Ermittlungsverfahren gegen Corona-Polizisten: Anzeige wegen versuchten Totschlags

Polizei (Symbolbild: shutterstock.com/Von Pradeep Thomas Thundiyil)

Merkels Corona-Polizei jagte einem Jugendlichen in aberwitziger Geschwindigkeit im Hamburger Jenischpark hinterher. Sein Verbrechen: Er soll keine Maske getragen und unter anderem Freunde umarmt haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft nach mehreren Anzeigen ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags gegen die Polizisten eingeleitet. Es wird Zeit, sich gegen so viel Wahnsinn zu wehren.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen mehrere Polizisten. Grund ist eine Verfolgungsjagd im Jenischpark. „Aufgrund einer Anzeige eines Bürgers ist jetzt ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Nötigung anhängig. Der Sachverhalt wird aufgeklärt und rechtlich geprüft“, erklärte Staatsanwältin Liddy Oechtering gegenüber der „Bild“.

Die Polizeibeamten hatten, wie die Bild-Zeitung und der NDR berichteten, am 22. Februar einen 17-Jährigen mit ihrem Dienstwagen durch den Park gejagt. Das Verbrechen des Jugendlichen: Er soll keine Maske getragen und zuvor Freunde umarmt haben.

Parkbesucher hatten den Vorfall gefilmt und das Video auf Twitter veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen einen Streifenwagen, der dem flüchtenden Jugendlichen mit Blaulicht und Sirene hinterherrast. Während der Fahrt bricht das Heck des Wagens aus und verpasst nur knapp zwei rennende Beamte. Außerdem sei zu sehen, dass der Abstand zwischen dem flüchtenden Jugendlichen und dem Einsatzwagen teilweise nur wenige Zentimeter betrug, berichtet die „Bild“.

Nach dem „Vorfall“ versuchte die Hamburger Polizei ihr Tun auf Twitter zu rechtfertigen:

Es erreicht uns Kritik im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz im #Jenischpark und einer in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videosequenz.