Feige und unglaubwürdig: Merkel will sich weiterhin nicht öffentlich impfen lassen

Angela Merkel (Bild: shutterstock.com/Von 360b)

So kennt man diese Bundesregierung: den Bürgern autoritäre Grundrechtseinschnitte verordnen, Vorschriften machen und Verbote durchdrücken – und deren Rücknahme von Bedingungen abhängig zu machen, die sie selbst nicht erfüllen. Für die Impfung wirbt die Kanzlerin bei jeder Gelegenheit – doch sie selbst ist zu feige, sich öffentlich impfen zu lassen und damit ihrer Vorbildrolle gerecht zu werden.

Anders als der EU-Prügelknabe Victor Orban oder US-Präsident Joe Biden verweigert Merkel kategorisch weiterhin die Impfung – obwohl ihr Mediziner, Ärztefunktionäre und viele Prominente dies nahelegen, um die hohe Impfzurückhaltung in der Bevölkerung zu reduzieren. Doch Merkel tut lieber alles dafür, diese weiter zu fördern: In verlogener Bescheidenheit und Zurückhaltung lässt sie ihren Regierungssprecher Steffen Seibert erklären, sie lasse sich erst impfen, wenn sie „an der Reihe“ sei, so „dts Nachrichtenagentur“.

Dieses Argument zog vielleicht noch vor sechs Wochen, als die durch Merkels eigene Beschaffungssabotage verursachten Engpässe an Impfstoff so groß waren, dass jedes Vordrängeln als unmoralischer Akt galt. Doch davon ist Deutschland inzwischen weit entfernt: Der Astrazeneca-Impfstoff liegt tonnenweise auf Halde, weil niemand ihn möchte – und sogar trotz vorgezogener Impfungen von Berufsgruppen Millionen von Dosen übrig sind. Groko-Spitzenpolitiker – zuletzt Markus Söder und Michael Kretschmer – plädieren deshalb unverhohlen für die Aufhebung der Impfpriorisierung und wollen das Astrazeneca-Serum jedem zugänglich machen. Eine öffentliche Impfung von Politikerinnen und Politikern – etwa wie im Fall des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu im Staatsfernsehen – wäre ein geeignetes Mittel zur Aufpolierung des ramponierten Astrazeneca-Images. Gestern erst hatte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, Merkel dies empfohlen.

Dass die Kanzlerin bräsig und stur unter fadenscheinigen Ausreden ihre eigene Impfung ablehnt, verstärkt nicht nur weiter die Zweifel in die Astrazeneca-Sicherheit, sondern beschädigt das Vertrauen in die Impfpolitik insgesamt. Von einer Kanzlerin, die das, was sie von anderen erwartet, selbst nicht vorlebt, ist genauso wenig politische und persönliche Integrität zu erwarten wie von einem Gesundheitsminister, der morgens vor Feiern und privaten Zusammentreffen warnt und abends in einer trauten Männerrunde auf engstem Raum ausgelassen diniert. Und solchen Figuren erlauben wir, über unser Dasein und unsere Zukunft zu bestimmen… (DM)