Von wegen Verschwörungstheorie: Forscher der Uni Hamburg vermuten Corona-Entstehung in Wuhan-Labor

(Symbolbild:Imago/ANE-Edition)

Sometimes truth is stranger than fiction„, sangen einst Bad Religion. So könnte auch das Leitthema der tröpfchenweise Enthüllung bitterer Wahrheiten rund um die Corona-Krise lauten: Immer mehr Hypothesen, die noch vor einem Jahr als Verschwörungstheorien und angeblich paranoide Verirrungen von Außenseitern, „Extremisten“ und später dann „Querdenkern“ verfemt wurden, wurden nach und nach bestätigt und oftmals noch von der Wirklichkeit übertroffen. Jetzt mehren sich sogar Hinweise darauf, dass das Corona-Virus doch aus einem Labor stammen könnte – vorgetragen von keiner geringeren Instanz als der Universität Hamburg.

Geschlossene Geschäfte, bevorstehender Maskenzwang, Kontaktverbote: Vor knapp einem Jahr bezeichnete die Regierung derartige Gerüchte als „Fake News“ und „Lügen„, und sprach von einer „vorsätzlichen Verunsicherung der Bevölkerung.“ Wenige Wochen später war alles davon eingetreten. Auch die These, dass die Pandemie einem ökologischen und ökonomischen „Great Reset“ diene, galt viele Monate als Spinnerei von Anhängern „alternativer Wahrheiten“ und der „Neuen Rechten“ – bis dann Weltwirtschaftsforumsgründer Klaus Schwab eben hierzu ein programmatisches Buch unter eben diesem Titel publizierte – und vergangenen Monat sogar die deutsche Kanzlerin und die EU-Kommissionspräsidentin die Reset-Agenda exakt bestätigten. Und sogar ein de-facto-Impfzwang bzw. Immunitätsnachweis, monatelang als unsinnige Horrorvisionen verleumdet, sind inzwischen praktisch nur noch einen Fußbreit von der Realität entfernt.

Da wundert es niemanden mehr, dass jetzt schlüssige und konkrete Hinweise auf eine Laborabstammung des Corona-Virus vorgetragen werden – und zwar nicht von Außenseiterstimmen auf dubiosen YouTube-Kanälen oder in alternativem Medien, sondern hochoffiziell von angesehenen Wissenschaftlern einer der größten deutschen Hochschulen: Nachdem sie fast ein Jahr alle zugänglichen Daten im Zusammenhang mit der Entstehung der Pandemie analysierten, kommt ein Forscherteam um Professor Dr. Roland Wiesendanger in einer jetzt publizierten interdisziplinären Studie der Universität Hamburg zu dem Schluss, dass „sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien für einen Laborunfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie sprechen.“ Eine schier ungeheuerliche Sensation, die eigentlich die gebührende und vorrangige Aufmerksamkeit der etablierten Medien verdiente – wären diese nicht manisch fixiert auf ihre nachrichtliche Agenda sich stetig schlimmer auswirkender „Mutanten“ und die ewige Fortschreibung der angeblich so unheimlichen Virusbedrohung.

Schlagende Beweise für Labor-Hypothese

Nicht nur regierungshörige Journalisten, auch die Weltgesundheitsorganisation und Politiker gehen der heiklen Frage nach dem Ursprung des Virus stur aus dem Weg. „Dass die Ursache der Pandemie ein Laborunfall des virologischen Instituts in Wuhan sein könnte, wurde immer wieder ausgeschlossen„, konstatiert „Tichy’s Einblick“ (TE). Wiesendanger und sein Team hingegen bringen gewichtige Argumente vor für ihre These, dass nicht ein versehentliches „Gen-Crossing“ auf dem Wuhaner Wildtiermarkt entstehungsursächlich für Sars-CoV2 war, sondern eben doch ein menschlicher Fehler: So wurde bis heute kein Tier identifiziert, von dem das Virus auf den Menschen übertragen worden sein könnte – und in dem bekannten Fischmarkt in Wuhan seien außerdem keine Fledermäuse angeboten worden. Hingegen verfüge das virologische Institut der Stadt Wuhan über eine der weltgrößten Sammlungen von Fledermauserregern – und in den Laboren dieses Instituts herrschten zudem „erhebliche Sicherheitsmängel„. Außerdem soll die erste Infizierte, der globale „Patient Null“, eine Wissenschaftlerin des Instituts gewesen sein.

Außerdem, schreibt TE unter Berufung auf die Studie, sei in der wissenschaftlichen Fachliteratur gut belegt, dass eine Forschungsgruppe am virologischen Institut der Stadt Wuhan „über Jahre gentechnische Manipulationen an Coronaviren“ vorgenommen hat – mit dem eindeutigen Ziel, diese „für Menschen ansteckender, gefährlicher und tödlicher“ zu machen. Unter Berücksichtigung aller verfügbaren Fakten und nach Auswertung aller Daten, Veröffentlichungen, Archivaufzeichnungen und der Chronologie der Ereignisse sei nun ein Laborunfall in Wuhan „die mit Abstand wahrscheinlichste Hypothese“ für die Entstehung des Virus. Damit erfährt dann auch das von Donald Trump früh verwendete, sogleich verteufelte Wort vom „chinesischen Virus“ seine nachträgliche volle Berechtigung.

So wird nun jedenfalls eine weitere, von angeblichen „Corona-Leugnern“ oder Aluhutträgern verbreitete Theorie in den wissenschaftlichen Mainstream überführt. Vermutlich läuft die Gegenpropaganda bereits an; sarkastische Kommentare dazu kursierten gestern bereits auf Twitter:

(Screenshot:Twitter)

Außer Zweifel steht wohl (und wer sich mit dem beispiellosen Hacker- und Datenklauprogramm durch Spezialisten der chinesischen Volksarmee zulasten US-amerikanischer Konzerne während der Obama-Präsidentschaft beschäftigt hat, weiß um die Ruchlosigkeit der Pekinger Führung), dass China weder Skrupel hätte noch die Mittel scheute, Experimente biologischer Waffen, obschon geächtet, durchzuführen – und im Falle eines Laborunfalls alles zu dessen Vertuschung und Leugnung unternähme. Ganz so, wie es dann ja auch kam. Nun jedoch, wo sich konkrete und fundierte Hinweise auf die Labor-Hypothese mehren, kann der Fall angesichts der weltweit eingetretenen Jahrtausendschäden „…auf keinen Fall länger nur Angelegenheit einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bleiben„, so Projektleiter Wiesenleiter: „Er muss vielmehr dringend Gegenstand einer öffentlichen Debatte werden.“ (DM)