Konzertbesuche nur noch mit negativem Test oder Impfausweis?

"Hurra, wir sind frei" (Symbolbild: shutterstock.com/Von Pressmaster)

Berlin – Wie verzweifelt einige Bereiche der Freizeitwirtschaft sind, erkennt man an dieser Aussage: Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft beklagt nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern eine fehlende Perspektive.

„Es ist völlig inakzeptabel, dass ein weiteres Mal versäumt wurde, den Veranstaltern eine Perspektive zu geben, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen“, sagte Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Mit der Durchführung von Schnelltests oder einem Impfausweis sowie einer Kontaktnachverfolgung wären Spielstätten so infektionssicher wie jedes Kaufhaus, sagte Michow.

„Auch Veranstaltungen mit Vollauslastung wären so durchaus möglich“, so der BDKV-Präsident. Anstatt einer solchen Perspektive sei man aber auf die lange Bank geschoben worden. Zugleich wies Michow darauf hin, dass die Stimmung kippe.

„Die Nerven der Branche liegen blank“, sagte er. Da viele Dienstleister keine Fixkosten hätten, würden sie nach einer Einmalzahlung von 7.500 Euro direkt in die Grundsicherung abrutschen. „Ich war bisher stolz auf die Breite unserer Hilfsangebote. Leider wandelt sich dieser Stolz zunehmend in Enttäuschung“, sagte Michow.

Glaub Michow im Ernst, mit solchen Angeboten die Branche retten zu können? Es geht hier um Spaß und Vergnügen und nicht um einen Besuch in einem Schlachhof, wo das Vieh vorher auf gesundheitliche Schäden durchgetestet werden muss. (Mit Material von dts)