Stell Dir vor, es wird überall geimpft und keiner geht hin – die neuesten Meldungen aus der Corona-Hölle

Foto: Covid-19-Antikörper-Schnelltest (über dts Nachrichtenagentur)

Jetzt geht es um die Wurst. Wer sich am ehesten testen und/oder impfen lässt, dem werden „womöglich“ irgendwann die Grundrechte wieder „geschenkt“. So wird uns der Wahnsinn zumindest verkauft – derweil die Grippesaison auf ganz normalem nämlich natürlichem Weg beendet ist und eigentlich alles wieder normal weiterlaufen könnte.

Eigentlich, aber wir leben mitten in einer Gesundheitsdiktatur, in der die Pandemie-Profiteure ihr eigenes Süppchen kochen und sich gegenseitig dabei übertreffen wollen, die Bürger so lange wie möglich zu drangsalieren.

Und es sieht so aus, als ob doch nicht so viele Bürger sich impfen lassen wollen, wie sich das Herr Spahn und seine Freunde aus der Pharmaindustrie gedacht haben. Also muss dringend nachgelegt, der Druck erhöht werden, bis auch der letzte Bürger nach Freiheit lechzend an der Nadel hängt. Die Erpressungsversuche werden deshalb auch immer dreister.

Hier die neuesten Meldungen aus der Corona-Hölle:

Ärztepräsident will schnelle Massenimpfungen in den Arztpraxen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat schnelle Massenimpfungen gegen das Coronavirus in den Praxen der niedergelassenen Ärzte gefordert. „Das Ziel eines Impfangebots für alle Bürgerinnen und Bürger bis Ende September lässt sich nur dann erreichen, wenn wir möglichst bald mit Massenimpfungen in den Arztpraxen beginnen“, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Die Impfzentren der Kommunen könnten diese enorme Herausforderung allein nicht stemmen.

„Wenn die Hersteller ihre Lieferzusagen einhalten, stehen von Ostern an größere Impfstoffkapazitäten zur Verfügung. Die Einbeziehung der Praxen in die Impfkampagne verhindert, dass es bei den Verimpfungen zu Verzögerungen oder sogar Staus kommt“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Wenn die Praxen mit genügend Impfstoff und ausreichend Zubehör wie Spritzen und Kanülen beliefert würden, könne die Impfkampagne mit ihrer Unterstützung deutlich Fahrt aufnehmen, sagte Reinhardt.

Neben logistischen Aspekten böten Impfungen in den Praxen aufgrund der kurzen Wege auch ganz praktische Vorteile für die Patienten. „Besonders für hochbetagte Menschen sind Impfmöglichkeiten durch ihnen vertraute Ärztinnen und Ärzte in ihrem Wohnumfeld eine große Erleichterung“, sagte Reinhardt.

Lauterbach: Prioritätsgruppen unter 65 Astrazeneca-Impfung anbieten

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca gegen Vorbehalte verteidigt und eine Umstellung im Impfmanagement gefordert. „Der Impfstoff von Astrazeneca ist zu Unrecht in Verruf geraten. Es handelt sich dabei um ein hochwirksames Produkt, das jetzt schnell verimpft werden sollte“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Um das zu gewährleisten, müssten die Impfzentren deutlich länger und an sieben Tagen die Woche geöffnet haben. „Damit das lohnt, sollten jetzt alle Personen der drei Prioritätsgruppen, die unter 65 Jahren alt sind, zeitgleich ein Angebot zur Impfung mit Astrazeneca von den Ländern unterbreitet bekommen“, forderte Lauterbach. „So würde es gelingen, dass wir schnelle Fortschritte erreichen und zumindest kein Impfstoff liegenbleibt.“

Man müsse aber unbedingt verhindern, dass die Prioritätsgruppen bei Astrazeneca ganz außer Acht gelassen werden. „Es darf nicht dazu kommen, dass sich Partygänger mit Astrazeneca einen vermeintlichen Freifahrtschein abholen und danach die Regeln zur Kontaktbeschränkung brechen während krebskranke 50-Jährige keinen Termin bekommen“, sagte der Mediziner. Zugleich sprach er sich dagegen aus, den Biontech-Impfstoff an Hausarztpraxen zu liefern.

„Ich bin nicht der Auffassung, dass die Hausärzte den Biontech-Impfstoff verimpfen sollten“, sagte er. Die Anforderungen an die Kühlung seien nach wie vor hoch. „Die Impfzentren sollten zuerst auf Volllast fahren, sie sind sehr gut organisiert“, so Lauterbach.

Auch in NRW bleiben zehntausende Astrazeneca-Impfstoffdosen liegen

Astrazeneca-Impfstoff bleibt auch in Nordrhein-Westfalen liegen. Vom Bund wurden bislang 30.960 Ampullen nach NRW geliefert, aus denen im Schnitt zehn Dosen gezogen werden können, wie das NRW-Gesundheitsministerium der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe) mitteilte. Laut den Meldezahlen des RKI seien bislang in NRW 74.820 Impfungen mit Astrazeneca vorgenommen worden.

Allein in Köln liegen 5.000 Dosen auf Halde, wie der Leitende Impfarzt in Köln, Jürgen Zastrow, der Redaktion sagte. „Seit dem 5. Februar bekommt das Impfzentrum Köln jeden Tag 500 Impfdosen von Astrazeneca“, sagte Zastrow. Doch die Nachfrage nehme ab.

„Aktuell können wir davon 120 Dosen am Tag verimpfen. 380 Dosen werden gelagert. Der Stapel wird von Tag zu Tag größer“, so der Impfarzt.

Diese Dosen würden weiter gelagert für die zahlreichen nachrückenden Bewerber. „Das kostet Zeit – Zeit, die wir im Kampf gegen die Pandemie eigentlich nicht haben“, mahnte der Mediziner. Nun lade das Impfzentrum Köln Tausende Ärzte und ihre Teams zur Impfung ein.

„Auch Polizei- und Ordnungskräfte wollen wir einladen.“

NRW-CDU-Fraktionschef will private Corona-Apps testen lassen

Die NRW-Regierungsfraktionen von CDU und FDP wollen zügig verschiedene Nachverfolgungs-Apps privater Anbieter in Modellregionen testen. Welche Apps das sein werden, ob Luca oder Recover, sei am Ende egal, sie müssten aber vergleichbare Funktionen haben und dieselben Standards etwa beim Datenschutz erfüllen, sagte CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Am Dienstag hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) persönlich mit dem Musiker Smudo telefoniert und später ein Plädoyer für dessen Luca-App gehalten.

Das löste Frust bei konkurrierenden Anbietern aus. Löttgen zufolge könnten die Anwendungen helfen, dass die Gesundheitsämter bei weiteren verantwortungsvollen Öffnungsschritten unterstützt durch effiziente Nachverfolgung auch bei Inzidenzen von mehr als 50 klarkämen. „Mit Check-in/Check-out-Lösungen im Restaurant, Einzelhandel, im Kino oder am Skilift wäre viel mehr Leben möglich – wenngleich weiter unter Einhaltung der AHA-Regeln.“

Infiziere sich der Nutzer, würden nur mit seiner Zustimmung die Daten vom Gesundheitsamt entschlüsselt. Dieses kenne damit die Aufenthaltsorte und könne nach Datenfreigabe durch die Betreiber der Lokalität alle infrage kommenden Kontaktpersonen informieren. „Für uns ist es wichtig, dass eine Stadt und ein Landkreis nun schnell als Modellregionen einen Probelauf mit dem örtlichen Handel machen“, so Löttgen.

Kosten fielen lediglich für die Anschaffung eines QR-Code-Scanners und Softwarelizenzen für die Handelstreibenden an. Löttgen forderte zudem, „die Gesundheitsämter sollten ihre Vorbehalte gegen die Nachverfolgungssoftware Sormas aufgeben“. Das ursprüngliche Ziel der flächendeckenden Einführung Ende Februar werden man wohl nicht schaffen, „aber im März sollten wir so weit sein“.

Die neueste Version habe den Vorteil, dass man schnell Daten externer Apps einpflegen könne.

Lehrergewerkschaft für Erfassung von Corona-Fällen in Schulen

Lehrervertreter fordern eine lückenlose Erfassung aktueller Corona-Fälle in Schulen: „Es muss streng kontrolliert werden, was die Öffnungen der Schulen für eine Auswirkung auf das Infektionsgeschehen haben“, sagte der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Transparenz zu schaffen, kann in dieser Situation nur hilfreich sein.“ Beckmann forderte die Kultusminister auf, die entsprechenden Daten wöchentlich zu erfassen und zu veröffentlichen, um frühzeitig zu erkennen, was in den Schulen passiere und wie viele Neuinfektionen aufträten.

Die Kultusministerkonferenz hatte im vergangenen Jahr begonnen, diese Statistiken zu veröffentlichen, den Service aber mit Beginn der Schulschließungen eingestellt. „Das Infektionsgeschehen darf nicht verschleiert werden“, mahnte Beckmann. Es sei wichtig zu wissen, ob schon die ersten Lockerungsschritte an den Schulen zu einer signifikanten Änderung des Infektionsgeschehens führten.

„Deshalb muss die Statistik entsprechend der jetzt in der Schule unterrichteten Schülerinnen und Schüler weitergeführt werden.“ Die hohe Priorität, die den Öffnungsschritten im Bildungsbereich zugewiesen wurde, zeige sich bisher nur eingeschränkt an den ergriffenen Infektionsschutzmaßnahmen, kritisierte Beckmann. Tragfähige Öffnungskonzepte einschließlich der Ausstattung des Personals und bedürftiger Schüler mit Schutzmasken gebe es vielerorts nicht.

„Es wäre also nicht verwunderlich, wenn das Infektionsgeschehen durch die Schulöffnungen wieder zunimmt.“

SPD: Spahn muss übrige Astrazeneca-Dosen mit Ländern koordinieren

Angesichts der Berichte über nicht genutzte Impfdosen von Astrazeneca hat die SPD-Fraktionsvize und Gesundheitsexpertin, Bärbel Bas, Bundesminister Jens Spahn (CDU) zur Koordinierung mit den Bundesländern aufgerufen. „Der zuständige Gesundheitsminister muss gemeinsam mit den Ländern die Impflogistik verbessern. Dies ist gerade auch mit Blick auf die Zukunft notwendig“, sagte Bas dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

Die gelieferten Impfstoffmengen nähmen zu, weitere Impfstoffe könnten bald zugelassen sein. „Wir müssen in der Lage sein, diese Impfstoffe dann auch zu verimpfen.“ Bas sieht mehrere Gründe, warum der Impfstoff von Astrazeneca nicht voll verimpft wird: „Die Situation ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich“, sagte sie dem RND. So hätten die Länder verschiedene Logistik und Vorgehensweisen.

„Ein Grund scheint auch zu sein, dass zum Teil schon alle unter 65-Jährigen der Prioritätsgruppe 1 geimpft sind“, sagte die SPD-Politikerin. „Dort sollte jetzt schnell mit der Impfung der Prioritätsgruppe 2 und insbesondere von Lehrerinnen und Lehrern begonnen werden.“ Bas räumte ein: „Leider gibt es auch unbegründete Vorbehalte gegen den Impfstoff von Astrazeneca.“

Das liege auch an vielen Falschbehauptungen, die im Umlauf seien. „Das führt zu der paradoxen Situation, dass er von einigen Impfberechtigten abgelehnt wird, während andere sehnsüchtig auf die Impfung warten“, sagte sie dem RND. „Wir müssen daher immer wieder deutlich machen: Der Impfstoff von Astrazeneca ist verlässlich und sicher.“ Wichtig sei, weiter transparent darüber zu informieren, wie welche Impfstoffe wirken.

Auf Drängen der SPD sei man in der Koalition deshalb gerade dabei, das künftige Impfgeschehen zu modellieren, um auf steigende Impfstoffmengen vorbereitet zu sein, sagte Bas. „Es darf nicht passieren, dass wir in den kommenden Wochen wesentlich mehr Impfstoff erhalten, diesen aber nicht zügig verimpft bekommen.“ Der Berliner CDU-Fraktionschef Burkard Dregger warnte davor, das Astrazeneca-Mittel als Impfstoff zweiter Klasse zu sehen. „Ich bedauere, dass Berichte über Zweifel an der Wirksamkeit von Astrazeneca viele verunsichern“, sagte er dem RND. „Für mich gibt es überhaupt keine Veranlassung zu zweifeln. Würde man mir anbieten, mich mit Astrazeneca impfen zu lassen, ich würde nicht zögern.“ Dregger sprach sich dafür aus, die Bevölkerung mit Fakten vom Astrazeneca-Impfstoff zu überzeugen. „Es gab 94 Prozent weniger Klinikaufenthalte von Geimpften nach der ersten Dosis. Darüber muss gesprochen werden, um den Menschen die Unsicherheit zu nehmen.“

Kanzlerin strebt bis zu 9,5 Millionen Impfungen pro Woche an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will erreichen, dass in einer Woche annähernd zehn Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden können. „Die Impfkampagne wird sich jetzt immer weiter beschleunigen“, sagte Merkel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). „Wir sprechen im Augenblick darüber, wie es logistisch gelingt, in einer Woche 7,5 bis 9,5 Millionen Dosen zu verimpfen.“

Die Impfzentren schafften das nicht allein, dazu würden noch die niedergelassenen Ärzte gebraucht, sagte die CDU-Politikerin. In Deutschland seien bereits mehr als fünf Millionen Impfungen durchgeführt worden, fast zwei Millionen Menschen hätten bereits den vollen Schutz durch die zweite Dosis. Dazu, dass derzeit eine erhebliche Zahl der vorhandenen Impfstoffe noch nicht verimpft worden seien, sagte Merkel, dafür gebe es zwei Gründe.

„Vom Biontech-Impfstoff werden viele Dosen für die zweite Impfung zurückgelegt. Außerdem gibt es derzeit bei dem Astra-Zeneca-Impfstoff ein Akzeptanzproblem.“ Die Kanzlerin argumentierte jedoch, „alle Autoritäten“ sagten, dass man dem Impfstoff von Astra-Zeneca vertrauen könne.

„Astrazeneca ist ein zuverlässiger Impfstoff, wirkungsvoll und sicher, der durch die Europäische Medizinagentur zugelassen und in Deutschland bis zum Alter von unter 65 Jahren empfohlen ist.“ Eine Wahlmöglichkeit sieht Merkel nicht. „Solange die Impfstoffe so knapp sind wie zurzeit, kann man sich nicht aussuchen, womit man geimpft werden will.“

Scholz will Öffnungsschritte mit Selbsttests verbinden

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen Öffnungsschritte in Verbindung mit Schnelltests angemahnt. „Das Virus und seine Mutationen werden uns noch eine Weile begleiten, fürchte ich. Wir müssen also Wege finden, wie wir es hinbekommen, nicht immer weiter im Lockdown leben zu müssen, deshalb könnten wir die nächsten Öffnungsschritte mit Schnelltests verbinden“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Darüber werde man am 3. März mit den Ministerpräsidenten beraten. „Für niemanden ist die aktuelle Situation einfach, deshalb ist mir eines ganz wichtig zu sagen: Wir haben allen Grund zur Hoffnung. Ich gehe davon aus, dass wir im Sommer wieder im Biergarten sitzen können und die nächste Bundesliga-Saison auch wieder im Stadion verfolgen werden“, fügte Scholz hinzu.

Der SPD-Politiker kritisierte, dass im Vergleich zu anderen Ländern bislang wenig getestet wurde, und das sei nicht gut gewesen. „Ich spreche mich seit langem dafür aus, viel mehr zu testen. Das muss aber mit einer Strategie verbunden sein, was man mit dem jeweiligen Testergebnis anfängt“, so Scholz.

Dehoga hofft auf zeitnahe Öffnung durch Schnelltests

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) will mit den nun zugelassenen Schnelltests zeitnah zur Normalität zurückkehren. „Neben den Inzidenzwerten müssen weitere Kriterien wie die Impfquote und die Teststrategie bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens und möglicher Lockerungen zu berücksichtigen“, sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Unsere Betriebe dürfen nicht einen Tag länger als unbedingt notwendig geschlossen sein.“

Es komme darauf an, dass die Schnelltests flächendeckend und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, sagte Hartges. Zusammen mit einer Beschleunigung der Impfungen trage dies zur Reduktion der Infektionszahlen bei.