Weil Beförderung ausblieb: Schwul-schwarzer Arzt holt Rassismuskeule raus und diffamiert AfD-Stadtrat

Doch wohl eher gekränkter Stolz? (Symbolfoto: shutterstock.com/D Von Dean Drobot)

Denis Hedeler, ein dunkelhäutiger, schwuler Asylbewerber aus Kuba, arbeitete als Arzt im Bezirks­amt Treptow-Köpenick. Auf den freigewordenen Amtsarztposten bewarb sich Kedeler, wurde jedoch nicht bedacht. Daraufhin holte er die Rassimus- und Homophobiekeule heraus und diffamierte einen AfD-Stadtrat, dass dieser ihn aufgrund seiner Hautfarbe und sexuellen Orientierung gemobbt habe. Beim Gerichtstermin forderte er nun 36.000 Euro Entschädigung wegen Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft.

Denis Hedeler hat im sozialistischen Paradies Kuba ein Medizinstudium absolviert und  kam 1997 nach Deutschland als Asylsuchender hereingeflüchtet. Hier machte er seinen Abschluss in Gesundheitswesen, arbeitete in Bremer Gesundheitsamt und half bei der NGO „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie mit. „Das sind gute Voraussetzungen für eine Funktion im Gesundheitsamt – gerade in Zeiten der Pandemie“, meint die Berliner Zeitung.

Genau das scheinen die Verantwortlichen nicht so gesehen zu haben, als im Bezirks­amt Treptow-Köpenick der Posten des Amtsarztes mit Besoldungsgruppe B2 – sprich 7735,64 Euro Grundgehalt – frei wurde. Der 51-Jährige bewarb sich zweimal. Erfolglos. Beim ersten Mal bekam ein anderer die Stelle, trat den Posten aber nicht an. Beim zweiten Mal kam der Herr Kubaner auch nicht zum Zug – das Bezirksamt monierte, dass er die nötige Facharztausbildung noch nicht abgeschlossen habe.

Herder tat dann öffentlichkeitswirksam kund, dass er „fachfremde Gründe“ vermute, warum er den angestrebten Posten nicht bekommen habe. Schuld daran sei der Gesundheitsstadtrat Bernd Geschanowski von der AfD. Bei einem persönlichen Gespräch – praktischerweise ohne Zeugen – habe Geschanowski ihn aufgefordert, seine „Außendarstellung zu ändern“. Als er ihn gefragt habe, was gemeint sei, ob er Anzug und Krawatte tragen solle, habe der AfD-Politiker zu ihm gesagt: „Sie passen hier nicht.“ Dann habe er auf Hedelers dunkle Haut gezeigt. Um seiner Behauptung den nötigen Wumms zu verleihen, startete er eine Petition unter dem Titel: „Zu schwul, zu schwarz: AfD verhindert Amtsarztsernennung“.

„Keinerlei Hinweise, wann und wo ein solches Personalgespräch stattgefunden haben soll“

Bernd Geschanowski nannte diese Behauptungen „nachweisbar unwahr“ und eine „­Rufmordkampagne“ gegen ihn. Die Entlassung, welcher der Personalrat zustimmte erfolgte im Dezember. Die Begründung lautet, dass der Arzt nach dem Bruch mit dem Bezirksstadtrat Geschanowski der Presse Unwahrheiten über den Politiker erzählt haben soll. Am Mittwoch sagte ein Vertreter des Bezirksamtes vor Gericht aus, dass es bislang keinerlei Hinweise darauf gab, wann und wo ein solches Personalgespräch stattgefunden haben soll.

Ohne Ergebnis wurde der Prozess vor dem Berliner Arbeitsgericht um die Kündigung  Hedelers durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick am Mittwoch um zehn Tage vertagt, nachdem seine Anwältin noch einen Antrag auf 36.000 Euro Entschädigung wegen Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft stellte. Der Richter Arne Boyer sagte, dass die möglichen rassistischen Anfeindungen hochstrittig seien und schloss mit der voreingenommenen und eines Richters unangemessenen Aussage: „Wir wissen, dass Rassismus ein Markenkern der AfD ist“. Aber es könne nicht von einer Partei auf ein konkretes Mitglied geschlossen werden. „Vermutungen werden wir hier nicht anstellen.“ Der Arzt soll dem Gericht in den nächsten zwei Wochen mitteilen, ob er weiter klagen will.

Die Nichtbesetzung der Stelle mit dem dunkelhäutigen, schwulen – offensichtlich nicht ausreichend qualifizierten Arzt schlug in der „Queerszene“ die gewohnt hohen Empörungswellen. Auch der Umstand, dass Hedeler einen neuen Job in leitender Stellung im Gesundheitsamt des brandenburgischen Landkreises Dahme-Spreewald gefunden hat, beruhigt die queeren Gemüter nicht wirklich:

In die von dem kubanischen Arzt entfachte Diffamierungskampagne gegen den AfD-Politiker Geschanowski stimmte die „Black-Lives-Better“-Gemeinde selbstredend mit ein:

(SB)