Grüne Einheitsfront mit der CSU: Horst Seehofreiter will nun auch für Deutsche weniger Eigenheime

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Es blieb süddeutschen Tageszeitungen in Baden-Württemberg vorbehalten, zu bemerken, was der olle „Drehhofer“, der Mann mit den vielen Fähnchen im Wind, da wieder vom Stapel gelassen hatte. Soeben war die Präsentation der Bundesregierung zur Bilanz der deutschen Wohnungspolitik vorüber, da gab es fast nirgends Kommentaren und Berichterstatter, denen aufgefallen war, dass Horst „Wackeldackel“ Seehofer mal wieder als CSU-Minister das Ausmaß an Beliebigkeit im einst konservativen Lager bis in die tiefsten Innenräume der Grünen ausgedehnt hatte. Nur ein Kommentator aus dem Ländle kam da was irgendwie bekannt vor…

Von Hans S. Mundi

Anton Seehofreiter (Christlich-Grüne Union) findet mehr Verbote auch gut

Es ist ein bemerkenswerter Vorgang: Anderthalb Wochen stehen die Grünen unter Beschuss, weil sie angeblich einem Verbot von Einfamilienhäusern das Wort reden. Ihr Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, hatte sich skeptisch über die Ausweisung immer neuer Baugebiete auf dem Land geäußert und für eine stärkere Verdichtung der Innenstädte und Ortszentren plädiert. Ein gefundenes Fressen für Union, SPD und FDP, um den Grünen das Etikett „Verbotspartei“ anzuhängen. Nun kommt Bauminister Horst Seehofer von der CSU und stellt klar, dass auch er nichts davon hält (…). Er sei für das Prinzip „Innen geht vor Außen“, sagt Seehofer und schlägt vor, dies zur Maxime der gesamten Bundesregierung zu machen. (…) Vielleicht trägt Seehofer dazu bei, die Debatte ungeachtet des Wahlkampfes zu versachlichen. (…) – Thorsten Knuf in der Bdischen Zeitung“

Alles Grün. CSU auch. Nichts geht mehr

Es ist wirklich ein bemerkenswerter Vorgang. Denn es ist Superwahljahr und in Baden-Württemberg wollen Seehofers Brüder und Schwestern von der CDU eigentlich den Grünen Onkel, Sozibräsi Kretschmann, von der Spitze verdrängen, um dort, wie einst üblich, wieder die Nummer Eins zu werden und den Ministerpräsidenten zu stellen. Hofreiters Verbotshammer in Sachen „Eigenheim-Verbot“ war gerade ein krachendes Eigentor, seine dümmliche Hippie-Arroganz ihm klatschend laut auf die Füße gefallen. Laut Hofreiter sind Eigenheime Flächenräuber und – natürlich – niemals mehr mit den hehren Zielen des heiligen Klimaschutzes zu vereinbaren. Auto weg, Bargeld weg, Haus weg – Grünes Idyll. Der Blätterwald rauschte und alle prominenten GrünInnen ruderten im Eiltempo zurück. In einst normalen Jahren hätte eine bürgerliche Politik derartiges süfisant aufgespießt und wochenlang vor den Wahlurnen genüsslich hin und her getragen. Das ist nun vorbei.

Söder will zusammen mit den Grünen Deutschland zertrümmern

Zudem will Söder den Klimaschutz als verpflichtende Staatsaufgabe im Grundgesetz verankern. „Wir stehen vor einer Jahrhundertaufgabe, daher brauchen wir auch einen Jahrhundertvertrag“, sagte Söder der Süddeutschen Zeitung. Mit Blick auf die großen Herausforderungen reiche es nicht, wenn nur die Koalition aus Union und SPD darüber entscheide. Auch andere Parteien und alle politischen Ebenen – Bund, Länder, Kommunen – sollten eingebunden werden. Der nötige „Staatsvertrag“ sei zu wichtig, um daraus parteipolitisch Kapital zu schlagen, sagte der CSU-Chef: „Früher sollte es keine Rentenwahlkämpfe geben, jetzt sollte es keine Klimawahlkämpfe geben.“ Ein Vorschlag der Grünen, den Klimaschutz ins Grundgesetz aufzunehmen, war im vergangenen Jahr auch am Widerstand der CSU gescheitert. Nun will die CSU vorangehen. Auch für die Aufnahme des Klimaschutzes in die bayerische Verfassung will Söder im Herbst einen weiteren Anlauf unternehmen.“

Superwahljahr und es gibt (fast) nur Grün zu wählen

Seehofer hat etwas bemerkenswert offen gelegt: Warum noch Wahlkampf? Warum sich noch politisch GEGEN die Grünen stemmen, wenn man denen doch bei ihren Standpunkten helfen kann?! Seehofer und Hofreiter als politische Kumpel, die sich gegenseitig den Rücken freihalten, während CSU-Söder schon mal die eigene bisherige Politik komplett Grün-kompatibel umbaut. Seehofer hat es gezeigt: Es ist egal, was die Wähler wollen oder wählen, sie bekommen die immer gleiche Agenda, die nun Grüne und CDU/CDU zutiefst vereint. Es gibt nichts zu wählen. Grün wird durchgedrückt und ist Befehl und Marschrichtung, warum auch immer. Armes Deutschland.