Wasser-Schwätzer und Sekt-Säufer: NRW-Innenministerium hält bis in den Januar Beförderungspartys ab

NRW-Innenminister Herbert Reul /Foto: Imago)

Mittlerweile sollte auch dem letzten staatsgläubigen Corona-Bürger aufgefallen sein, dass die Corona-Uhr nicht überall gleich tickt: So wurde im CDU-geführten NWR-Innenministerium noch bis in den Januar 2021 hinein lustig Beförderungsfeiern als Präsenzveranstaltungen abgehalten, während die Bürger brav im Corona-Knast zuhause zu sitzen hatten.

Von der Feierei in Herbert Reuls (CDU) Innenministerium berichtete der Kölner Stadtanzeiger. Dort solle es bis in den Januar 2021 hinein – also in der Hochphase des Lockdowns, während die Bürger ihren Corona-Knast nur noch mit ineffektiven, mutmaßlich gesundheitsgefährdenden FFP2-Masken verlassen durften – Präsenzfeiern im NRW-Innenministerium gegeben haben. Im November habe es an einem Tag gar Feiern mit einmal 26 und einmal 18 Personen gegeben. Im Februar habe es keine Feiern mehr gegeben. Im März seien ebenfalls keine Feiern terminiert. Das hat das Innenministerium gegenüber der dpa bestätigt.

Die Veranstaltungen, bei denen Mitarbeiter befördert worden sind, seien – natürlich – unter besonders strikten Regeln abgelaufen, so ein Sprecher des Ministeriums. Auch Innenminister Herbert Reul (CDU) und Staatssekretär Jürgen Mathies seinen anwesend gewesen. Irgendwie „blöd“: Reul wurde jedoch Mitte Februar positiv auf das Coronavirus getestet – er hatte sich die angeblich besonders ansteckende britische Variante eingehandelt. Auch Mathies war Mitte Februar in Quarantäne gegangen. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter hatte CDU-Reul zudem vor einigen Tagen von zehn weiteren Kollegen und Personenschützern berichtet, die derzeit noch akut infiziert seien, berichtet hierzu der Spiegel.

So reiht sich ein Corona-Schmierentheater an das andere.

  • Im Herbst infizierte sich unser Corona-Minister Jens Spahn mit dem Virus. Nun kam vor ein paar Tagen heraus: Noch am Abend vor seinem positiven Test saß unser Bankkaufmann mit Unternehmern lustig beim Abendessen zusammen und tat genau das, was den Bürgern dieses Landes seit einem Jahr unter Androhung von teils drakonischen Strafen verboten ist.
  • Am vergangenen Wochenende trafen sich 100 SPD-Genossen im Eiderstadion im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf, um ihren SPD-Bundestagskandidaten Mathias Stein zu bejubeln.
  • Fast zeitgleich zeigte die CDU Sachsen-Anhalt, wie Bürger-Verarsche auf hohem Niveau funktioniert: Hundert CDU-Delegierte trafen sich zum Landesparteitag im Dessauer Golfpark. Die CDU-Chargen saßen hierbei dicht an dicht, ohne Maske, teils ohne Sicherheitsabstand.

Und das ist nur eine kleine Auswahl der jüngsten Corona-Extrawürste, die sich Altparteien-Funktionäre gebraten haben.

Achja, für die NRW-Corona-Bürger in Düsseldorf gilt:

Also, schön brav weiterhin auf Bürgerrechte verzichten, während „die Anderen“ tun und lassen, was ihnen gerade so in den Corona-Kram passt. (SB)