen ein politisches Narrativ: Der Lockdown, findet Lufen, ist grundfalsch. So sagt sie das natürlich nicht, sie wendet einen Trick an: Sie betrachtet unsere Gegenwart aus der Zukunft.“ – gestatten Sie ein paar Zwischenfragen, Herr Gerichtspräsident? Warum, glauben Sie, wäre Frau Lufer der Ansicht gewesen, einen Trick anwenden zu müssen, um zu sagen, was sie sagen wollte? Weil man hierzulande möglicherweise gar nicht mehr sagen darf, was man sagen will, und deswegen verklausuliert formulieren – oder zu irgendwelchen Tricks greifen muß? Kann man hierzulande folgenlos sagen, daß man den Lockdown grundfalsch findet, wenn man ihn grundfalsch findet? Wenn nicht, warum nicht? Und wäre nicht wesentlich interessanter, warum jemand einen Trick anwendet, wenn es denn einer gewesen sein soll, als daß er einen Trick anwendet, der als Trick ja überhaupt nur deswegen im Gespräch ist, weil einer geheidböhmert hat, daß es sich um einen handelt? Da ich schon mal beim Fragenstellen bin: Was wäre an einem „politischen Narrativ“ verkehrt, wenn es um einen Sachverhalt geht, der mit Politik und Politikern zu tun hat? Und würde ich hier und jetzt einen Trick anwenden, wenn ich schreiben würde, daß sich nach Erscheinen dieser Medienkritik in der Zukunft jemand sagen wird, ich hätte in der Vergangenheit die richtigen Fragen gestellt?

Wenn Sie, Herr Oberheidböhmer in spe, behaupten, für Frau Lufens Behauptung, der Lockdown habe zu einer Zunahme an Suiziden geführt, gebe es keine „belastbaren Daten“: Gibt es denn belastbare Daten für die Behauptung, es grassiere eine Pandemie? Wo fände ich die? In der allgemeinen Mortalitätsstatistik sind sie nicht zu finden, auch in den Ländern ohne Corona-„Schutzmaßnahmen“ nicht, in der Letalitätsrate der mit Sars-Cov-2 Infizierten finden sie sich ebenfalls nicht – und die Daten zum statistischen Durchschnittsalter geben ebenfalls nichts Belastbares her. Wäre nicht die Frage, ob es überhaupt eine Pandemie gibt, als erste zu klären? Woher wissen Sie eigentlich, daß es eine gibt und daß sie mordsgefährlich ist? Wissen Sie es überhaupt, oder glauben Sie das nur? Wenn ja, warum glauben Sie das? Ihr Urteilsvermögen interessiert mich überhaupt. Deshalb: Halten Sie Joe Biden für den gewählten Präsidenten der USA?

Heidböhmer: „Nun will sich die Berlinerin nicht die Blöße geben und in eine Ecke mit Corona-Leugnern gestellt werden, schon gar nicht mit dem Wendler.“ – was kein Schaden ist, weil sich der Oberheidböhmer in spe freundlicherweise die Blöße gibt, von „Corona-Leugnern“ zu reden wie der heilige Inquisitor von den Häretikern. Blößenmäßig fehlt es also summa sumarum an nichts. „So distanziert sie sich artig von allen Querdenkern.“ – Wortsammlung „artig“: Gehorsam, folgsam, manierlich, wohlerzogen. Es stimmt: Wo Frau Lufen noch artig gewesen ist, wird meinereiner richtig unartig. Er hält es mit George Carlin, der einst sagte, er lebe nach ein paar Regeln, von denen die erste sei, daß er nichts von dem glaubt, was ihm die Regierung erzählt.

Aber gut, der Oberheidböhmer in spe über Frau Lufen: „Sie akzeptiert also die Existenz des Covid-19-Virus.“ – wozu nicht viel gehört. Auch ich akzeptiere die Existenz des Sars-Cov-2 als Computermodell. In der Form gibt es ihn nämlich. Im realen Leben isoliert worden ist das Virus aber noch immer nicht. Was nicht heißen muß, daß es das Virus im realen Leben nicht so gibt, wie es als Computermodell existiert. Lediglich die Wahrscheinlichkeit, daß es das Virus so, wie es als Computermodell in 45-facher Doppelung eines Virenfragments existiert, auch in der Realität gibt, ist verschwindend gering. Das Weltklima – Zukunftstrick, Zukunftstrick – kollabiert in der Gegenwart auch nur als Computermodell.

Das daraus sich ergebende Problem der gesundheitlichen Risiken, insbesondere die hohe Sterblichkeit bei älteren Menschen, löst sie mit einem einfachen Trick in Luft auf: Man müsse einfach Pflegeheime besser schützen.“ – diese Trickersereien aber auch immer. Daher sei dem Oberheidböhmer in spe einmal der ultimative Trick für alles nahegebracht: Selber denken. Die höhere Sterblichkeit bei „älteren“ Menschen, die ja lediglich relativ zu jüngeren Menschen die älteren -, absolut jedoch die „alten Menschen“ sind, zumal dann, wenn sie das statistische Durchschnitts-Sterbealter bereits hinter sich gelassen haben, ist ja nur deswegen eine, weil alte und kranke Menschen zeitlich betrachtet generell näher am Lebensende, als am Lebensanfang leben. Das ist kein „gesundheitliches Risiko“, sondern eine Gesetzmäßigkeit des Lebens an sich. Das heißt nicht, daß man alte Menschen nicht vor einer Infektion schützen sollte. Allerdings nur unter der Voraussetzung, daß sie damit einverstanden sind, denn schließlich schätzen auch alte Menschen ihre Grundrechte. Nicht wenige Alte wissen auch, daß sie das ewige Leben auf Erden nicht haben und würden ihre Grundrechte gerne behalten, so lange sie noch leben. Wieder andere alte Menschen halten sich für kompetent genug, selbst für ihren Schutz zu sorgen.

Mit dem Alter ist es übrigens wie mit der Dummheit. Die „dümmeren Menschen“ sind meistens einfach richtig dumm. Und mich dünkt, so viele richtig Dumme wie allerweil gab es noch nie. Beim „stern“ muß man schließlich davon überzeugt sein, daß es Leute gibt, die auf die Heidböhmereien im Blatt durchaus etwas geben. Weswegen ich auch nicht der Einzige wäre, den etwas „richtig dumm zu sein“ dünkt. Beim „stern“ denkt man sich halt, daß sich damit Geld verdienen läßt. Geld heiligt den Oberheidböhmer in spe.

Jedenfalls hat der Gedanke an die Mündigkeit der Einzelnen in den „Risikogruppen“ die „innere Volksgerichtshofsitzung“ des Heidböhmers keinen Augenblick gestört. Die Alten in den Älterenheimen … Altersheimen zwangszuschützen reicht nämlich nicht aus. „ … es gibt aber 5,4 Millionen Bürger über 80, dazu 4,1 Millionen Menschen zwischen 75 und 80. Hinzu kommen Millionen Vorerkrankte und andere Risikogruppen. All diese Menschen werden nicht geschützt, nur weil man Altersheime besser abriegelt – man würde sie stattdessen mit einem vorschnellen Ende des Lockdowns in Lebensgefahr bringen. Marlene Lufen scheint das in Kauf nehmen zu wollen. Feiern sollten wir sie dafür nicht.“ – es wird den Oberheidböhmern in spe, die es im Jahre 88 nach 33 wieder so zahlreich gibt im Lande – womöglich, weil sie zu den „dümmeren Menschen“ zählen – nie und nimmermehr klarzumachen sein, daß die dem Leben inhärente Lebensgefahr keine ist, der man erst durch einen anderen der „die Menschen“ ausgesetzt werden muß, damit sie real wird. Kein junger und gesunder Mensch bringt irgendeinen anderen Menschen dadurch in Lebensgefahr, daß er so lebt wie ein gesunder und junger Mensch. Viren zählen zu den Gefahren, die das Leben ganz natürlich bereithält. Kranke werden behandelt. Eine Pandemie ist nirgendwo zu sehen.

Und zugeben werden die Heidböhmers dieses rasant totalitär werdenden Landes auch nicht, daß ihr permanentes Solidaritäts- und Schutzgeschwätz die Fassade ist, hinter der sie ihre Eigenermächtigung zur Bevormundung aller anderen betreiben.

Die Schutzhaft heißt jetzt Lockdown

Solidarität im Jahre 88 nach 33: „Einer für alle, alle für einen“. Schutz im Jahre 88 nach 33: Die Schutzhaft heißt jetzt Lockdown.

Die Oberheidböhmers in spe könnten heutzutage sogar zu Oberheidböhmführern befördert werden – und sie würden sich noch immer für Antifaschisten halten. Aber wie sich das mit den „älteren“ und den „dümmeren“ Menschen heutzutage verhält, habe ich ja weiter oben schon erklärt. Die Heidböhmers sind derartig derangiert im Schädel, daß sie tatsächlich glauben, was ein Staat sei, ändere sich mit den Umständen, unter denen er einer ist. Daher glauben sie bspw., daß es einen „Pandemiestaat“ gibt. Wenn der Apfelkorn, das Apfelshampoo und überhaupt die Duftnote Apfel wieder en vogue werden sollten, wähnen sie sich wahrscheinlich im Apfelstaat. Mich dünkt, die Heidböhmers dieser bedauernswerten Republik könnten das schreckliche Resultat sozialdemokratistischer „Bildungs“reformen der vergangenen Jahrzehnte sein. Wenn das wahr ist, dann „Gute Nacht, Deutschland!“.