Wenn bei Linken die Gehirne einfrieren: Polarwirbel, Winterchaos, Blutschnee – alles Klimawandel

Schnee in Mitteldeutschland: Zeichen der Erderwärmung (Foto:Imago/Berg)

Von Jahr zu Jahr werden die Versuche der Klima-Ayatollahs drolliger und beknackter, immer schon dagewesene natürliche Wetter- und Temperaturschwankungen durch passende Messreihen („seit Beginn der Aufzeichnungen“) oder stetig neue Erklärungsansätze zu Auswirkungen des Klimawandels umzudichten. Ob es zu heiß, zu kalt oder zu gemäßigt ist, ob es scheint, stürmt, regnet – alles muss Folge der menschgemachten Erderwärmung sein.

Wenn Dürre, Trockenheit, Niederschlagsarmut und sengende Sonne in Hochdruckphasen und Omega-Wetterlagen unser Wetter dominieren, dann steht der Einfluss des „Klimas“ außer Zweifel. Wenn das Wetter hingegen gerade nicht zur religiös propagierten Klimaerhöhung passt, belehren uns grüne Klugscheißer und ihre assoziierten Medienjünger, Wetter hätte nichts mit Klima zu tun – im Gegenteil. Das Portal „wetter.de“ belehrt etwa seine Leser: „Deshalb ist der Winter 2021 ein gutes Beispiel für den Klimawandel„. Was nicht passt, wird passend geframed. Und „Bild“ berichtet von Wissenschaftlern, die die gegenwärtige winterliche Heimsuchung eindeutig der Erderwärmung zuzuschreiben.

Die Verirrungen haben tragische Dimensionen erreicht – so sehr, dass sich der Alarmismus von den Ereignissen völlig entkoppelt hat. Es ist fast schon in Vergessenheit geraten – doch bevor Karl Lauterbach seine neue Erfüllung als Corona-Untergangsprophet fand, befriedigte er seine morbide katastrophenschreierische Neigung zum Alarmismus tatsächlich noch als Klima-Mahner. Wie seriös damals schon seine „fundierten“ Einschätzungen waren, zeigte sich etwa in einem Tweet, in dem er die indonesischen Tsunamitoten nach der Erdbebenkatastrophe Ende 2004 als „Klimaopfer“ bezeichnet hatte.

Corona steht übrigens in noch einer unappetitlichen Tradition der Klima-Alarmisten. Dass manche „Heiligen Kühe“ der Wissenschaft – sei es als Medienlieblinge oder Regierungsberater – nichts von ihrer wissenschaftlichem Autorität einbüßen, selbst wenn sie durch die Realität wieder und wieder entzaubert und widerlegt werden, ist kein Privileg heutiger Virologen: Auch meteorologische Berufs-Unken wie die Weltuntergangs-Allzweckwaffe der Öffentlich-Rechtlichen Mojib Latif können sich widersprechen, ohne dass es jemandem aufzufallen oder zu bekümmern scheint. Angesichts der gegenwärtigen mitteldeutschen Winterwalze, die mit rotem Saharastaub und meterhohen Schneeverwehungen aufwartet, mutet etwa Latifs Prognose aus dem Jahr 2000 wie ein gelungener Griff ins Klosett an:

(Screenshot:Twitter)

Mit einer beinahe abergläubischen Besessenheit schwadronieren Klimajünger, die das Pferd vom Schwanz her aufzäumen wollen, neuerdings sogar einen kausalen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Corona: Begeistert twitterte FFF-Teletubby Luisa Neubauer über einen skurrilen Post des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, das vermeldet hatte, „globale Treibhausgasemissionen im Laufe des letzten Jahrhunderts“ hätten den wahrscheinlichen Ursprungsort von SARS-CoV-2 in Südchina „zu einem Hotspot für Coronaviren“ gemacht, die dann „von Fledermäusen übertragen werden.“ Also keine Tiermärkte, sondern westliche Vielflieger (wie „Vampirella“ Neubauer selbst) und CO2-Aasgeier sind schuld am Virus, das sie jetzt lahmlegt; eine lupenreine Verschwörungsspekulation, ähnlich plausibel wie die These vom laborerzeugten oder planmäßig in die Welt gesetzten Virus – doch wenn das Label Klima dranhängt, wird blühender Blödsinn zur Gewissheit. Übrigens: den grandiosen Debattenbeiträgen des besagten Potsdamer Instituts gehörte 2019 auch die grundfalsche und damals sofort widerlegte Ente, in jedem Steak steckten „70 Liter Öl„.

Doch in der heutigen Klima-Muppetshow darf sich jeder nach Kräften entblöden – und wird dafür noch hofiert und nobilitiert. Wie die „Welt“ jetzt offenlegte, fand die Bundesregierung im Corona-Krisenjahr 2020 mindestens 22 Male Zeit und Gelegenheit, Fridays for Future-Vertreter zu treffen; unrühmlicher Höhepunkt dieses Affentheaters um demokratisch in keinster Weise legitimierte, dennoch mit privilegiertem Direktzugang zu den Schaltzentralen der Mächtigen ausgestatteten Klimajünger und Schulschwänzer war das „Gipfeltreffen“ Angela Merkels im Kanzleramt mit Greta Thunberg und Neubauer. (DM)