Das Ende der Gastronomie: Kneipen- und Restaurantbesuche nur noch mit Schnelltest und Maske

Lecker: Corona-Schnelltests (hier Niedersachsens SPD-Ministerpräsident Weil) - künftig dauernd & immerdar? (Foto:Imago/FutureImage)

Das Unterpfand der Pseudo-Freiheit, die uns – wenn überhaupt – irgendwann einmal zur neuen Normalität gereichen soll, ist der Schnelltest: Abstreichen, spucken, rotzen oder – für Fortgeschrittene – die hohe Kunst des Analabstrichs sollen fortan in Minutenschnelle den allgegenwärtigen, jederzeitigen Corona-Infektionsstatus offenlegen. „Freitesten“ wird so zum neuen Alltagsritual, bis es dann irgendwann vom Immunitäts- oder Impfnachweis abgelöst wird (den es angeblich ja kategorisch nie geben sollte).

Inzwischen sind durch den monatelangen Lockdown Gastronomie, Hotellerie und weite Teile des Einzelhandels planmäßig so weit ruiniert, dass sich sich die Unternehmer, die überhaupt noch einmal öffnen, auf jeden Ablasshandel einlassen. Selbst ihre Branchenverbände halten sich inzwischen verschüchtert zurück – und verbuchen es gar als Erfolg, wenn überhaupt über Öffnungen debattiert wird, unter welchen Voraussetzungen auch immer.

Welche Rolle Schnelltests dabei spielen, beschrieb gerade der „Tagesspiegel“ in einem denkwürdigen Artikel. Die von der Bundesregierung frei verkäuflich gestellten, fortan ohne Arztbindung in Apotheken erhältlichen Tests bedeuten für Hersteller nicht nur ein Riesengeschäft, sondern ohne sie soll fortan nichts mehr gehen. Deshalb wohl ist etwa vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) über den künftigen Umgang mit Geimpften so gut wie nichts mehr zu hören – beziehungsweise die Frage, ob Einrichtungen für Geimpfte früher geöffnet werden könnten.

Resignierte Verbände

Im Gegenteil: Proaktiv fordert die Branche geradezu noch viel mehr Corona-Schnelltests: „Es geht dabei insbesondere um die flächendeckende Ermöglichung einfach durchzuführender, möglichst kostenfreier Antigen-Schnelltests beziehungsweise neuer Spucktests, die zum Beispiel bei Veranstaltungen, Kongressen oder auf Reisen die Sicherheit für Gäste, Mitarbeiter und Unternehmer erhöhen„, so Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, laut „dts Nachrichtenagentur“. Die Organisation vertritt immerhin 2,4 Millionen Personen – einschließlich mitarbeitender Inhaber und Familienangehöriger.

Wie dies praktisch aussehen soll und wird, mag man sich nicht ausmalen: Einchecken oder am Tisch Platz nehmen nur mit Impfnachweis – und/oder Unbedenklichkeitsnachweis per Teststreifen; Tests, die so alltäglich werden sollen wie Tempotaschentücher. Dazu dann noch die ständige FFP2-Maske, Abstand, Kontaktbegrenzungen und Gästebeschränkungen. Was die Traumvorstellung von Gesundheitsneurotikern, totalitären Kontrollfreaks und verhaltensgestörten Soziopathen ist, die sich solche widernatürlichen Regeln für alle Ewigkeit ausmalen, ist für jeden geistig gesunden Menschen ein Alptraum. Wer möchte so leben? (DM)