So sieht Corona-Politik aus, wenn keine Merkel am Ruder ist: England verkündet Rückkehr zur Normalität bis 21. Juni

Impf-Center in England (Foto:Imago)

Während in Deutschland der Bundesgesundheitsminister den Menschen erzählt, es mache keinen Sinn, auf drei oder sechs Monate „irgendwelche Lockerungen“ in Aussicht zu stellen, während die Kanzlerin ein unglaubwürdiges und verschwurbeltes „Impf-Angebot“ bis 21. September verspricht, das allenfalls eine „erste Dosis“ beinhaltet, und während Handel, Gastronomie und Kultur bei uns krepieren, machen Staaten wie Israel und England vor, wie es richtig geht.

Dort, wo weder eine völlig unfähige und gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung regierende Kanzlerin noch eine von ihr installierte EU-Kommissionspräsidentin in die Lage versetzt sind, ihr Gepfusche und ihre plan- und verantwortungslose Chaospolitik zum Schaden von Gesellschaft und Wirtschaft zu betreiben, wird bald schon wieder so etwas wie Normalität herrschen – ganz einfach deshalb, weil die dortigen Regierungen das taten, wofür sie gewählt sind: Nämlich rechtzeitig und ausreichend Impfstoff für primär die EIGENE Bevölkerung zu sichern – nicht für eine imaginäre Schimäre namens „EU-Solidarität“ oder für afrikanische Entwicklungsländer, für die Merkel gerade erst am Wochenende wieder 1,5 Milliarden Euro verschenkte (obwohl diese Gelder dort praktisch nie nicht beim Volk ankommen, sondern in den Taschen korrupter Kleptokraten verschwinden) – dies wohlgemerkt, während deutsche Unternehmen weiterhin auf ihre Corona-Hilfen warten müssen.

Nachdem in Israel das öffentliche Leben bereits wieder volle Fahrt aufnimmt (inzwischen wird doch im Eiltempo sogar in Bars und Restaurants geimpft), macht nun auch die Regierung Johnson Nägel mit Köpfen: In England sollen bis 21. Juni alle Corona-Beschränkungen aufgehoben werden, so Großbritanniens Premierminister Boris Johnson heute im Londoner Parlament. Schottland, Wales und Nordirland werden ihren eigenen Fahrplan gestalten, der sich jedoch zeitlich ähnlich ausnimmt. In England sollen laut „dts Nachrichtenagentur“ in einem ersten Schritt am 8. März die Schulen wieder geöffnet werden, ab 29. März sind Treffen von Menschen bis sechs Personen oder aus zwei Haushalten im Freien wieder erlaubt, außerdem Sport, Fußball, Golf und Tennis. Der Einzelhandel, Friseure und Außengastronomie dürfen ab 12. April – unter zunächst noch strengen Sicherheitsauflagen – aufmachen.

Seitenhieb auf die EU

Johnson nutzte seine Rede am Montag zu Recht für einen treffenden und berechtigten Seitenhieb auf die EU: Wäre Großbritannien im System der Europäischen Arzneimittelagentur geblieben, wäre der Erfolg mit den Impfungen nicht möglich gewesen. Inzwischen zeigen sich auch die Erfolge der britischen Impfkampagne seit Anfang Dezember – die umgekehrt eine Anklage für die EU und vor allem die deutsche Bundesregierung bedeuten: Vier Wochen nach der ersten Dosis gehen die Krankenhauseinweisungen um 85 bis 94 Prozent zurück – und das, obwohl nach letzten Angaben „erst“ 17,7 Millionen Briten eine erste Corona-Impfdosis bekommen haben, entsprechend 27 Prozent der Bevölkerung (und somit fünfmal soviel wie in Deutschland). Dabei haben bislang erst rund 620.000 Menschen die zweite Dosis erhalten – allerdings geplantermaßen, weil so mehr Menschen die (offenbar bereits wirksame) Teilimmunisierung ermöglicht wurde. Dies soll, manchen Studien zufolge, sogar deutlich effektiver sein.

In Deutschland dürfen wir dagegen auch das Jahr 2021 abschreiben. Danke, Kanzlerin! (DM)