Nur noch irre! EKD-Chef Bedford-Strohm und Kardinal Marx rufen nach Verfassungsschutzbeobachtung der AfD

Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx (Foto:Imago/Lindenthaler)

Die Führungsspitzen der Kirchen in Deutschland sind in der Vergangenheit immer wieder durch politische Einflussnahme aufgefallen. In einer unerträglich penetranten Weise tun dies der scheidende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm und der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Diese fordern, die AfD durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

Dazu gebe es „offensichtlich Anlass“, so der evangelische Oberhirte Bedford-Strohm gegenüber der Augsburger Allgemeine (AZ) in einem Doppelinterview mit dem Münchner Kardinal Reinhard Marx. „Es ist doch ganz deutlich, dass die AfD die rechtsradikalen Strömungen, die es in ihr gibt, nicht in den Griff bekommt und sich nicht überzeugend von ihnen trennt.“

Sein Kollege von der katholischen Fraktion, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, vertrat gegenüber der AZ die Ansicht, die AfD liefere „reichlich Anschauungsmaterial“. Dieses müsse das Bundesamt für Verfassungsschutz nun prüfen und dann darüber entscheiden. Marx bemüht dann noch eine aktuelle Umfrage der Bertelsmann Stiftung von Angela Merkels Busenfreundin Liz Mohn. Diesem Machwerk zufolge würden bei fast einem Drittel der befragten potenziellen AfD-Wähler „manifest rechtsextreme“ Einstellungen vorliegen. „Das beunruhigt mich sehr“, so der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Im Interview mit der linkspolitisch orientierten AZ durften die beiden Kirchenvertreter beklagen, sie würden wegen ihres Einsatzes für die „Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer“ immer wieder aus den Reihen der AfD attackiert. Schlimm sei das. Man könne über Seenotrettung diskutieren, führte Bedford-Strohm aus. Wer aber beim Thema „humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen“ von „Verrat am deutschen Volk“ spreche, verrate nur seine rechtsradikale Gesinnung. Bedford-Strohm bezog sich hierbei offensichtlich auf eine Äußerung des AfD-Fraktionsvorsitzenden im rheinland-pfälzischen Landtag, Uwe Junge.

Junge hatte hatte wegen der finanziellen Unterstützung von sogenannten „Flüchtlingsorganisationen wie „Sea-Eye“ durch die Erzdiözese München und Freising gewittert, der Teufel solle Kardinal Marx holen. Was dieser tue, sei Verrat am deutschen Volk.

Kardinal Reinhard Marx spendete Ende Januar 50.000 Euro. Die wiederholte Geldgabe stammt natürlich nicht aus dem Privatvermögen des Herrn Großverdieners, sondern aus den Haushaltsmitteln, die ihm aus dem Etat der Erzdiözese für soziale, caritative und weltkirchliche Zwecke bereitstehen.

In welchem unglaublichem Ausmaß die evangelische und katholische Kirche in Deutschland ihren politischen Einfluss geltend machen, zeigt sich in erschreckender Weise seit 2015 auch in ihrer regierungsnahen Positionierung zur Merkel´schen „Flüchtlingskrise“. All jene, welche die mehrheitlich muslimische Massenmigration kritisierten, wurden und werden von den Kirchenfunktionären abgekanzelt.  (SB)