Wie die Geier: Klinik-Geschäftsführer erschleichen sich Impfung

Impfung (Bild: shutterstock.com/Von PhotobyTawat)

Hessen/Bad Wildungen – Eigentlich sollte nur medizinisches Personal der Klinik im hessischen Bad-Wildung die Impfung bekommen. Die dortige Klinikleitung soll jedoch Impfdosen dem Personal vorenthalten und privat für sich und Familienangehörige genutzt haben.

Die Unfähigkeit der Merkel-Regierung, die angeblich so lebensnotwendigen Corona-Impfdosen in auch nur annähernd ausreichender Menge zu beschaffen, gepaart mit monatelanger Panikmache, verleitet Menschen mittlerweile zu aberwitzigen Handlungen. So haben zwei Führungskräfte der Werner Wicker Klinik in Bad Wildungen (Waldeck-Frankenberg) wegen des Impfengpasses die Sache selbst in die Hand genommen und dafür gesorgt, dass sie vorzeitig die Corona-Impfungen erhalten haben, obwohl sie nicht zur priorisierten Personengruppe gehören. Das bestätigte die Klinik am Dienstag.

Wie die Geier scheint sich die Verwaltungsleitung über den heißbegehrten Corona-Impfstoff hergemacht zu haben und ließen sich selbst und Familienmitglieder impfen, obwohl das Serum für das Personal der Klinik bestimmt gewesen sein soll. Unklar seien die Details, wie es dazu kommen konnte, wie viele Privatpersonen involviert sind und welche Hintergründe dafür ausschlaggebend waren. In zumindest einem Fall soll es sich um ein Familienmitglied handeln, das auch für die Klinik im medizinischen Bereich arbeitet, berichtet hierzu das Magazin lokalo24.de.

Die Mitarbeiter der Führungsebene seien mit sofortiger Wirkung freigestellt worden, es würden außerdem personalrechtliche Konsequenzen geprüft, teilte die Klinik mit.

Eine ähnliche Panik-Impfungen soll sich laut dem MDR in Stendal ereignet haben. Auch dort soll sich die Spitze der Verwaltung des Johanniter-Krankenhauses gegen das Coronavirus geimpft haben lassen, obwohl sie laut Impfplan nicht an der Reihe war. (SB)