Verlängerung, die nächste: Brinkmann, Lauterbach und die Apokalyptischen Reiter

Die Ratgeber des Schreckens (Fotos:Imago)

Wenn irgendeine staatliche „Strategie“ in dieser Pandemie funktioniert, dann ist es die präzise Feinabstimmung bei der propagandistischen Anbahnung der jeweils nächsten Verlängerungsrunde. Seit vergangene Woche brachten die Durchhaltemedien und die Regierenden in wohlgesetzten, sich steigernden Verlautbarungen die „Mutationen“ zunehmend als neueste Bedrohung aufs Tapet – obwohl die Zahlen sowohl bei Infektionen als auch Intensivbelegungen weiter fallen. Und pünktlich vor dem nahenden Corona-Gipfel treten als Verstärkung und Sidekick die Hofviroligen, Experten und Berater der Bundesregierung auf den Plan.

Und wie bei den letzten Malen werden Entwurfspapiere – zur Vorsondierung öffentlicher Reaktionen – gezielt an ausgewählte Medien „geleakt“, damit die spätere Verkündung nicht allzu überraschend kommt und möglichen Spontanprotesten die Spitze genommen wird. Das Durchwinken heute ist dann nur noch Formsache. Dass diese Regierung uns freiwillig unsere Freiheit oder Normalität zurückgibt, glauben inzwischen nur noch Wachkomapatienten.

Unter Merkels Kampfhunden finden sich zu fanatischen Glaubenskriegern mutierte Wissenschaftler wie Melanie „Karla Lauterbach“ Brinkmann, die sich bereits als Anhängerin der Zero-Covid-Fraktion outete (und damit die brandgefährliche ideologische Schieflage in der Zusammensetzung des exekutiven Beratergremiums verdeutlichte, das über Existenz und Grundrechte von 83 Millionen Deutschen mitentscheidet). Nähme Brinkmann ihr eigenes Horrorgetröte ernst, dürfte sie sich für eine weitere Lockdownverlängerung gar nicht mehr starkmachen – denn dem „Spiegel“ vertraute sie am Wochenende an: „Der Wettlauf ist längst verloren.“ Wenn das so ist, wozu sollen wir uns dann noch einsperren lassen, und wieso wird uns dann – so ein weiteres Brinkmann-Zitat – „Corona noch bis 2022 und wahrscheinlich darüber hinaus beschäftigten„? Fürwahr: Als zum letzten Mal vor 35 Jahren ein „Doktor Brinkmann“ über die Deutschen kam, als Schwarzwaldklinik-Chefarzt im Glottertal, war die Laune besser.

Aber auch RKI-Chef Lothar Wieler röhrt den Panik-Blues und schwadroniert wider besseres Wissen (ein Blick nach England und Irland beweist es, wo die die Zahlen rapide purzeln) von durch die Decke schießenden Mutantenausbrüchen. Wie auch Drosten – und natürlich „Euer Merkwürden“ Karl Lauterbach, der wie immer genau zu wissen meint, wie sich Kurven und Fallzahlen entwickeln was für die deutsche Volksgesundheit unerlässlich ist, aber noch nicht einmal für die eigene Zahnhygiene sorgen kann.

Schlagzeilen mit Zitaten deutscher Corona-„Experten“ (Screenshot:Netzfund)

Bei diesen „höchst wissenschaftlichen“ Einlassungen, die sich unseriöserer Sprachbilder und Formulierungen bedienen als populistischste Stammtischrunden nach der zehnten Runde Freibier (und vom deutschen Medien-Gesinnungsgulag unhinterfragt nachgebetet werden), ist es kein Wunder, dass die enthemmte Zerstörung der deutschen Wirtschaft, die Vernichtung jeglichen Soziallebens, das seelische und auch körperliche Krankmachen von Kindern, die Zukunftssabotage einer ganzen nachwachsenden Generation und die Tortur für Millionen Familien von einer fatalistischen oder nach wie vor überzeugten Mehrheit widerspruchslos geschluckt wird.

Übrigens wird jetzt auch klar, wieso die beliebte SAT1-Moderatorin Marlene Lufen für ihr authentisches, ehrliches und aus der Tiefe ihrer Seele gesprochenes Video über die Kollateralschäden des Lockdowns und die mit ihm einhergehenden Gefahren von linken Medien prompt in der Luft zerrissen und unter Verweis auf den falschen Applaus plattgemacht wurde: Eine Woche vor der Scheinberatung und Verkündung der längst feststehenden neuen Knockdown-Runde ist das von jedem achten Deutschen gesehene Statement einer Maßnahmenkritikerin natürlich unerwünschte Feindpropaganda. Deshalb hielten „Stern“ und „Süddeutsche Zeitung“ dagegen – ganz im Sinne der informellen Groko-Reichsschrifttumskammer. (DM)