Die Welt als Wohngemeinschaft: Hofreiters Hippieträume sind Teil einer UN-Strategie

Anton Hofreiter (Foto: Imago)
Anton Hofreiter (Foto: Imago)

Schöne neue Welt. Aldous Huxley wird von den Gremien der United Nations noch getoppt. Was immer auch einstige SF-Pioniere wie George Orwell, H.G. Wells oder eben Huxley sich an Horrorszenarien für die Zukunft der Menschheit erdachten, droht finsterste und höllischste Realität zu werden.

Von Hans S. Mundi

Mit einem ideologischen Eifer, wie einst bei Mao Zedongs blutrünstigen roten Garden, während ihrer Massenmorde bei der chinesischen Kulturrevolution, haben sich fiese Eliten internationale Institutionen, Parteien und die akademischen Stätten weitgehend einverleibt. Hier wird gelenkt, gesteuert, gehirngewaschen. Hierbei wurden ideologische Brücken zu etwa einem „Deutschen Institut für Entwicklungspolitik“ gebaut. Wie auch bei der „Klimapolitik“ geben sich so gleichgesinnte Weltenretter gegenseitig Stichworte, bestärken sich in der einzig richtigen „wissenschaftlichen Wahrheit“, baut eine quasi ökosozialistische Hinterzimmer-Weltregierung an der wohl größten Umerziehung, Enteignung und Versklavung der Menschheit.

Zwei Themenkomplexe stehen im Fokus des bevorstehenden UN-Gipfels über Nachhaltige Entwicklung („Rio+20“): die Aussichten für eine globale „Green Economy“ im Kontext von Armutsbekämpfung und nachhaltiger Entwicklung sowie der institutionelle Rahmen der Vereinten Nationen (UN) im Bereich nachhaltige Entwicklung. Die öffentliche Aufmerksamkeit konzentriert sich im Vorfeld des Gipfels stark auf das Thema „grünes Wirtschaften“ und die Formulierung globaler „Sustainable Development Goals“ (SDGs). Die Weiterentwicklung der institutionellen Nachhaltigkeitsarchitektur der UN darf demgegenüber keine nachgeordnete Frage bleiben. Sie ist vielmehr Voraussetzung dafür, die visionären Green Economy– Ideen für das Alltagsgeschäft der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit greifbar zu machen und etwaige SDGs weltweit umsetzen zu können. „Rio+20“ sollte in diesem Sinne zumindest den Rahmen bieten, in dem die Staats- und Regierungschefs der Weltöffentlichkeit ultimativ eingestehen, dass der vermeintliche Widerspruch zwischen Umwelt und Entwicklung ein Konstrukt ist, das zum Wohle aller überwunden werden muss.“

Man beachte bitte die Wortwahl. Die heimlich und nur selten so offen in Erscheinung tretenden Elitenherrscher der Welt, wie etwa der brachial agierende Finanzjongleur George Soros, lassen die Staats- und Regierungschefs der westlichen Welt wie eine Schulklasse vorm strengen Eliten-Politbüro antanzen, damit diese dort mit gebücktem Haupt „eingestehen“, dass jegliche von der neuen Ökoweltbio-Norm abweichende Politik per Diktum nun „überwunden werden muss“. Haha, zum Wohle „aller“ – man gibt sich sozial, umweltfreundlich, ist gegen Armut, obwohl hier Typen die Strippen ziehen, deren inhumane Ausbeutungs-Geschäftsmodelle und finanziellen Transaktionen auf Kosten ganzer Staaten, diese erst zu Milliardären werden ließ. Die Hintermänner eines kruden, bizarren Neosozialismus sind die moralisch allerletzten Ferkel des Finanzkapitalismus, die sich ihre Welt des eines superreichen Drittels basteln wollen. Auf Kosten einer komplett „verarschten“ Gutmenschbevölkerung meint das Codewort „Nachhaltigkeit“ die Abschaffung automobiler Souveränität und somit die Einrichtung von Lebenszonen mit kleinem und kontrollierten Aktionsradius. Hinzu kommt das Hofreitersche Geplärre eines üblen Sektierers, der die Baupläne aus den Kreisen von UN und Welt-Elite schon mal herausrotzt: Eigenheim-Verbot, Eigentumsverbot, Leben nur noch on ebenfalls kontrollierten und quotierten Wohngemeinschaften, also einer Neuauflage von Wohnkommunen, die natürlich divers, geschlechtergerecht, multiethnisch und antifamiliär sein sollen. Merken Sie was? Lieber Untertan, merkst du eigentlich welche Hölle auf Erden da gerade als unsere Zukunft herbei konstruiert wird, zu der natürlich auch noch die bereits von der EU kräftig vorangetriebene Abschaffung des Bargelds im Horror-Katalog gehört.

„Kollektive Wohnformen der Zukunft: Gemeinschaft im Superlativ?

Radikal, experimentell, teils provokant und auf alle Fälle schmerzlich an unseren bisherigen Wohngewohnheiten und -bedürfnissen rüttelnd sind die Entwürfe einer Studentengruppe der Architekturfakultät der TU München. Unter dem Titel »Urban Living Concepts – history and future of collaborative living« haben die Studenten unter der Leitung von Philipp Lionel Molter der Professur für Entwerfen und Gebäudehülle radikal neue Ansätze im Umgang mit Wohnen entwickelt. Die Abstufungen von Gemeinschaft und Privatsphäre werden dabei teils bis an ihre – aus unserer heutigen Perspektive – maximale Toleranzgrenze verschoben. Vermutlich sind die internationalen Studenten – viele davon selbst sogenannte urbane Nomaden – in ihrer Denke und ihren Erfahrungen mit temporären Wohnformen bereits schon einen Schritt voraus.

Zielsetzung der Semesterentwürfe war es, alternative Wohnformen zu schaffen, die ein Gegenkonzept zur urbanen Anonymität kreieren und deren Bewohner – Singles, Paare, Familien und ältere Menschen – auf Zeit zu einer echten Gemeinschaft werden. Dabei lag die Prämisse zugrunde, gleichermaßen einen Betrag dazu zu leisten, kostengünstige Wohnkonzepte mit einem reduzierten Pro-Kopf-Quadratmeterverbrauch zu entwickelt, sowie komfortable und lebenswerte Wohnbedingungen für die stetig wachsende Zielgruppe der urbanen Nomaden zu schaffen. Die Idee basiert auf einer Minimierung des privaten Raums durch gemeinschaftlich genutzte Flächen, die einen Mehrwert für alle Bewohner schaffen.“

Die vermeintliche wissenschaftliche Elite, die an den Vorgaben der UN-Ideologen direkt dranhängt, transformiert die neue Lehre in entsprechende Lehrpläne und baut daraus ideologische Stolperfallen für Studenten, die, besoffen von der Weltrettungsidee der Allegleichheit, dann über das kommende Weltkollektiv schwadronieren, welches die Masse Mensch wie Kaninchen und Hühner in Ställe pfercht und somit auch rein physisch die totale Entmündigung und Enteignung aller Menschen offen abstrebt. Während das eine Drittel der Luxus-Machthaber in Villen und Wohlstand residiert, sollen die abgehängten Zweidrittel wie Vieh gehalten werden. EIne kreuzdumme Jugend souffliert beim eigene Untergang. Man muss es gelesen haben.

Ineke Beysen, Michelle Hagenauer und Franziska Mühlbauer haben eine Art Raummöbel entwickelt, das die privaten Zonen im Inneren auf ein Minimum beschränkt (Bett, Stauraum, Tisch). Die an den Außenseiten des Raummoduls angeordneten Nutzungen (Sitzecke, Esstheke) befinden sich bereits in einem semiöffentlichen Zwischenraum. Die einzelnen Module sind frei im Raum angeordnet, zwischen ihnen ergeben sich gemeinschaftlich nutzbare Zonen. Es entstehen fließende Raumübergänge, Zwischenräume und Interaktionsräume. Der komplette Grundriss scheint in Bewegung. Die dynamische Anordnung der Zonen spiegelt die Energie der Bewohner wider. Durch die maximale Reduktion des Privatraums auf lediglich ein Möbelstück, sehen die Gastkritiker den Entwurf auch als Beitrag für ein experimentelles Hotelkonzept. Nicht unkritisch gegenüber der eigenen Objektivität, gestehen sie aber auch ein, dass dieser radikale Ansatz möglicherweise bereits den Einfluss der schnelllebigen digitalen Welt auf die Architektur spiegelt. Architektonischer Raum sei immer eine Antwort auf den jeweiligen gesellschaftliche Zeitgeist – die fließenden Räume von City of Minds könnten demnach die bauliche Entsprechung der flüchtigen digitalen Welt darstellen… Einen Community Lifecycle mit unterschiedlich großen Wohnmodulen vom 15 m2 bis 74 m2 für verschiedene Zielgruppen schaffen Alexandra Huber, Ekaterina Vyrodova und Matjia Goljar. Die privaten Wohnmodule werden in Clustern zu Gemeinschaften angeordnet, junge Menschen leben dann gemeinschaftlich mit Menschen mit Einschränkungen, ältere Menschen leben zusammen mit Familien. Alle Gruppen sollen dadurch maximal von dem Miteinander profitieren, ohne sich gegenseitig durch unterschiedliche Aktivitäten oder zu starke Eingriffe in die Privatsphäre zu stören. Im Zentrum des Gebäudes befindet sich ein offenes Atrium, das alle Cluster und Geschosse als gemeinschaftliche Mitte verbindet. Es entsteht das Gefühl eines Dorfplatzes. Die Bildung von Sozialclustern und die Integration von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen werden von den Juroren begrüßt. Der Entwurf erscheint, dank der relativ klassischen, privaten Wohneinheiten innerhalb der Gesamtstruktur, die mit Gemeinschaftsnutzungen ergänzt werden, als realisierbares Modell für eine hohe Personendichte mit geringer Pro-Kopf-Quadratmeterzahl und gleichzeitig hoher Wohnqualität.“

Grüne und Linke fordern längst, was bei der UN vorgedacht wurde und sorgen nun in Städten wie Berlin und Hamburg aus linken Regierungen heraus für die Bekämpfung von eigenem Wohnraum. Der Kolumnist der Nürnberger Zeitung, Thomas Rietig, nannte dieses soeben in seiner Kolumne vom16. Februar „Spuren von Stalinismus“. Tja, Herr Kollege, das kommt dabei heraus, wenn man eine DDR-Kanzlerin jahrelang hofiert, das bürgerliche Lager massiv bekämpft und sich der Political Correctness unterwirft. Nun kommt ein neues linkes Aktionsbündnis auf den Plan, gehätschelt von reichen Eliten, die das trojanische Pferd rund um den Erdball reiten.