Nur noch irre: Immer mehr Psychotherapiestunden per Videokonferenz

Foto: Computer-Nutzer (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Jeder klar denkende Mensch weiß, dass der DIREKTE Kontakt zwischen Patienten und Arzt entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist. Das gilt insbesondere dann, wenn ein „Seelenklempner“ im Spiel ist. Psychotherapie per Telefon oder Videokonferenz ist vielleicht billiger, aber macht überhaupt keinen Sinn.

Trotzdem hat die Corona-Pandemie hat zu einem massiven Anstieg der Nutzung von Psychotherapien per Videosprechstunde geführt. Das hat eine aktuelle Auswertung von Abrechnungsdaten der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Dienstagausgaben berichten. Danach stieg die Zahl der Video-Therapiestunden um das Achtfache.

Während im ersten Quartal des vergangenen Jahres – also überwiegend bevor die Pandemie richtig Fahrt aufnahm – 29.000 digitale Therapiestunden bei den TK-Versicherten abgerechnet wurden, waren es im zweiten Quartal bereits 228.000.

Und das sagt der offensichtlich psychisch angeschlagene Kassenchef zu den unprofessionellen Ferndiagnosen:

„Gerade in der Psychotherapie kann die digitale Technik ihre großen Vorteile zeigen: Therapiegespräche sind dadurch ohne Ansteckungsgefahren, schnell, unkompliziert und auch über größere Entfernungen möglich“, sagte Kassenchef Jens Baas dem RND. Auch wenn die Videotechnik nicht bei allen Störungsbildern und bei allen Patientengruppen eingesetzt werden könne, biete sie in vielen Bereichen deutliche Vorteile, so Baas. „Angesichts der Vorzüge bin ich optimistisch, dass die Entwicklung sich weiter fortsetzt“, so der Kassenchef. Die Techniker Krankenkasse ist mit rund elf Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland.

Die Entwicklung soll sich weiter fortsetzen? Mit wie vielen Psycho-Wracks rechnet denn Herr Baas? (Mit Material von dts)