Asylbewerber klagt gegen Polizeieinsatz – Proteste zum Prozessauftakt

Der aus Kamerun stammende Asylbewerber Alassa Mfouapon verklagt das Land Baden-Württemberg. Er sei im Jahr 2018 bei einem Großeinsatz in der Landeserstaufnahmestelle (ELA) in Ellwangen von Polizisten misshandelt worden. Der 31-Jährige gibt an, die Polizei sei nachts ohne richterlichen Beschluss und ohne sich als Polizisten erkennen geben zu haben, in sein Zimmer eingedrungen. Er sei auf den Boden geworfen und gefesselt worden. Die Beamten hätten sein Handy beschlagnahmt, um ein Filmen der Festnahme zu verhindern. Die Polizei bestreitet die Vorwürfe.

Nach seiner Festnahme war Alassa Mfouapon im Juni 2018 nach Italien abgeschoben worden. Im Dezember 2018 kehrte er nach Deutschland zurück.

Zum Beginn des Prozesses versammelten sich am Donnerstag mehrere Dutzend Unterstützer des Klägers vor dem Gerichtsgebäude, um gegen Rassismus und Gewalt zu demonstrieren.

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