Lockdown wirkt: Immer mehr Herzinfarkte, unbehandelte Krebspatienten, Depressive

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Viel zu selten, gelegentlich aber doch finden sich in den Mainstreammedien ehrliche Hinweise auf das noch immer von den Regierenden buchstäblich totgeschwiegene Desaster der gesundheitlichen Folgeschäden, die durch den Lockdown – und die einseitige Fixierung der Politik auf Corona – angerichtet wurden und weiterhin werden. Während der erstrebte Nutzen einer Viruseindämmung gar nicht nachweisbar ist, sind es die Kollateralschäden sehr wohl.

Immer mehr Herztote, zwangsläufig mehr Tote infolge massiv zurückgegangener Krebs-Operationen sind dabei nur einige der gigantischen krankmachenden Nebenwirkungen der „Corona-Mania“. „Focus“ berichtet nun über satte 12 Prozent mehr Todesfälle in einzelnen untersuchten Kliniken – weil sich etliche Herzpatienten aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nicht mehr zum Arzt trauen, wie die Deutsche Herzstiftung beklagt – mit fatalen Langzeitfolgen.

Auch die „Notruf-Hemmung“, die schon aus dem ersten Lockdown bekannt war, tritt seit November wieder gehäuft auf: Sogar wenn sie einen Herzinfarkt erleiden, trauen sich viele nicht, den Notruf zu wählen. Inzwischen liegen hierzu auch konkrete Daten aus Kliniken vor. An 26 überprüften hessischen Krankenhäusern wurden gut ein Drittel weniger Herzkatheter gesetzt. Und bei den Schlaganfällen ging seit Corona die Zahl der Patienten mit leichten Symptomen um 23 Prozent, die der schweren um 17 Prozent zurück – was allerdings nicht bedeutet, dass es weniger „Stroke“-Fälle gab, sondern dass weit weniger Betroffene ärztliche Hilfe aufsuchten.

Notruf-Scheu und Therapiestau

Nicht viel besser sieht es offenbar im Bereich der Krebstherapie und -vorsorge aus; „Focus“ zitiert den Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der bestätigt, dass viele wichtige Eingriffe wie Tumoroperationen und Katheter-Interventionen während des ersten Lockdowns aufgeschoben worden waren – mit einer unbekannten Zahl an Toten. Während des zweiten Lockdowns sei man immerhin „bemüht„, solche wichtigen Operationen trotzdem durchzuführen. Fakt ist: Rund 50.000 verschobene Operationen, die im Sommer vergangenen Jahres alleine die Deutsche Krebshilfe meldete, werden eine erhebliche Sterbezahl nach sich ziehen – zumal Patienten oft erst nach weit fortgeschrittenem Krankheitsverläufen und mit höheren Tumorstadien in die Praxen kämen. Gerd Nettekoven, Präsident der Deutschen Krebshilfe, warnt vor einer „großen Bugwelle von verschobenen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen“.

Auch bei Depressionen und psychischen Störungen schießen die Zahlen durch den Lockdown in die Höhe. Laut einer Umfrage der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unter mehr als 5000 Deutschen empfanden jene, die bereits an Depressionen litten, den ersten Lockdown deutlich häufiger als belastend – zu 74 Prozent – als Gesunde, die „nur“ zu 59 Prozent darüber klagten. In vielen psychiatrischen Kliniken kam es zur deutlichen Zunahme der Zahl von Angst- und Depressionspatienten. All das scheint für die Corona-Politik nicht mehr ins Gewicht zu fallen. (DM)