Steinmeiers Corona-Totenkult: Staatliche Gedenkfeier geplant

So vielen Gruppen, Opfern, Hinterbliebenen und Betroffenen hat Frank-Walter Steinmeier in seiner Dienstzeit bereits „eine Stimme gegeben“ – es ist ein Wunder, dass er überhaupt noch seine eigene hat. Und die erhebt er wieder einmal bedeutungsschwanger, um für eine weitere andachtsvolle Inszenierung zu werben: Mit möchtegern-pathetischem Timbre setzt sich der Bundespräsident für eine spezielle Corona-Gedenkfeier im April ein. Was Steinmeier im Sinn hat, ist in Wahrheit eine ebenso heuchlerische wie zynisch politische Propagandashow.

Heuchlerisch deshalb, weil sich die Politik vor Corona und erst recht seit Corona nicht um die übergroße Mehrzahl von Menschen schert, die in diesem Land an nicht minder tragischen, oft noch grausameren und weitaus tödlicheren Krankheiten sterben, Tag für Tag und ohne dass in ihrem Namen je Lockdowns, pandemische Notlagen und Grundrechtsaussetzungen durchgesetzt wurden. Und zynisch, weil gerade die Monofixierung auf ein Virus inder die zum politischen Programm verkommenen Dauerfarce „Corona“ dazu führt, dass immer mehr Menschen sterben – durch die Maßnahmen, nicht nur die Krankheit selbst: Infolge medizinischer Vernachlässigung sonstiger Patienten durch verschobene Operationen; durch im Lockdown gestiegenen Drogen- und Alkoholkonsum; durch steigende Gewalt und Suizidalität – um nur einige höchstwahrscheinliche Ursachen zu nennen.

All diese Kollateralschaden einer beispiellosen politischen Betriebsblindheit hat kein Spitzenpolitiker in seinem Covid-Totenkult auf dem Schirm. Natürlich steht völlig außer Frage, dass infolge Corona Verstorbene -und zwar aus allen Altersgruppen, und seien es 100-jährige – tragisch sind und ihr Schicksal Aufmerksamkeit verdient. Aber die in diesem Land 900.000 Jahr für Jahr an anderen Todesursachen Verschiedenen pro Jahr verdienen diese Aufmerksamkeit ebenfalls.

Plant Steinmeier auch staatliche Gedenktage jeweils für Krankenhauskeim-Opfer, für Magen-, Darm-, Lungen-, Brust- und Prostatakrebstote, für an Herzinfarkten und an Schlaganfällen Verstorbene? Dann käme er aus dem Kerzenentzünden im Fenster von Schloss Bellevue nicht mehr heraus. (DM)

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