Ärztin empfiehlt Schwangeren, sich zu impfen. Hoffentlich droht nicht ein Contergan-Skandal!

Coronaimpfung einer Schwangeren (Symbolbild: shutterstock.com/Von Unai Huizi Photography)

Diesen Namen sollte man sich merken! Sandra Ciesek. Fachärztin für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Weil sie sich scheinbar Sorgen um das Impf-Image der Merkel-Regierung macht, empfiehlt sie Schwangeren und Frauen mit einem Kinderwunsch die Impfung mit dem unausgetesteten Corona-Vakzin.

Werdende Mütter sind naturgemäß hoch sensibilisiert, wenn es um ihre Gesundheit geht, hängt von dieser doch unmittelbar auch das Wohlergehen ihres ungeborenen Kindes ab. Die Skepsis gegenüber einem unausgereiften, in Windeseile durch Zulassungsverfahren gepeitschten neuartigen mRNA-basierten Corona-Impfstoff ist bei Schwangeren oder Frauen mit einem Kinderwunsch mehr als nur angebracht.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek – offenbar von der Sorge getragen, dass Merkels Corona-Impfkampagne ein Rohrkrepierer werden könnte – trommelt aktuell intensiv ausgerechnet bei dieser Personengruppe für die Corona-Impfung. Frauen mit Kinderwunsch müssten keinerlei Angst davor haben, dass der Impfstoff unfruchtbar machen könnte. Das seien alles „Gerüchte“ und Teil von  „Fehlinformationskampagnen“, die das Ziel hätten, das Vertrauen in die Impfstoffe zu untergraben. Es mache biologisch „keinen Sinn“ und es gebe keine  medizinisch keine Hinweise, dass dieses Gerücht wirklich stimmt und dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt werde durch die Impfung und die Antikörper, die gegen das Spike-Protein gebildet werden, so Ciesek.

Wegen fehlender Studiendaten hat die Ständige Impfkommission bislang keine generelle Corona-Impfempfehlung für Schwangere herausgegeben, das steht selbst auf der Seite des RKI. Aber Frau Ciesek weiß ganz genau: Auch Schwangere könnten sich impfen lassen. Ciesek behauptet: „Für Schwangere ist die Erkrankung prinzipiell gefährlicher als die Impfung.“ Die Alternative, wenn Schwangere sich nicht impfen lassen, wäre dann, bereits im Säuglingsalter gegen Sars-CoV-2 zu impfen. „Darüber wird im Augenblick diskutiert, immerhin gibt es ja bereits Impfstoff-Studien bei Kindern ab 12 Jahren“, verkündet Ciesek gegenüber dem Focus. Dass man in Zukunft aber wirklich jeden Säugling impfen werde, daran glaubt die impfwütige Virologin nicht und meldet im Nebensatz sogar Bedenken an: „Auch ob das ethisch überhaupt gerechtfertigt ist, muss diskutiert werden.“ Man impfe ja auch nicht jeden Säugling gegen Grippe.

Cieseks Engagement, Merkels Impfkampagne bedingungslos und bei jeder Personengruppe durchzudrücken, erklärt sich mutmaßlich dadurch, dass die Medizinerin fest in die staatliche Corona-Trommeltruppe eingebunden ist. Seit September 2020 ist Ciesek abwechselnd mit Christian Drosten zu Gast im öffentlich-rechtlichen NDR-Podcast Coronavirus-Update und „erklärt“ dem Wahlvolk die COVID-19-Pandemie.

Mit keinem Wort geht die Merkel-Virologin indes auf Meldungen ein, wie sie auf der englischsprachigen VOX Seite Anfang Februar erschien sind. Wie jouwatch berichtete, ließ sich in der 14. Schwangerschaftswoche eine schwangere Ärztin die neuartige Covid-19 Impfung „aufs Auge drücken“. Eine halbe Woche später erleidet sie eine Fehlgeburt.

In Bezug auf Cieseks Aussage, es würden keinerlei Daten dazu vorliegen, dass die Corona-Impfstoffe unfruchtbar machen könnten, oder für Schwangere gefährlich und alle Meldungen dazu „Gerüchte“ und Teil von  „Fehlinformationskampagnen“ seien: Bei der folgenschwerste Arzneimittelkatastrophe des 20. Jahrhunderts, dem Contergan-Skandal, wurde ganz ähnlich argumentiert. Nach Informationen des Bundesverbands Contergangeschädigter kamen insgesamt etwa 5000 contergangeschädigte Kinder zur Welt. Andere Quellen sprechen von 10.000 Fällen weltweit, von denen 4000 auf Deutschland entfielen. Von diesen ist die Hälfte bereits verstorben. Zudem kam es zu einer unbekannten Zahl von Totgeburten.

An dieser Stelle bleibt für Ciesek – aber ganz besonders für Schwangere und deren ungeborene Kinder zu hoffen, dass sich die Aussagen der Medizinerin bewahrheiten. (SB)