„Muppet-Show“ nur mit Warnhinweis: Disney kuscht auch in Deutschland vor linksradikalem Zeitgeist

Folgenweise nur noch mit "kultursensiblem" Warnhinweis (Foto:UnitedArchives)

Was im Zuge der „Stories Matter„-Initiative in den USA bei Disney-Fimen und Serienhighlights eingeführt wurde, wird nun auch in Deutschland für „Disney+“-Inhalten zum neuen Standard: Warnhinweise, in denen der Konzern vorsorglich zu Kreuze kriecht und sich demütigst für sogenannte kulturunsensible Inhalte seiner früheren Machwerke entschuldigt, die durch die rigoristische, neopuritanische Brille von heute als rassistisch oder sexistisch gelten könnten. Selbst die seit Samstag dort ausgestrahlte „Muppet-Show“ ist betroffen.

Einige Episoden aus Jim Hensons Puppen-Kultsendung, in denen potentiell zeitgeistwidrige und anfeindungsfähige Darstellungen gezeigt werden, werden somit auch in Deutschland erst nach penetranter Einblendung eines entsprechenden Warnhinweises zu sehen sein. Selbigen hatte Disney zuvor etlichen seiner Zeichentrick-Klassiker wie dem „Dschungelbuch„, „Dumbo“ oder „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“ verordnet; stilbildende, ikonische Geschichten, mit denen ganze Generationen von Kindern weltweit aufwuchsen, übrigens ganz ohne dass sie dadurch zu Rassisten oder Misogynen geworden wären oder dass auch nur irgendjemand der angeblichen Opferklientel sich dadurch „beleidigt“ gefühlt hätte. Doch im modernen Relativismus der Begriffe und Feindbilder spielt dies keine Rolle mehr.

Um der Barbarei des neuen Bildersturms linksradikaler Kulturmarxisten im BLM-Vollrausch zuvorzukommen, setzen selbst die Giganten des Showbiz von heute auf präventive Selbstgeißelung. Deshalb wird nun vor nicht weniger als achtzehn Episoden der Muppet-Show, wie „Variety“ berichtet, ein vorgeschalteter Hinweis gezeigt. Darin warnt der Konzern „vor negativen Darstellungen und/oder falscher Behandlung von Personen oder Kulturen“ und schreibt: „Diese Stereotypen waren damals falsch und sind es jetzt.

Peinliche Selbstkasteiung 

Disney präzisiert allerdings nicht genau, welche „Stereotypen“ im Fall der Muppet-Show eigentlich gemeint seien; allerdings hegen – so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) – manche Fans Vermutungen, welche „problematischen“ Szenen dies betreffen könnte. In einer Folge mit dem Komiker Spike Milligan komme etwa ein Auftritt mit dem Titel „It’s a Small World“ vor, in dem ein Chinese mit Überbiss und schwarzen Zöpfen dargestellt wird; in einer anderen Folge („A Gypsy’s Violin„) parodiert der Komiker Peter Sellers einen Zigeuner. Und dass Johnny Cash vor einer Konföderierten-Flagge aufgetreten sei, könnte heute als versteckte Symbolik der „Ultrarechten“ interpretiert werden.

All dies sind natürlich völlig irrsinnige, hysterische Wahnhypothesen aus einer sturen, unerbittlichen Gegenwartsperspektive heraus, die – wie die gesamte Unart der Cancel Culture – zusammenhanglos Kulturphänomene aus ihrem Zeit- und Entstehungszusammenhang reißt; doch wie man sieht, unterwerfen sich dem selbst die mächtigsten Konzerne des Medienbetriebs heute freiwillig. Ein voller Erfolg für die totalitären Gesinnungswächter und ihrer Antifa-Bodentruppen, was auch in Deutschland zunehmend Nachahmer findet: So kündigte, laut FAZ, der „Westdeutsche Rundfunk“ an, auch seine eigenen Mediathek-Inhalte mit älteren Inhalten zu durchforsten und „stärker zu prüfen“ – nachdem er wegen des angeblichen „Blackfacing-Skandals“ von Archivbildern früherer Prunksitzungen von PC-Schnüfflern attackiert worden war. Die Selbstzensur läuft auf Hochtouren. (DM)