Kevin Kühnert gibt bekannt: Wer Lauterbach kritisiert, sät Hass

Ausgerechnet, nachdem sich Bayern-Trainer Hansi Flick über die pausenlosen Appelle und Lockdown-Suaden sogenannter „Experten“ in der Corona-Krise beschwert und dabei namentlich Karl Lauterbach genannt hatte, stilisierte sich dieser gestern zum Opfer „rechter Hetze“ und jammerte medienwirksam über Drohungen und Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen gegen sich. Gestern erhielt er dann auch noch Rückendeckung von seiner Parteispitze: SPD-Babyface Kevin Kühnert ging auf Flick los und unterstellte ihm Verantwortungslosigkeit.

Soweit sind wir anscheinend nach einem Jahr Pandemie und, damit einhergehend, nach einem Jahr Lauterbach-Dauerpräsenz auf praktisch allen TV-Kanälen also schon gekommen: Wer gegen den wirren Professor mit Fliege und charmanter Zahnfäule den Mund aufmacht, der handelt also verantwortungslos. Deshalb, so Kühnert laut „Welt„, müsse sich Flick jetzt auch bei Karl Lauterbach „entschuldigen„. Wörtlich hatte Flick gesagt: „Ich kann die sogenannten Experten nicht mehr hören. Die sollen sich mal zusammensetzen, eine Strategie entwickeln, damit man irgendwann mal ein Licht im Tunnel sieht.“ Für diese völlig zulässige, angebrachte und zudem berechtigte Bemerkung muss man sich heutzutage also entschuldigen? Was hat Kühnert geraucht?

Bislang galt lediglich Kritik an Deutschlands oberstem Virologen-Nestor Christian Drosten als Blasphemie – doch nun will Kühnert die Schutzklausel anscheinend auch auf Deutschlands oberste Paniktrompete Lauterbach ausweiten. Und so darf sich dann ein gestandener Mann wie Flick, der wirtschaftliche, sportliche und gesellschaftliche Verantwortung für den wichtigsten deutschen Fußballverein trägt und dessen Wirken mit Gewissheit systemrelevanter ist als die vermeintliche Debattenhoheit einer marginalisierten Bevormundungspartei, von einem staatsalimentierten Nachwuchsfunktionär und Dreikäsehoch wie Kühnert sagen lassen, der deutsche Profifußball lasse „die nötige Demut“ vermissen.

Kritik und Morddrohungen, alles dasselbe

Klar, dass Kühnert dazu listig die von Lauterbach bezweckte gleichsetzende Vermengung von strafbaren anonymen Drohungen mit sachlich berechtigter, von gefühlt wohl jedem klardenkenden Deutschen insgeheim geteilte Kritik wiederholte: „Karl Lauterbach und viele andere sind in diesen Tagen massiven Drohungen bis hin zu Morddrohungen, Gewaltfantasien und ähnlichem ausgesetzt… Wenn man dann einfach unreflektiert draufhaut, sie als sogenannte Experten bezeichnet und in der Sache gar nicht begründet, wo eigentlich der Widerspruch liegt, dann trägt man auch eine Mitverantwortung dafür, dass so ein Klima des Hasses gesät wird.“

Wir lernen also: Wer Widerworte gegen die Fürsprecher eines wissenschaftlich unbegründeten Dauerlockdowns wagt, der sät jetzt auch schon Hass. So hat es ja auch schon Lauterbach selbst gestern larmoyant formuliert: „Erneut rollt eine Hasswelle über mich im Internet!„. Mit den stupiden Einlassungen ihres Jung-Parteivizes schießt sich die SPD jedenfalls selbst zuverlässig weiter ins Abseits. (DM)