Facebook zensiert Bewegung „#Ichlassmichnichtimpfen“

Facebook zensiert #ichlassemichnichtimpfen Gruppierung (Bild: Screenshot)
Facebook zensiert #ichlassemichnichtimpfen Gruppierung (Bild: Screenshot)

Die Facebook-Gruppe #ichlassemichnichtimpfen#, eine Gruppierung aus der Volksmitte, zuletzt mit 118.000 aktiven Mitgliedern, wurde am Samstag von Facebook gesperrt. Mit einer absolut irrwitzigen Begründung.

In der rasant anwachsenden Facebook-Gruppe #ichlassemichnichtimpfen# sind alle Altersgruppen vertreten. Von Teenagern bis hin zu Senioren. Neben Deutschen, Österreichern und Schweizern sind auch einige Auswanderer aus allen Teilen der Welt unter den Mitgliedern. Eltern und Großeltern äußern ihre Bedenken ebenso wie Alleinstehende. Quer durch alle Berufsgruppen meldeten sich dort Menschen zu Wort. Insbesondere Pflegekräfte, Ärzte und sonstiges medizinisches Fachpersonal äußeren massive Kritik an den nicht ausreichend getesteten Impfstoffen. Die angebliche Notwendigkeit der Impfung wurde ebenfalls angezweifelt. Die Corona-Maßnahmen würden eher dazu beitragen, das Immunsystem der Menschen zu schwächen. Die verängstigten Menschen müssten wieder an die frische Luft, soziale Kontakte pflegen, frei atmen und leben. Das sei besser für die Gesundheit als jede Impfung.

Besonders absurd war – wie das Magazin Wochenblick.at berichtete – dabei die Begründung der Facebook-Löschung: Angeblich gäbe es dort Verstöße gegen Richtlinien zu „gefährlichen Personen und Organisationen“. Ganz normale Bürger wurden vom IT-Riesen also in dieselbe Kategorie wie die Terrormiliz „Islamischer Staat“ eingeordnet. Dabei ging von der Gruppe keinerlei Gefahr aus – und das Prinzip der Community war simpel: „Hier könnt ihr Gesicht zeigen gegen die mRNA Corona Impfung!“, hieß es in der Beschreibung.

Die Gegenbewegung, die unter dem Hashtag #ichlassemichimpfen – legitimer Weise – immer noch auf Facebook operieren darf, werben mit Argumenten wie  „Zum Selbstschutz, zum Schutz der anderen“ für die Impfung gegen Covid-19. Selbst Neil Armstrong und die Mondlandung muss herhalten: „Ein kleiner Pieks für mich – ein großer Dienst an der Menschheit!“, so einer der Impf-Werbeslogans. Die Impfung sei ein Lichtblick auf Normalität – man wolle „endlich wieder die Familie umarmen“. Nebenwirkungen sieht man in dieser Gruppeirung gelassen: „Lieber zwei Tage wegen der Impfung flachliegen als für immer unter der Erde liegen“, ist zu lesen.

Zwei Sichtweisen, die seit geraumer Zeit einer breiten Diskussion bedürfen. Auf Facebook stellte man sich am Samstag auf die Seite der Diskursverweigerer und sperrte die Gruppe #ichlassemichnichtimpfen. (SB)