Unser Rentner als Versuchskaninchen: Infektionsforscherin stellt Impfreihenfolge nach Alter in Frage

Da geht noch was: Ärmel hoch zur dritten Impfung durch Private - das große Senioren-Experiment geht in die Verlängerung (Foto: Von Rido/Shutterstock)

Aachen – Hat die Bundesregierung leichtfertig die Gesundheit, ja sogar das Leben unserer Alten und Gebrechlichen aufs Spiel gesetzt?

Die international bekannte Infektionsbiologin Gabriele Pradel von der RWTH Aachen stellt die Impfpriorisierung nach Alter in Frage. „Gerade ältere Menschen sprechen oft schlecht auf Impfungen an“, schreibt die Aachener Professorin in einem Beitrag für die „Rheinische Post“. Die Mechanismen der Immunisierung funktionierten bei älteren Menschen meist nicht mehr richtig, so die Naturwissenschaftlerin, die zu den führenden Infektionsforschern Deutschlands zählt.

„Wie alle Organe und Gewebe unseres Körpers altert auch unser Immunsystem. Im schlimmsten Fall müssen ältere Menschen wiederholt in kurzen Abständen geimpft werden, um sie dauerhaft vor einer Infektion zu bewahren“, schreibt Pradel weiter. „Im Kampf gegen Covid-19 ist momentan jedoch nur eine beschränkte Anzahl an Impfdosen vorhanden, um unsere Gesellschaft als Ganzes gesund und funktionsfähig zu halten. Eine Impfpriorität nach Lebensalter ist vor diesem Hintergrund diskutabel.“

Mag sein, aber diese Bundesregierung diskutiert nicht und hört auch nicht auf Ratschläge von wirklichen Fachleuten.

Sie hat sich in ihrem „Führungsbunker“ verschanzt und befindet sich im Zustand des politischen Deliriums – zum Schaden des Volkes. (Mit Material von dts)