Angriff der Killer-Mutanten, 3. Welle, explodierende Kurven: Vor der Lockdown-Verlängerung dreht die Propaganda auf

Mutantenhorror - Das Schicksal Deutschlands (Satire-Collage)

Inzwischen geht der Politik die Munition aus, um die Panikhetze aufrechtzuerhalten: Die realen Zahlen sinken zwar und entfernen sich immer weiter von den Drohkulissen, die uns zur Lockdown-Begründung seit Wochen aufgespannt werden. Doch Politik und Staatsvirologen „warnen“ – und prophezeien auch nach dem -zigsten Nichteintritt der eigenen Prognosen munter weiter das herannahende Unheil. Und wenn sich die Mutantenrhetorik ihrerseits abnutzt, wechseln Söder, Lauterbach & Co. einfach das Register – und fangen schon mit der „nächsten Welle“ an.

So wie „die Mutationen“ praktisch zur Pandemie in der Pandemie hochgejazzt werden, so soll nun die durch sie angeblich drohende „dritte Welle“ die noch gar nicht beendete „zweite Welle“ abgelöst werden. Schuld sind „die Mutationen“, und was angeblich ernstzunehmende Wissenschaftler aus dem Beraterkreis der Bundesregierung diesbezüglich an Statements heraushauen, hat mit nüchterner Aufklärung und seriöser Gesundheitspolitik nichts mehr zu tun. Hier wird eine schaurige Inszenierung, ein erbärmliches Affentheater aufrechterhalten, dessen Regisseure und Choreografen im Kanzleramt und den Staatskanzleien die unbedingte Lockdown-Verlängerung als Selbstzweck betrachten.

(Screenshot:Twitter)

Die Riesenschweinerei, der schier sprachlos machende Lug und Trug hinter der Mutations-Panikmasche erschließt sich jedem, der sich die aktuellen Zahlen verdeutlicht: Gerade noch 3.379 neuen Fälle meldete das RKI (wohlgemerkt kein durch Meldeverzug künstlich niedriger Wochenendwert). Stefan Homberg weist darauf hin, was die Leitmedien natürlich konstant verschweigen: Auf 7 Tage hochgerechnet ergäbe sich auf dieser Grundlage schon jetzt eine Inzidenz von 28 – also deutlich unter dem Zielwert 50. Das Entscheidende jedoch ist: Diese Zahlen laufen wegen Inkubationszeit und Meldeverzug ein bis zwei Wochen nach; möglicherweise sind wir schon bei 10 und wissen es nicht?

Ausgehend vom seit Anfang Januar bekannten Vorkommen und der angeblich unvermeidlichen Ausbreitung durch rasantes „Überrennen“ der britischen Mutante – siehe oben – müssten die Zahlen jedoch eigentlich nicht stagnieren, sondern massiv ansteigen. Das Gegenteil ist der Fall – und das, obwohl inzwischen wie besessen bei PCR-Tests auch Genome sequenziert werden, um wunschgemäß Mutanten für Massenausbrüche verantwortlich zu machen. Die werden dann, wie im Fall des baden-württembergischen Schraubenhersteller Würth, zwar theatralisch vermeldet („Corona-Ausbruch bei Würth – britische Mutation festgestellt„), scheinen aber trotzdem nicht die angebliche Explosion zu triggern.

Im Gegenteil: Nicht einmal mehr die Staaten, in denen die Mutante angeblich so apokalyptisch wütet – Großbritannien und Irland – taugen noch zur mahnendem Abschreckung. In Irland sind die Fallzahlen um 80 Prozent gesunken, in England um 60 Prozent – „und das, während sich die Variante weiter ausgebreitet hat„, empört sich der (von Merkel als Regierungsberater abgelehnte, da zu maßnahmenkritische) Epidemiologe Klaus Stöhr gegenüber „Bild„, der eine fortschreitende politische „Panikmache mit der Mutation“ sieht. Kein Wunder, dass die Corona-Horrorpriester neuerdings nur noch kleinlaut oder gar nicht von den beiden Inselstaaten sprechen, wenn sie das Mutanten-Schreckgespenst beschwören.

Lauterbach: Lasst alle Hoffnung fahren

Kurven, die nicht steigen, sondern fallen; Rechenmodelle, die schon durch die Inzidenzzahlen im eigenen Land widerlegt sind: Es ist der blanke Irrsinn, mit was uns hier die nächste Lockdown-Verlängerung als unerlässliche Notwendigkeit verkauft werden soll. Doch unbeirrt dominieren die Debatte Lockdown-Psychopathen und Scharfmacher. Zum Beispiel nach wie vor SPD-„Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach, der eher auf die Couch als auf die Studiosessel öffentlich-rechtlicher Talkshows gehört. Kurz vor dem morgigen Kanzlergipfel trommelt er wieder für seine neue Lebensaufgabe, die Deutschen längst- und maximalmöglich wegzusperren: „Ich glaube, dass eine sich langsam aufbauende dritte Welle im März kaum mehr zu verhindern ist, aber es liegt an uns. Der Gipfel mit der Kanzlerin wird von entscheidender Bedeutung sein“. Für die nächsten Wochen dürfe man sich „keine Hoffnungen machen“. Wobei Wochen bei Lauterbach schnell zu Monaten, am liebsten Jahren werden.

Immerhin regt sich zumindest punktuell Widerstand gegen die kollektive Neurose: Der Virologe Alexander Kekulé, der in der Vergangenheit ebenfalls Worst-Case-Szenarien propagierte, erklärte gegenüber der „Welt„, er glaube nicht daran, dass die Mutation allein für eine veränderte Dynamik verantwortlich sei. Für Politiker sei es einfacher zu sagen: „Ich war es nicht, das war die Mutante. Die typische Argumentation laute dann: „Die verheerenden Zahlen haben nichts mit meinem Corona-Management zu tun, das war die dritte Welle, die Pandemie in der Pandemie„, so Kekulé. Und Stöhr nennt die Daten aus England und Irland einen „eindeutigen“ Beweis dafür, dass sich die Eigenschaften des Virus „nicht so signifikant verändert (haben), dass die Bekämpfung nicht mehr gelingt.

Mit seiner Geduld am Ende ist inzwischen auch Tübingens OB Boris Palmer: Bezugnehemd auf eine von ihm so bezeichnete „Grafik des Grauens“ zu den Mutanten, die (nach inhaltsgleicher Veröffentlichung in der „Süddeutschen“ am Wochenende) nun auch im „Spiegel“ erschien und die eine angebliche Entwicklung visualisierte und auf die sich unter anderem Markus Söder mit seinem Geunke von der „nächsten Welle“ beruft, schrieb der Grüne auf Facebook: „Ich habe dazu zwei Fragen: 1. Wieso sinken die Zahlen trotz Mutation in UK schneller als bei uns? 2. Was bringt der Lockdown noch, wenn die Mutante so infektiös ist, dass sie uns sowieso überrollt?“ Antworten darauf werden ihm die Regierungsvirologen wie auch Merkels Corona-Junta, die morgen die Verlängerung des Irrsinns beschließen, sicher nicht geben. Ansonsten wäre ihre politische Pandemie nämlich keinen Tag länger begründbar.  (DM)